Mein Sohn möchte seine Ausbildung zum Hotelfachmann nach dem 1. LJ nicht fortsetzen, sondern lieber in einem neuen Ausbildungsberuf. Wie kann er vorgehen?

2 Antworten

Ich kann glauben das ein Elternteil diese Frage gestellt hat. Soweit ich weiss wurde auch schon vor einem Jahr im Hotelfach nach 22 Uhr gearbeitet. Was genau in diesem Vertrag steht kann ich von hier aus nicht sehen. Aber es besteht mit Sicherheit ein Ausbildungsvertrag und der umfasst eine gewisse Laufzeit. 2 1/2 oder 3 Jahre. Den hat dein Sohn oder auch du unterschrieben. Solche Verträge können auch eine Klausel wie z. B. eine Probezeit von 6 Monaten enthalten. In dieser Zeit dürfte eine Auflösung kaum ein Problem sein. Wird ein Vertrag einseitig gehündigt ist das Vertragsbruch und dagegen kann man vorgehen. Dem auszubildendem Betrieb entsteht ein Schaden den er so ohne weiteres nicht ausgleichen kann. Da würde ich mir um 5 Tage Urlaub die wenigsten Sorgen machen. Sicher ist ein Abbruch der Ausbildung heute an der Tagesordnung und meist geht das auch im gegenseitigen Einverständis gut. Aber ich wüde nichts von mir aus tun um die Stimmung zum Kippen zu bringen. Das es deinem Sohn vielleicht nicht liegt oder gefällt mag ja sein. Mir gefällt im Leben auch nicht alles. Es wäre aber der erste Schritt um zu beweisen das ich auch was durchziehen kann. Hinterher könnte er ja noch immer was anderes machen.


Solche Verträge können auch eine Klausel wie z. B. eine Probezeit von 6 Monaten enthalten.

In Deutschland ist nach dem Berufsbildungsgesetz BBiG eine Probezeit von mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monaten vorgeschrieben (andere Regelungen für Gesundheitsberufe).

Wird ein Vertrag einseitig gekündigt ist das Vertragsbruch und dagegen kann man vorgehen.

Das ist völliger Unsinn!

Arbeitsverhältnisse können selbstverständlich als einseitige Willenserklärung mit vereinbarten oder gesetzlichen Fristen gekündigt werden.

Ausbildungsverhältnisse können während der Probezeit fristlos gekündigt werden, danach ordentlich nur noch vom Auszubildenden bei Ausgabe der Berufsausbildung oder Wechsel des Ausbildungsberufs!

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Vorab: Jugendliche über 16 Jahren dürfen unter bestimmten Voraussetzungen bis 22 Uhr beschäftigt werden.

Zu Deinen Fragen:

1.-  Nach der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis ordentlich mit einer Frist von 4 Wochen gekündigt werden, wenn der Auszubildende die Ausbildung ganz aufgeben oder in einem anderen Ausbildungsberuf aufnehmen will - wie in eurem Fall (Berufsbildungsgesetz BBiG § 22 "Kündigung" Abs. 2 Nr. 2). Eine Kündigung ist in der Regel nicht möglich, wenn es nur um den Wechsel des Ausbildungsbetriebs im selben Ausbildungsberuf geht.

2. - Die 4-wöchige Kündigungsfrist gilt zu einem beliebigen Datum (als nicht nur z.B. "zum Ende eines Kalendermonats). Entscheidend ist die Einhaltung der Frist; sie beginnt am Tag nach rechtssicherem Zugang der Kündigung beim Arbeitgeber/Ausbildungsbetrieb. die Kündigung muss schriftlich erfolgen und begründet werden (in eurem Fall: Ausbildung in einem anderen Beruf).

3. - Da Dein Sohn bereits länger als 6 Monate beschäftigt/in der Ausbildung ist und das Verhältnis in der 2. Jahreshälfte endet, hat er Anspruch auf den gesamten gesetzlichen Urlaub, von dem selbstverständlich bereits genommene Tage abzuziehen sind (ich nehme an, er hat nur den gesetzlichen Mindesturlaub - über 17, noch nicht 18: 25 Werktage Montag bis Samstag). Ausstehender Urlaub ist während der Kündigungsfrist zu nehmen oder - falls das aus dringenden betrieblichen Gründen nicht möglich sein sollten (bei einem Auszubildenden aber kaum anzunehmen), auszuzahlen. Wenn er den ganzen Urlaub beansprucht, hat er allerdings keinen Anspruch in diesem Jahr mehr bei einem neuen Ausbildungsbetrieb (es sei denn, der Anspruch dort wäre höher).

Vielen Dank für deine Antwort. Das hat mir schon sehr weitergeholfen. Am wichtigsten war mir das mit der Kündigungsfrist da er ja eine andere Ausbildung beginnen möchte.

Das er bis 22.00 Uhr oder in Ausnahmefällen auch länger in der Gastronomie arbeiten darf als unter 18jährig ist uns schon bekannt. Er hatte aber im letzten halben Jahr generell Schichten von 14.00 bis 22.30 Uhr und mind. 2-3 die Woche auch länger, das längste war bis jetzt bis 0.30 Uhr auch von 14.00 Uhr ab. Es waren in den letzten 3 Monaten ganze 5 Frühschichten dabei. Das man damit einem Jugendlichen die Lust am Beruf nimmt kann ich da schon irgendwie verstehen. Ich habe lange mit ihm gesprochen da ich gehofft habe das es ausreicht den Betrieb zu wechseln, aber er möchte definitiv nicht in der Gastronomie bleiben.

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@Betty76

Okay.

Wenn Dein Sohn also den Ausbildungsberuf wechseln will, ist die ordentliche Kündigung des Ausbildungsverhältnisses mit einer 4-wöchigen Frist (zu einem beliebigen Datum) erlaubt und problemlos möglich.

Viel Glück!

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ich arbeite seit 2011 in einer Firma, bei der ich in diesem Jahr fristgerecht zum 31.7. gekündigt habe. Laut Arbeitsvertrag stehen mir 26 Tage Jahresurlaub zu und beim Ausscheiden innerhalb des laufenden Kalenderjahres wird die 'pro-rata-temporis-Regelung' angewandt.

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Ich habe beim Recherchieren auf mehreren Seiten gelesen, dass dem/der Arbeitnehmer/in bei Kündigung in der zweiten Jahreshälfte (nach dem 30.6.) der volle Jahresurlaub zusteht, sofern im Vertrag nicht die pro rata temporis Regel erwähnt ist. ( https://gks-rechtsanwaelte.de/aktuelles/kuendigung-urlaubsanspruch-pro-rata-temporis/ )

Ist sie wie in meinem Fall erwähnt, soll man aber bei Kündigung in der zweiten Jahreshälfte zumindest Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub haben, also bei einer 5-Tage-Woche = 20 Tage.

Das macht immerhin eine Arbeitswoche mehr als die anteilmäßige Berechnung.

Meine Frage ist, ob diese Regel immer zutrifft? Ist sie an einen Tarifvertrag gebunden oder ähnliches? Ich will mich nicht blamieren oder Ärger machen, aber ich möchte auch nicht übergangen werden, sofern mir mehr zusteht als mein Arbeitgeber mir anrechnet.

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten!

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Gruß

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Hallo,

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LG

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Hilfe :(

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