Mein Sohn kam nach den Sommerferien nicht in die 4.Klasse, obwohl vor den Ferien beschlossen wurde, dass er versetzt wird. Kann man Widerspruch einlegen?

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7 Antworten

Hallo Rosellaa,

nach deinen Kommentaren hier steht im Zeugnis, dass er versetzt ist und dass nur ein Anruf einen Tag vor Schulbeginn vorliegt, dass er nicht ins 4. Schuljahr kommt.

Verbindlich ist das Zeugnis mit dem Konferenzbeschluss. Das ist ein Dokument, ein Verwaltungsakt.

Ein Telefonanruf ist unverbindlich: Du schreibst übrigens nicht, welche Person genau angerufen hat und wer den Anruf angenommen hat.

Du kannst also darauf bestehen, dass er ins 4. Schuljahr kommt. Falls da Schwierigkeiten bei der Schulleitung bestehen, sofort an das zuständige Schulamt für die Grundschule wenden.

Zunächst würde ich aber mal verlangen, dass du einen schriftlichen Bescheid darüber erhälts, in dem auch die Rechtsgrundlage aufgeführt ist, weshalb wiederholt werden soll. Das dürfte der Schule aber schwer fallen.

Solltest du eventuell der Meinung sein, dass wegen der Leistungen deines Sohnes doch eine Wiederholung der dritten Klasse angebracht wird, dann geht das formell nur so, dass du einen Antrag auf freiwillige Wiederholung stellst. Der muss dann in einem neuen Konferenzbeschluss genehmigt werden und gilt nicht als Sitzenbleiben.

Erst einmal möchte ich mich bei dir für deine ausführliche Antwort bedanken. Das hat mich ein wenig aufgemuntert!!

Es hat die Rektorin angerufen.

Allerdings ist diese Rektorin auch die Lehrerin meines Sohnes, die als kommissarische Leiterin die Stelle der Rektorin übernommen hat, da die alte Rektorin letztes Jahr in Pension gegangen ist.

Ich bin mit meinem Mann am ersten Schultag mit in die Schule gegangen und haben nach einem Gespräch verlangt. Und das haben wir dann auch gemacht und ihr gesagt, dass auf dem Zeugnis der Schlusssatz steht, dass unser Sohn in die 4. Klasse übergeht.

Wir haben gesagt, was wäre, wenn wir nicht damit einverstanden sind, dass er in die 3. Klasse gehen muss?!

Daraufhin hat sie geantwortet, dass wir nichts unternehmen können, weil im Satz auf dem Zeugnis "übergeht" und nicht "versetzt" steht. Deshalb müssen wir es so hinnehmen. Hätte da versetzt gestanden, hätte wir darauf bestehen können, dass er weiterkommt.

Vor den Sommerferien hatten wir uns mit der Rektorin zusammengesetzt und waren uns einig, dass er weiterkommt, obwohl er eine 5 in Mathe hat.

Wir haben auch das Angebot auf eine individuelle Förderung durch einen zusätzlichen Lehrer von der Rektorin erhalten, was wir auch unterschrieben haben, aber davon nach den Ferien nicht mehr angesprochen wurde.

Uns hätte es überhaupt nichts ausgemacht, hätte die Lehrerin vor den Sommerferien klipp und klar gesagt, dass unser Sohn sitzen bleibt und es so ist, dann hätten wir es so hingenommen. Aber einen Tag vor Schulbeginn anzurufen, und es wieder rückgängig machen, finde ich etwas gemein. Unser Sohn war total schockiert und wollte auch nicht in die Schule am ersten Tag. Seitdem klagt er jeden Tag über Bauchschmerzen weil er nicht dort hin möchte. Und wir können nichts dagegen unternehmen und mache mich selber damit verrückt. 

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@Rosellaa

Hallo Rosellaa,

....
dass wir nichts unternehmen können, weil im Satz auf dem Zeugnis "übergeht" und nicht "versetzt" steht.

Für eine Versetzung muss das Zeugnis tatsächlich den Vermerk "Versetzt" enthalten.

Aber auch die Formulierung "übergeht" beruht schließlich auf einem Beschluss der Zeugniskonferenz, und den kann auch die Schulleiterin nicht einfach ändern.

Was ihr machen könnt: Ihr verlangt von der Schulleiterin den Nachweis, dass die neue Maßnahme auf einem Konferenzbeschluss beruht und dass ihr den Vorgang dem Schulamt zur Entscheidung vorlegen werdet.

Andere Möglichkeit: Ihr stimmt der Version der Schulleiterin zu, besteht aber darauf, dass es sich um einen freiwilligen Rücktritt handelt, der nicht als Sitzenbleiben gilt

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Früher stand so was auf den Zeugnissen drauf. Steht darauf, daß dein Sohn in die vierte Klasse versetzt wird, dann kann die Schule das nach den Ferien nicht mal eben rückgängig machen.

Wende dich in diesem Fall an das Schulamt der Bezirksregierung.

Danke, dass werde ich machen!

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Das Zeugnis, das er bekommen hat, ist zunächst mal gültig. Ein Zeugnis ist ein Dokument, d.h. Dein Sohn hat die Erlaubnis zum Vorrücken in der 4. Jahrgangsstufe erhalten.

Andererseits solltest Du in Erfahrung bringen, aus welchen Gründen ihn die Lehrerkonferenz (nur die kann das entscheiden) nicht vorrücken lassen will. Unabhängig vom Rechtlichen wäre es interessant, welche pädagogischen Überlegungen dahinterstecken. Das ist für Dich und Deinen Sohn im Grunde viel wichtiger.

Frag mal nach!

Vielleicht war es ja auch einfach ein Irrtum, was im Brief nachgeschoben wurde?

Ja das werde ich am Montag sofort machen, vielen Dank für deinen Rat!

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