Mein Vater ist Drogen- und Alkoholsüchtig. Was soll/kann ich tun?

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5 Antworten

Hallo Alina, Du gehst einen mutigen Schritt und kannst darauf sehr stolz sein. Ich war zwar glücklicherweise nie in einer derartigen Situation wie Du, dennoch habe ich 2 Ideen, die ich Dir gerne ans Herz legen möchte:
1. Das Jugendamt. Du bist zwar erwachsen, dennoch kannst Du dort um Hilfe bitten.
2. Die Polizei. Hier um Hilfe zu bitten bedeutet nicht, Deinen Vater zu hintergehen oder dergleichen, aber auch die Polizei kann Dir Beratungsstellen oder ggf. Sozialarbeiter nennen, die Dir helfen können.

Letztendlich sind Deine Eltern erwachsen und damit ihre eigenen Herren - Du kannst die Welt nicht retten. Aber bitte, sieh ab von Deinen Selbstmordgedanken. Das hilft weder Dir noch Deinen Eltern. Zieh am besten von zuhause aus, sofern Du noch bei Deinen Eltern leben solltest. Es ist wichtig, dass Du Dich diesem negativen Einfluss entziehst. Auch eine Therapie würde Dir ggf. gut tun. Keine Sorge, dieser Rat bedeutet nicht, dass ich Dich für verrückt halte oder sonst was in der Art. Es soll helfen, und das kann es auch.

Kommentar von AlinaBennington
10.10.2016, 01:21

Danke erst einmal für die ausführliche Antwort. Von zu hause ausziehen kann und will ich nicht. Mein Vater ist mir gegenüber Handgreiflich geworden und ich habe einfach das Bedürfnis meiner Mutter zu helfen. Ich kann sie nicht alleine mit ihm lassen und hätte zu viel Angst das er ihr was antut und ich es nicht mitbekomme und helfen kann. Mit dem Jugendamt habe ich schon geredet. Die sagten mir damals (etwa anfang des Jahres) sie könnten mir nicht helfen und haben mich stumpf wieder weg geschickt ohne irgendetwas zu tun. Und um ehrlich zu Sein habe ich zu große angst die Polizei in irgendeiner Weise einzuschalten da mein Vater vermutlich unendlich sauer auf mich wäre. Ich will ihm helfen so gut es geht und ihn nicht anschwärzen...

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Kommentar von Secretstory2015
10.10.2016, 01:27

Du sitzt zwischen den Stühlen ... Einerseits sagst Du, Du liebst ihn, andererseits hast Du scheinbar große Angst. Du musst weg von dort, am besten gemeinsam mit Deiner Mutter. Evtl. kann euch ein Frauenhaus weiter helfen.

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Kommentar von AlinaBennington
10.10.2016, 01:36

aus liebe zu ihm will ich ihm helfen. Er war von Anfang der Beziehung an wie ein Vater für mich, egal wie schrecklich es mit ihm war oder ist. Deswegen will ixh ihm helfen und da sein so gut es geht, ohne mit meiner mum auszuziehen oder abzuhauen. weil er dann alleine da stehen würde und noch mehr trinken wird aus verzweiflung...

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Kümmere dich jetzt erst mal um dich selbst und gehe in eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen von Alkoholikern.
Die findest du über die anonymen Alkoholikern, al-anon oder dem sozialpsychiatrischen Dienst.

Auf jeden Fall wird dir dort eher klar werden, wie du weitermachen kannst

Du darfst natürlich auch eine Suchtberatungsstelle aufsuchen und dir Rat einholen

Suche dir Unterstützung, das ist wirklich keine einfache Situation

Kommentar von AlinaBennington
10.10.2016, 01:23

Weißt du zufällig ob solche Selbsthilfegruppen von der Krankenkasse übernommen werden? Wir haben nicht sonderlich viel Geld und ich mag meine Eltern oder Verwandten ungern nach Geld für soetwas fragen da die der Meinung sind dass das Schwachsinn ist und ich mich einfach zu sehr reinsteigere.

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Kommentar von huldave
10.10.2016, 01:32

Die sind kostenlos genauso wie der Besuch bei einer Suchtberatungsstelle oder beim sozialpsychiatrischen Dienst

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Kommentar von AlinaBennington
10.10.2016, 01:34

Ich danke dir recht herzlich! Ich werde morgen (bzw. heute) da mal anrufen & mixh informieren. danke!

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Nur mal so zum verstehen? Wie können deine Eltern sich wenn du 19 bist erst 13 jahre kennen??

Kommentar von AlinaBennington
10.10.2016, 16:46

Vielleicht in dem er nicht mein leiblicher Vater is?

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Lass ihn in die Klinik einweisen !!!

Kommentar von AlinaBennington
10.10.2016, 01:13

Das kann ich leider nicht, da er nicht "entmündigt" wurde (oder wie das heißt). Des weiteren bin ich "nur" die Stieftochter. Er müsste sich von alleine aus in Therapie begeben, doch er selber meint das er kein Alkohol Problem mehr hätte seit der Therapie und meint er hätte alles im Griff.

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Kommentar von huldave
10.10.2016, 01:39

Alleine diese Aussage zeigt wie krank er ist. Man kann ihn auch gegen seinen Willen einweisen lassen, das Procedere dazu erklärt dir eine Beratungsstelle, dein Hausarzt oder das Gesundheitsamt.

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Kommentar von AlinaBennington
10.10.2016, 01:44

Hm, okey das wusste ich nun nicht. Ich werde morgen mal unseren Hausarzt anrufen (wir sind beim selben) und den um Hilfe bitten. weißt du zufällig ob der Hausarzt trotzdem unter der Schweigepflicht steht? Also auxh bei Verstößen gegen das Gesetz bezüglich der drogen?

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Kommentar von huldave
10.10.2016, 20:03

Ja natürlich, die Schweigepflicht besteht auch in diesem Fall.

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Wende Dich an eine Drogen- und Lebensberatung, aber akzeptiere, dass es einzig und allein in der Hand und Entscheidungswilligkeit Deines Vaters liegt, ob er seinen problematischen Alkoholkonsum zugunsten der Familie zurückfahren kann.

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