mein Sohn wurde von fremden Mann geschlagen

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8 Antworten

Hallo, ich bin kein Jurist und dies stellt nur meine Meinung und keine Rechtsberatung dar:

Man muss hier sicher Strafrecht und Zivilrecht unterscheiden. Der Mann hat sich Strafbar gemacht, da muss die Polizei sich drum kümmern und Strafantrag bei der staatsanwaltschaft stellen. Tut sie das nicht, ist das strafvereitelung im Amt. Ihr (euer Sohn) werdet hier nur Zeuge sein. Gibt auch noch sowas wie nebenkläger, das hat den Vorteil, dass man mitbekommt, was mit dem Mann passiert. Die Prellung und die Platzwunde sind Zivilrecht, da müsst Ihr tätig werden, wenn Ihr Schmerzensgeld von dem Täter wollt. das kann viel Geld kosten, wenn der Täter nichts hat, bleibt Ihr auf den Kosten sitzen.

Was würde ich machen? Ich würde mich bei der Polizei drum kümmern, dass ich Nebenkläger werde. Ich vermute dass Ihr dafür ebenfalls Anzeige erstatten / Strafantrag stellen müsst. Wegen dem Schmerzensgeld würde ich nichts unternehmen, wenn keine bleibenden Spuren zu erwarten sind. Also körperlich, seelisch bleibt hier natürlich eine Erfahrung mit der Euer Sohn klar kommen muss.

Wenn ich etwas falsch dargestellt habe, wird es sicher/hoffentlich jemand korrigieren. Ich bin jemand, der auch gerne dazu lernt.

Grüße, lukas

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Kommentar von guteantwoort
05.10.2011, 12:53

Ich würde auch auf jeden Fall Anzeige erstatten. Habt ihr eine Rechtsschutzversicherung? Die bieten auch oft sehr gute Informationen vorab. Der Sohn wird bestimmt nochmal als Zeuge gehört. Und ich finde es toll dass andere sich eingemischt haben. Für euren Sohn bedeutet das, dass ihm Unrecht getan wird und der Täter nicht ungeschoren davon kommt. Das ist zwar auch keine Wünschenswerte Erfahrung, aber viel besser als die vielen Opfer die zusehen müssen wie der Täter sie nachher noch auslacht weil es keine Zeugen gab und keiner zur Hilfe kam.

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Kommentar von Fred4u
05.10.2011, 15:28

Strafrechtlich kann eine Anzeige gemacht werden muss aber nicht. Die Polizei muss den Fall der Staatsanwaltschaft anzeigen, welche dann entscheidet ob Anklage erhoben wird. Wenn der Geschaedigte, hier die Eltern als Vertreter des Kindes, der Polizei extra noch eine Anzeige erstatten, fuhrt es eher zu einer Anklage. Wird Anklage erhoben, und die Eltern des Negers treten als Nebenklaeger auf, dann fuehrt es eher zur Verurteilung. Wissen sollte man aber, die eigenen Kosten der Nebenklaeger werden in der Regel nicht erstattet. Es gibt Kostenerstattung der Zeugen. Sehr gut das Zeugen ausreichend vorhanden waren. Der aerztliche Befund ist auch ein Beweismittel in diesem Prozess. Insofern gehoerte es zur Pflicht der Polizeibeamte fuer arzliche Erstversorgung zu sorgen. Das aus Gruenden der Fuersorge und der Beweissicherung. By the way: Rechtschutzversicherungen zahlen nicht in Strafprozesse bei Vorsatzstraftaten. Zivilrechtlich ist es zwar sehr gut, dass eine aerztliche Begutachung stattfand. Doch viel wird dabei nicht herauskommen. Schmerzensgeld in Deutschland ist sehr gering. Beschwerde an den Polizeipraesidenten kann auch nicht Schaden, denn von fremden Leuten geschlagene Negerkinder, das kommt in der deutschen Hauptstadt pressemaessig gar nicht gut an. Die Befuerchtung das der Mann selbst Kinder hat und diese misshandelt kann ich nicht teilen. Wer eigene Kinder mishandelt tut dieses kaum auch bei anderen, oftmals sind es sehr liebevolle Vater die andere Kinder misshandeln.

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nimm anwalt und mach anzeige wegen körperverletzung,wenn die polizei sich blöd stellt gleich mit anwalt dienstaufsichtsbeschwerde gegen den betreffenden beamten

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Hallo! Leider ist die Antwort von lukasHH nicht ganz korrekt: Ein Strafanzeige wegen "Körperverletzung" braucht Ihr nicht nochmal stellen, denn die wurde ja bereits von den Kollegen aufgenommen. Ruft bei Eurem zuständigen Abschnitt an oder bei der Nummer 030-4664 4664 (Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Ganze in Berlin passiert?!?) und erkundigt Euch nach der Vorgangsnummer. Nicht die Polizei muss Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft stellen, sondern Ihr. Einen Strafantrag kann nur der Geschädigte selbst oder, wenn er wie hier minderjährig (unter 18 Jahre) ist, dessen Erziehungsberechtigte (BEIDE!) stellen. Den Strafantrag kann man formlos stellen "Hiermit stellen wir Strafantrag für unseren Sohn XY zum Aktenzeichen 0815" und beide Elternteile unterschreiben. Im Normalfall werdet Ihr aber noch vom zuständigen Sachbearbeiter/in angeschrieben. Um Nebenkläger zu werden muss man sich nicht an die Polizei wenden, sondern an die Staatsanwaltschaft - wenn es denn soweit kommt.

