Mein Vater hat eine Tierhaarallergie, kann man sie heilen?

12 Antworten

Hi DiimiTree,

es ist anhand von Studien u.a. der Berliner Charité, belegt worden, dass ca. 90% der Allergiker nicht auf den Speichel oder die Haare von Hunden und Katzen reagieren, sondern auf ein bestimmtes Allerge, das im Talg der Tiere enthalten ist.

Die Talgdrüsen produzieren Fett an der Haarwurzel, das sich logischerweise auf den Haaren verteilt und schwupps: So entsteht der Mythos, dass man auf die Haare allergisch reagiert. Ist allerdings nur bedingt der Fall.

Es gibt angeblich Hunde- und Katzenrassen, die für Allergiker "besser verträglich" sein sollen, die sogenannten hypoallergenen Rassen. Allerdings gleich vorweg: Das ist mit Vorsicht zu bewerten.
Diese Rassen produzieren idR weniger des Allergens (Protein Fel d 1). Also kann es sein, dass man nicht so stark oder gar nicht reagiert. Eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht.

Wenn dein Vater an Asthma leidet, wird es kein Problem sein, das sich mal eben lösen lässt. Da muss auf jeden Fall ein Facharzt zu Rate gezogen werden. Nur der kann kompetent einschätzen, ob euer Wunsch nach einem Hund realistisch ist. Wenn die Atemwege so extrem reagieren, ist eine "Heilung" vermutlich nicht ohne Weiteres drin. Da muss man dann genau abklären was geht und was nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn dein Vater allergisch ist, dann muss auf jeden Fall vor der Anschaffung ein Allergietest und ein Beratungsgespräch mit einem Allergologen her. Sollte der Arzt in irgendeiner Form grünes Licht geben, könnte man mit viel Aufwand Proben des Hundes, der bei euch einziehen soll, nehmen und die Reaktion deines Vaters testen lassen. Das wäre aus meiner Sicht der einzige relativ sichere Weg, um rauszufinden, ob das Tier dauerhaft bei euch leben kann.

LG, Laura

Man kann es versuchen, allerdings wird bei Asthma von einer Desensibilisierung teilweise abgeraten, weil es da nicht ungefährlich ist. Das muss dem behandelten Arzt richtig abgeklärt werden. In Einzelfällen geht sowas auch plötzlich von selbst wieder weg.

Reagiert er denn speziell auch auf Hunde, oder auf alle Tiere gleich? Du schreibst nur generell Tierhaare, das kann aber ganz unterschiedliche Ausmaße haben. Ich kannte ein Ehepaar, die mussten von ihren 3 Katzen eine weggeben, weil sie beim Mann Asthma auslöste. Die andern beiden konnten sie behalten.

Eine Tierhaarallergie mit Asthma ist nicht ungefährlich. 

Ich würde als erstes beim Facharzt einen Allergietest machen. Dann kann man sehen, auf welche Tiere Dein Vater reagiert. Bei Hunden kann man z.B. von dem ausgesuchten Tier eine Haarprobe entnehmen, der Facharzt kann dann anhand eines Hauttestes nachsehen, ob Dein Vater darauf reagiert. Er muss nicht auf alle Hunde allergisch reagieren. Zusätzlich würde ich eine Hyposensibilisierung empfehlen. Die geht normalerweise über 3 Jahre. Die Therapie wird von den Krankenkassen bezahlt. Da die Therapie aber sehr aufwendig und teuer ist, stellt sich die Frage: Willst Du das Deinem Vater antun? Bzw. wird er sich das antun? Außerdem gibt es keine 100 Prozentige Erfolgsgarantie.

Ist der Hund erst einmal im Haus finde ich es ungerecht wenn der Hund wieder weg muss, sollte das nicht klappen. Vielleicht findest Du aber ja ein Haustier auf welches Dein Vater nicht allergisch ist. Dies kann ein Facharzt durch einen Pricktest feststellen.

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