►Mein Sommerurlaub - Ärger mit ARGE

7 Antworten

Erst einmal gibt es für Arbeitslose keinen "verdienten Sommerurlaub". Es handelt sich nur um eine erlaubte Ortsabwesenheit von 21 Tagen: (3 Wochen) Diese kann "nach Absprache" mit dem zuständigen Sachbearbeiter in Anspruch genommen werden. Wer länger "ortsabwesend" sein will, muss dies ebenfalls vorher abklären. Dann geht es bis z.u 6 Wochen, wobei die Leistung dann für 3 Wochen ruht Erfolgt dann nicht am 43. Tag die persönliche Rückmeldung, muss die gesamte Leistung zurück erstattet werden. **** So steht das genau beschrieben, in dem Merklblatt, das du bei der ersten Antragstellung bekommen hat. Dafür hast du unterschrieben.****

Mit den 21 Kalendertagen im Jahr, das ist richtig.

Du hast aber noch die Möglichkeit, 21 Kalendertage unbezahlt hinzuzunehmen. Wenn du deine Reise nicht abblasen willst, dann beantrage die restlichen Tage unbezahlte Ortsabwesenheit. Insofern ist es richtig, wenn dir die Leistung um die verbleibenden Tage gekürzt wird (aber wirklich nur um diese!). Erst, wenn du noch länger als die erlaubten 6 Wochen abwesend bist, bekommst du für die ganze Zeit kein Hartz IV mehr.

Nur wenn du sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist und mit Hartz IV aufstocken musst, kannst du von der ARGE die gleiche bezahlte Ortsabwesenheit beanspruchen, wie sie dir deinem Jahresurlaub nach zusteht.

Sind das 21 Kalendertage oder 21 Werktage ?

Die Erreichbarkeitsanordnung spricht von Wochen; da eine Woche sich aus Werk- und Feier-/Sonntagen zusammensetzt, interpretiert das Amt eine Woche als 7 Kalendertage.

Dazwischen war ich auf einer Beerdingung im Ausland für 9 Tage gewesen. Ich war die ganze Zeit davon überzeugt ,daß ich eben die 12 restliche Urlaubstage zur Verfügung habe und da die zuständigen Ämter alles auf den letzten Drücker seit 2011 haben wollten, habe ich selber gehandelt und meine Reise schon geplant und gebucht.

Shit happens. Hier ist die EAO eindeutig: drei Wochen pro Kalenderjahr (von ein paar Ausnahmen und Härtefällen mal abgesehen). Damit ist ein "Ansparen" von Urlaub ausgeschlossen, da das ja zu mehr als drei Wochen führen würde.

Die Frage ist wer hat hier eigentlichen Fehler gemacht und ob ich mich überhaupt mit jedem netten Mitarbeiter/in der Eingangszone abgeben muß?

Den zentralen Fehler scheinst du gemacht zu haben; zwar sollten deine Ortsabwesenheiten in VerBIS vermerkt sein, aber es sind mehrere Gründe denkbar, warum es an der Stelle Probleme gibt, gegeben hat, abgesehen davon das Telefonauskünfte datenschutzrechtlich immer problematisch sind.

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