Ansonsten habt Ihr es schon ganz richtig gemacht, dass Ihr zum Arzt gegangen seit und die Verletzungen habt dokumentieren lassen. Eine Kopie des Attestes würde ich der Polizei/dem Sachbearbeiter zukommen lassen, wenn der nicht sowieso danach fragt.

Einen Anwalt würde ich persönlich (noch) nicht einschalten. Erst Mal abwarten.

Und was die Vorgehensweise der Kollegen anbelangt, möchte ich die hier nicht bewerten. Das ist immer problematisch, wenn man nicht dabei war und nicht alle Umstände kennt. ICH wäre höchstwahrscheinlich mit Eurem Jungen nach Hause gegangen, um die Eltern zu informieren. War überhaupt jemand von den Eltern zu Hause? Eine Vorschrift, den Jungen in diesem Fall den Eltern zu übergeben, existiert jedenfalls nicht...

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.

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Kommentar von awassa
05.10.2011, 18:17

Hallo!

Vielen lieben Dank für die kompetente Antwort. Ich habe jetzt auch etwas gegoogelt und ähnliches dazu gefunden.

Wir waren vorhin auf dem zuständigen Abschnitt (ja, wir wohnen in Berlin) und haben uns die Anzeige (bzw Vorgangsnr.) schriftlich geben lassen, zudem habe ich das ärztliche Attest für die Akten abgegeben.

Laut Beamten dort werden wir in ca. 2-3 Wochen eine Einladung zur Zeugenaussage bekommen. Auch wurde gelobt, wie viele Zeugen sich gemeldet haben vorort (deshalb wohnen wir ja hier - denn eigentl. muß man hier keine Angst um seine Kinder haben) und bereit waren auszusagen.

Achja, wir waren zuhause, ich habe mir gerade angefangen Gedanken zu machen, wo unser Sohn bleibt, da es schon dunkel wurde.... und da kam er mit seinem Freund und der blutenden Lippe nach Hause...

LG Awassa

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Es wurde ja schon eine Anzeige geschrieben die beinnhaltet alerdings nur die strafrechtliche Verfolgung. Beauftragt einen Anwalt mit der ziviielrechtlichen Verfolgung (Schmerzensgeld, Behandlungskosten usw.) der Tat.

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Auf jeden Fall, würde ich Anzeige erstatten. Manche Idioten meinen, sie müssen vor ihren Kindern den Terminator machen, weil sie sonst zuhause nichts zu sagen haben. Nehmt euch einen Anwalt, bezahlen muss das die Gegenpartei, wenn der Schläger verurteilt wird.

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Anzeigen würde ich den auf jeden Fall, jemanden der Kinder schlägt, denn auch noch fremde Kinder ohne ernst zu nehmenden grund sollte das auch vor nem Richter rechtfärtigen... sofern es dazu kommt.

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Kommentar von lukasHH
05.10.2011, 12:54

Ähm, was wäre für Dich denn z.B. ein "ernst zu nehmender Grund"???

Grüße, lukas

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ANZEIGE ... Körperverletzung, Nötigung, Drohen, Misshandlung ... Da kommt einiges zusammen und der Kerl kann sich - dank der Zeugen - warm anziehen! Sorge aber dafür, dass die Zeugen auch aussagen ... !

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Vielen Dank schon mal für die Antworten - Ihr seid echt schnell!

Aber sagt mal, war die Handlungsweise der Polizei OK?

Also, daß sie unseren Sohn alleine nach Hause geschickt haben und auch nicht nach ärztl. Hilfe fragten???

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Kommentar von guteantwoort
05.10.2011, 12:50

Ich würde sagen das ist ok. Sie werden ihn ja gefragt haben wo er wohnt. Ihr habt ihn alleine raus gelassen da kann er auch alleine wieder nach Hause. Warum sollten sie ihn auch nach Hause bringen.

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Kommentar von lukasHH
05.10.2011, 12:51

Also, nach ärtzl. Hilfe hätten sie schon fragen müssen, aber das behaupten die ja auch. Das Gegenteil wirst du nicht beweisen können. Ist ja auch möglich, dass Eurer Sohn noch ein wenig verwirrt war und sich tatsächlich nicht an die Frage erinnert. Ansonsten, kümmern sich die erst mal um die Straftat, ist schon richtig, von Eurer Seite lag ja noch nichts vor und das was vorlag reicht um den Täter strafrechtlich zu verfolgen, da brauchts in Deutschland nicht eure Anzeige. Das ist deshalb so, damit ein Täter sich nicht beim Opfer "freikauft". In anderen Ländern ist sowas nämlich möglich, keine Anzeige, keine Verfolgung.

Und mal ehrlich, auch wenn man sich als Eltern etwas mehr Fürsorge der polizei gegenüber einem Kind wünschen würde, war es so schlimm dass er allein nach hause musste? Wenn es doch "umme Ecke" war?

Grüße, lukas

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