mein sohn hatte einen unfall,allein ohne personenschaden,jedoch mit 1,6 promille

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3 Antworten

Hallo mathilde

Auf dein Sohn kommt in etwa folgendes zu:

1.) Strafe ca. 40 -60 Tagessätzen (1TS=Monatsnetto/30). Wenn man unters Jugendstrafrecht fällt Sozialstunden. Dies KANN angewendet werden muss aber nicht.

2.) ca. 12-14 Monate FE-Entzug. Neubeantragung frühestens 3 Monate vor Sperrfristende möglich. (Kosten ca. 150€)

3.) Keine Punkte da Entzug wegen §§ 4 Abs 2 StVG. Bei Neuerteilung wieder punktefrei.

4.) Wenn BAK 1,6‰ oder mehr wird eine MPU nach §§ 13 Nr. 2 FeV angeordnet (ca. 420€), die kann aber nur nach Aufarbeitung bestanden werden. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig vorzubereiten.

5.) Strafbefehl in ca. 1-4 Monaten. Die Zeit des vorläufigen Entzugs wird beim Verhängen der Sperrfrist berücksichtigt. Verhandlung recht unwahrscheinlich es sei denn bei Einspruch oder wenn er unters Jugendstrafrecht fällst.

6.) Er ist nicht verpflichtet, weitere Angaben bei der Polizei zu machen. Dies ist in der Regel (ohne anwaltliche Beratung) auch keinesfalls zu empfehlen.

7.) Vor Neuerteilung ist zwingend ein Seminar für Alkoholauffällige Kraftfahrer zu absolvieren, da in der Probezeit aufgefallen siehe NAFAPlus Kosten ca. 300€

8.) PZ ruht bei Entzug, Verlängerung der PZ auf 4 Jahre.

9.) Die Sperrfrist kann er über ein Seminar zur Sperrfristverkürzung, z.B. Mainz 77, um 1-3 Monate verkürzen

die Punkte 7 und 8 nur wenn noch Probezeit besteht

.muss er feuerwehr und polizeieinsatz auch bezahlen

das bezahlt seine Versicherung ,holt sich aber das Geld (bis 5000€) wieder zurück (Regress)

Zuerst zahlt seine Haftpflichtversicherung die Unfallkosten. Sie kann aber einen Teil von ihm zurück verlangen, weil er Alkohol getrunken hatte. Der Führerschein ist für mindestens 1 Jahr weg. Um ihn wieder zu bekommen wird er eine MPU machen müssen.

Feuerwehreinsatz zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Rechnung der Feuerwehr wird er aber bekommen, diese dann einreichen.

Die Fahrerlaubnis wird etwa 12 Monate entzogen wenn dies die erste Auffälligkeit war.
Geldstrafe etwa 1 Netto Monatseinkommen.

Nach Ablauf der Frist wird die Fahrerlaubnisbehörde bei Neubeantragung der Fahrerlaubnis eine positiv ausfallende MPU fordern, dies ist unumgänglich ab einem Wert von 1,6 Promille, da ist es ratsam sich jetzt schon darauf vorzubereiten.

Die Fahrerlaubnis selbst kann 3 Monate vor Ablauf der von Gericht festgelegten Sperre neu beantragt werden.

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