mein Sohn hat einen Vertrag im Netz mit meinen Firmendaten abgeschlossen. Wie kann ich kündigen?

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6 Antworten

Da musst du dich mal mit den Vertragsbedingungen befassen. Oder an die Verbraucherberatung wenden. Es kann sein, dass es eine Kündigungsfrist gibt und du bis dahin den Vertrag (eine Bezahlung) erfüllen musst. Vielleicht wäre es besser gewesen, nicht zu kündigen sondern zu widerrufen. Dann wäre der Vertrag erst gar nicht zu Stande gekommen.

Die Frage ist, wie er das gemacht hat, ob er dazu etwa auch die Email-Adresse genutzt hat oder dergleichen. Über die Anscheins- oder Duldungsvollmacht dürfte der Vertrag wohl wirksam sein. Und gekündigt werden kann der Vertrag dann eben nur fristgemäß.

Gibt doch bestimmt ein 14 tätiges Widerrufsrecht (wie berall im Fernabsatz) Schau in die AGB und schreibe noch mal einen Widerruf und füge hinzug dass die Sache hiermit für dich erledigt ist

jurafragen 31.08.2014, 20:41
Gibt doch bestimmt ein 14 tätiges Widerrufsrecht (wie berall im Fernabsatz)

Nein, das gibt es in dieser Konstellation mit Sicherheit nicht.

Schau in die AGB

Das Widerrufsrecht ist im Gesetz geregelt.

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Kirschkerze 31.08.2014, 20:42
@jurafragen

So ein Quatsch, wieso sollte es kein Widerrufsrecht geben. Und ein Widerruf steht auch in den AGB (wenn er ne Kündigung hinschickt kein Wunder dass die nicht angenommen wird)

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jurafragen 31.08.2014, 20:46
@Kirschkerze
So ein Quatsch, wieso sollte es kein Widerrufsrecht geben

Weil die Regeln für den Fernabsatz eben nur für Verträge zwischen einem Verbraucher und einem Unternehmer Anwendung finden.

Und ein Widerruf steht auch in den AGB

Nein, da hat er nämlich nichts zu suchen. Du meinst sicherlich die Widerrufsbelehrung. Aber das ist keine eigenständige Regelung, sondern eine Belehrung über die gesetzlichen Rechte.

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die frage ist, was wurde geprüft um die rechtmäßigkeit zu prüfen ... und scheinbar ja nicht genug - oder marco hat leichtsinnigerweise ausweise, zugangsdaten und was weiß ich - offen rumliegen

Du hast echt keine kontrolle über dein kind ruf dort an oder melde dich per support und schilder ihnen was sache ist und bete das sie es eibsehen

wenn der sohn unter 18 ist ja - dann ist der vertrag ja nicht rechtskräftig

Kirschkerze 31.08.2014, 20:36

Kann ja kaum nachweisen dass es wirklich der Sohn ist ;)

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jurafragen 31.08.2014, 20:42

Das ist erstens falsch, denn wenn der Sohn als Vertreter handelt, kommt es auf die Minderjährigkeit nicht an und zweitens können Verträge nicht "rechtskräftig" sein, sondern höchstens wirksam, durchsetzbar oder ähnliches.

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cakaep 31.08.2014, 20:43
@jurafragen

jo du hast mit sicherheit recht - aber der sohn hat ja nicht als vertreter gehandelt

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jurafragen 31.08.2014, 20:46
@cakaep
aber der sohn hat ja nicht als vertreter gehandelt

Sondern?

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cakaep 31.08.2014, 20:48
@jurafragen

unberechtigter weise und sich ja wohl auch strafbar gemacht ... ist die frage, will er seinen sohn anzeigen - oder lieber zahlen und das in der familie regeln ...

ps: du kommst ziemlich arrogant rüber - was qualifiziert dich denn dazu, hier alle belehren zu wollen?

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jurafragen 31.08.2014, 20:58
@cakaep
du kommst ziemlich arrogant rüber - was qualifiziert dich denn dazu, hier alle belehren zu wollen?

Was heißt, belehren zu wollen. Das eigentliche Kernproblem wird in den meisten Antworten völlig übersehen. Juristisch gibt es nur eine Frage. Wer sind die Vertragsparteien geworden: Vater und das Unternehmen oder Sohn und das Unternehmen. Ein Widerrufsrecht besteht hier schon ganz offensichtlich nicht.

unberechtigter weise und sich ja wohl auch strafbar gemacht ... ist die frage, will er seinen sohn anzeigen - oder lieber zahlen und das in der familie regeln ...

Natürlich kann (und sollte) man das in der Familie regeln, denn eine Strafanzeige würde das Problem ja nicht regeln, es würde an dem zivilrechtlichen Anspruch auch nichts ändern.

Kommen wir wieder zu meinem Einwand: Hat er als Vertreter gehandelt? Das hätte er schon beispielsweise dann, wenn er den ebay-Account des Fragestellers unberechtigt verwendet hat. Die Stellvertretung kann nicht einfach mit dem Argument weggewischt werden, dass der Sohn böse war.

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