Mein Sohn ist stark auf Geld fixiert. Was tun?

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9 Antworten

Ich habe meine Kider so erzogen,dass sie neben ihrem Taschengeld für zusätzliches Geld etwas arbeiten müssen,z.B. Auto sauber machen oder Keller aufräumen. Ich habe einen Sohn,der spart sein Geld bis zum Umfallen und weiss eigentlich meist nicht wofür.Wenn er sein Geld dann für etwas ausgeben möchte,dann fällt ihm das schwer. Wenn meine Kinder zusammen etwas kaufen wollen,dann legen sie ihr Geld zusammen ,da hat er auch die meisten Probleme damit. Die anderen Kinder von mir,sind zwischen sparen und auch ohne Problem das Geld wieder ausgeben können,bis hin zu ausgeben ohne Sinn und Verstand,was bei mir dann schlecht ankommt-ist bei meiner 13jährigen Tochter momentan nämlich so.

Liebes Hummelchen, aus meiner eigenen Kindheit heraus weiß ich, daß weil ich mich nicht geliebt fühlte, im Geld die Möglichkeit sah, mir Freunde zu erkaufen, es von meinen Eltern nicht bekam und damit anfing zu klauen, weil ich doch so gerne geliebt werden wollte. Ihr gebt Eurem Kind Geld und wollt Liebe ihm damit vermitteln. Vielleicht kommt aber bei Eurem Kind das alles gar nicht als Liebe an?! Fragt ihn doch einmal, ob er sich von Euch geliebt fühlt und gebt ihm den geborgenen Raum, alles zu sagen, was er denkt und fühlt. Fragt ihn auch ob er mit diesem Geld versuchen will Freunde zu finden, gebt ihm die Sicherheit und das Interesse, sich öffnen zu können. Kinder brauchen dringend einen solchen Brückenbau, um sich und ihre Wahrnehmungen und sich daraus entwickelnden Verhaltensmuster erkennen und finden zu können.

Liebe Gaby, genau das mache ich nicht, also mit Geld mich sozusagen "freikaufen" aus Liebe oder als Liebesbeweis. Ich sage ihm, daß ich ihn lieb habe und zeige es ihm natürlich auch. Er muß sich auch keine Freunde kaufen, er hat "normale" Freundschaften, die ich auch alle kenne. Trotzdem danke ich dir für Deinen Gedankenanstoß. Er gibt auch sein Geld nicht ganz aus. Kauft zwar viel Blödsinn wie Kaugummis, Bonbons usw. aber das lasse ich ihn auch machen, schließlich ist es sein Geld. Er schafft es auch zu sparen wenn er etwas möchte. Aber dieses ständige Gerede davon und so weiter macht mich langsam wirr...

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Du könntest ihm doch auch Aufgaben zuteilen, für die er dann eine "Entlohnung" erhält. Um ihm damit klar zu machen, das man sich Geld auch verdienen muss. Z.b. Hilfen im Haushalt, wie Spülen oder Müll runter bringen (wenn er das nicht so schon machen muss) oder Zimmer aufräumen. Damit hast Du doppelten Lehrneffekt, denn so lernt er Verantwortungen zu übernehmen, merkt das man sich Geld verdienen muss und schraubt vielleicht mal seine Wünsche runter.

Es geht in diesem und auch späteren Alter meistens um das "Erfogserlebnis", was man alles erreichen kann. Versuche mal das Verlangen nachGeld oder anderen Sachen einzuschränken, in dem Nach einer gemachten "ARBEIT oder GEFÄLLIGKEIT, eine Entlohnung gibt. Wie schnell sind die Kinder in dem Alter wo sie nur noch nach der getahnen Arbeit enzlohnt wird. Die müssen es lernen.

Es herrscht ein enormer Druck von aussen zur Zeit! Er geht in die Schule und sieht Kameraden die sowohl als auch haben! Zu begreifen warum er das alles nicht hat ist er noch ein wenig zu klein! Du tust ihm aber auf jeden Fall einen gefallen wenn du ihn jetzt das Verzichten lehrst! Es wird die Zeit kommen da wird er dir Dankbar sein!

Also vergehen wirds wohl eher nicht, wenn du und dein Partner da nicht konsequent mit dem Jungen sprecht. Redet auch mit den Verwandten und euren Freunden, dass sie ihm ebenfalls erklären, dass er nicht alles haben kann. Wenn auch nur einer nachgibt, ist die ganze Mühe umsonst. Es kann sogar sein, dass es mit der Zeit schlimmer wird. Er könnte es stehlen, erst bei euch aus der Geldbörse, später woanders. Ich denke, das er lernen muss, mit seinem Taschengeld umzugehen. Viel Glück und Geduld!

Hamstert er sein Geld, oder gibt er es aus?

Bringt er das ständig unter die Leute, oder seht ihr, was er damit macht?

Nur als Gedanken: Er erkauft sich aber keine Freundschaften in der Schule oder wird unter Druck gesetzt, dass er Geld hergeben muss?

Ist es sein Verhalten mit Geld oder ist es seine große Wunschliste? Überlegt mal, warum er das braucht, bzw. fragt ihn für was er es braucht. Dann kann man daran arbeiten. Es scheint ihm ja ein ganz besonderes Bedürfnis zu sein, wenn er so extrem ist, wie Du schreibst. Erst überlegen, ihn selber fragen und dann daran arbeiten. Nur knapp halten kann sonst zum Problem für ihn werden, wenn er meint das Geld wirklich zu brauchen.

Gib ihm die Möglichkeit “Geld zu verdienen”, indem er kleine Beträge bekommt, wenn er das Geschirr abtrocknet, sein Zimmer aufräumt, gute Noten aus der Schule mitbringt, etc. Du kannst ein kleines Bonussystem ausarbeiten, wieviel er für welche Leistungen bekommt.

Sprich mit den Leuten in seinem Umfeld ab, dass er erstmal kein Geld mehr bekommen soll außer dem, was er an Taschengeld von euch hat und er sich vielleicht durch kleine Arbeiten verdient.

Dann überprüft mal euer eigenes Verhalten, wie viel Stellenwert bei euch Geld hat. Oft redet man viel über so etwas, und die Kinder bekommen was in den falschen Hals. Zeige ihm Mittel und Wege, wie er sparen kann, mache klar, dass du zu Feiertagen lieber ein selbst gebasteltes Geschenk oder Gutscheine oder einen Tag mit ihm gemeinsam bekommen möchtest als irgendwas gekauftes.

Kurz und gut: Lebe ihm vor, dass Geld nicht alles ist.

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