Mein Sohn möchte ausziehen

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Rechtlich gesehen schuldet ihr als Eltern gemeinsam eurem Sohn Kindesunterhalt bis zum Abschluss seiner Erstausbildung bzw. bis zur Vollendung seines 25. Lebensjahres i. H. v. rd. 550 EUR / Monat.

Von diesem Anspruch wäre allerdings das mit Volljährigkeit an ihn direkt ausbezahlte Kindergeld abzuziehen und seine eigenen Einküfte (Ausbildungsvergütung) anzurechnen.

Im Ergebnis bekommt er also keinerlei weitere finanzielle Unterstützung von Euch :-)

Im Gegenteil, ihm wäre zumutbar, aus dem Lehrgeld einen angemessenen Beitrag für Kost und Logis (Miete, Nebenkosten, Internet, Lebensmittel, Waschmittel, ...) zu leisten :-)

Dein Mann irrt. Mit dem verfügbaren Einkommen bekomt er keinerlei staatliche Unterstützung, weder BAB, BaföG geschweige denn Wohngeld :-O

Ich würde dem Sohn dringend empfehlen, sich beim Amt mal selbst zu erkundigen, bevor er, wie du richtig vermutetst, Mietverpflichtungen eingeht, die er nicht bezahlen kann noch anderweitig bezahlt bekommt :-O

Gleichwohl: für etaige (Miet-)schulden hätte er allein einzustehen :-)

Auch kann er nicht argumentieren, der bisherige geldwerte Vorteil von Kost und Logis, z. B. 300 EUR / Mon. wäre ihm nun bar zu gewähren, weil er, volljährig, gern eine eigene Wohnung hätte :-)

Zieht er dennoch aus, was du weder verhindern kannst noch willst, wenn ich das richtig verstehe, muss er eben auf eigenen Füßen stehen und ohne eure Unterstützung zurecht kommen - schließlich schlägt er die preisgünstige Alternative ja aus.

Das würde ich ihm dann aber auch unmissverständlich sagen, bevor er dich um wöchentlichen Wäschedienst und allmonatliche Zuschüsse anhaut :-)

Mit diesen Argumenten und einer klaren Ansage, was du tun und besonders lassen wirst, wenn er auszieht, wäre dann aus deiner Sicht alles besprochen.

Viel Erfolg ;-)

G imager761

Hallo... Danke für deine ausführliche Antwort.Habe gesehen das ich zwischen die Zeilen geraten bin. grins... so hat meine Frage natürlich eine ganz andere B edeutung Der Satz sollte lauten: **eigentlich geht es ihm hier richtig gut..... er bewohnt zwei eigene Zimmer mit Bad....****** Er hat nicht viele Verpflichtungen und wohnt kostenlos.... Na ja ....Hotel Mama.... Nein ich will nicht das mein Sohn auszieht...Dafür gibt es keinen Grund. Ich bin nach wie vor der Meinung das er erst seine Ausbildung zu Ende machen soll.Zu mal er nach beendigung noch eine zweite Ausbildung machen will

Ich denke das er einfach nur von meinem Ex beeinflusst wird damit dieser für mich keinen Trennungsunterhalt mehr zahlen muß .

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@Wolke2012

Dein Trennungsunterhalt wäre dir unverändert völlig unabhängig davon zu zahlen, wo euer Sohn wohnt.

Mit dem Kindesunterhalt schneidet er sich ins eigenen Fleich, wenn er den Auszug provoziert: in Ausbildung, kann euer Sohn bis zum Abschluss von den Eltern gemeinsam rd. 550 EUR fordern. Nur nicht von dir, wenn du Kost & Logis bereithälst, er aber auszieht: dann zahlt sein Vater den Luxus ohne deine Unterstützung :-)

Danke für den *

G imager761

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Er kann das bei dem entsprechenden Amt vorab klären, ich glaube aber nicht, dass er das bekommt. Ihr seid schon dann beide unterhaltspflichtig. Allerdings solltet ihr das genau abklären. Du kannst in der Ausbildung rechtlich bestimmen, wie und wo Du ihm den Unterhalt leistest, als Naturalie in Deiner Wohnung einschließlich essen und trinken oder, wenn er auszieht, in Geld. Da ihr ihn ja auch noch auf der Steuerkarte habt und auch den Ausbildungsfreibetrag bekommt, könntet ihr ihm ja jeder noch etwa 100,00 Euro geben und dann muß er sehen, wie er zurecht kommt. Halten wirst Du ihn in dem Alter nicht mehr lange können, er wird sich abnabeln wollen.

Wohngeld bekommt er nicht, und du musst ihm das Geld auch nicht hinterherwerfen, wenn er zuhause Naturalunterhalt bekommt und ohne Not ausgezogen ist. Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass Eltern für ihre Kinder Unterhalt zahlen müssen, wenn sie aus freien Stücken die elterliche Wohnung verlassen.

Wollte ich nur bestätigen. Kinder unter 25 haben nur in Härtefällen Anspruch auf Unterstützung vom Staat bezüglich einer eigenen Wohnung. Ein Härtefall wäre ein unlösbarer Streit mit den Eltern oder miserable Wohnverhältnisse. Das Amt lässt sich die Härtefälle begutachten, z.B. vom Jugenamt. Das heißt wiederum, dass das Jugendamt vorher eingeschaltet werden muss.

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