Mein Sohn 11 hat ADHS und ist Verhaltensauffällig

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4 Antworten

ich habe zwei brüder mit adhs von alkoholkranken eltern seit über drei jahren in pflege. dein sohn kann sich nicht "bessern", weil er für sein verhalten absolut nichts kann. er ist doch vermutlich nicht in einer einrichtung für adhs untergebracht.

seit über einem jahr bin ich mit den beiden ambulant in der kinder- und jugendpsychiatrie und werde dort gut betreut. zwei jahre lang habe ich alles an naturheilmitteln versucht - wie bachblüten, zappelin etc. nun sind beide medikamentös eingestellt und finden selber, daß es ihnen viel besser geht. die schulischen leistungen sind bedeutend besser geworden und sie sind jetzt sozialverträglicher als vorher. außerdem habe ich beide in sportvereinen angemeldet, damit sie sich körperlich auch noch besser auspowern können.

warum also wieder internat? ich selber habe noch einen geistig behinderten pflegesohn und schaffe es mit allen dreien.

bekommt euer sohn keine medikamente? ich würde euch gerne auf wunsch weiter beraten und mehr erzählen.

Tanja080180 15.10.2012, 21:12

Hallo vielen Dank für Deine Nachricht. Unseren Sohn war ein frühchen in der 33 SSW und mit 5 Jahren wurde festgestellt das er ADHS hat. Wir wollten die Diagnose nicht einfach so hinnehmen.... natürlich bin ich Jahre lang (5 Jahre) zur Ergotherapie gegangen. Zappeling Bachblüten, Schüßler, globuli haben wir alles durch ..... natürlich habe ich mich auch immer mit behandeln lassen. Z.zt ist er in einen Kinderzentrum das uns vom Jugendamt empfohlen wurde und wir sind seit unseren Sohn seinen 4 LJ in KJP regelmäßig in Behandlung die Ärztin kennt ihn seither und er wurde auch nicht leichtfertig ausgetestet.... sonder über einen längeren Zeitraum teilstationär aufgenommen in eine Art "KIGA". Jetzt ist eben der Fall das es sich im "Heim" wie es im Volksmund ja so schön heißt, keine Erfolge eingestellt haben und wir (heute hatten wir Elterngespräch) bis Anfang / Mitte Dezember eine Entscheidung fällen müßen. Mein Mann und Ich denken das es im Moment besser ist ihn aus diesen Heim zu nehmen, denn es ist mitten in der Stadt und nicht gerade im besten Viertel also das Gewaltpotenzial ist sehr hoch und wir haben das Gefühl das nichts dagegen getan wird, eher das es den Erziehern auch schon Sch...egal ist....... nur das riesengroße Problem ist das er auf die Schule in der er vorher gegangen ist nicht mehr gehen mag (mobbing). wir mußten ihn rausnehmen weill die Mitschüler so grausam zu ihn waren...... er hatte sogar suizudale Absichten....... Also würden wir ihn gerne auf ein Internat/ Kinderzentrum geben das nicht mitten in einer Reihe von Reizen rings umher ist uns wäre eines wo etwas abgelegen wäre am liebsten (eines in der Pampa) den für Kinder mit ADHS ist eine Umgebung die Reizarm ist besser also ländlich oder auf einer Alm oder so :-))

Gruß Tanja

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washilfts 15.10.2012, 21:52
@Tanja080180

tanja - ich will dir keine vorschriften machen, aber überlege dir genau, ob du ihn wieder weggeben willst. wie ich dir geschrieben habe, hatte ich auch sämtliche naturheitlmittel durch. aber das hilft alles nichts bei adhs. seit meine beiden ihre medikamente bekommen, funktioniert unser zusammenleben leichter. der 11-jährige wurde einmal gefragt, warum er dieses medikament nimmt, und er sagte ohne zu zögern "weil es mir besser damit geht". bei ihm liegt die betonung auf AD und bei dem 8-jährigen auf AD und verstärkt auf H. sie bekommen unterschiedliche mittel und ich behaupte, diese medizin ist ein segen. ich sollte die beiden nur für 3 monate zur pflege nehmen, weil sie im heim waren. nun sind wir im vierten jahr und vermutlich bleiben sie mir. ich kann dir nicht sagen, wie oft ich im ersten jahr am verzweifeln war und im jugendamt angerufen habe, daß ich es nicht mehr schaffe. dabei mache ich das schon 13 jahre als pflegemutter, aber die beiden haben mich beinahe zum wahnsinn getrieben. ich kann gut nachempfinden, wie es dir geht. aber so ein adhs-kind kann einfach nichts dafür und empfindet das weggeben als strafe und leidet. das jugendamt sagte mir, wenn ich aufgebe, kommen sie wieder ins heim und das wollte ich doch nicht.

ich würde bei dir jetzt eine große ausnahme machen und mit dir telefonieren, da ich meine nummer aber nicht öffentlich haben will, schicke mir einfach eine freundschaftsanfrage, wenn du das willst, dann antworte ich dir.

meine zwei haben sich unwahrscheinlich positiv entwickelt. ich würde dir gerne mehr erzählen, aber das sprengt hier den rahmen. lg

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Tanja080180 16.10.2012, 21:06
@washilfts

Hallo sorry habe es vergessen in meinen Text mit reinzuschreiben unser großer bekommt auch schon Medis z.Zeit bekommt er Medikinet und so kann er den Tag einigergermaßen durchstehen.

Vielleicht wäre es echt richtig wenn wir uns mal tel. unterhalten könnten..... es kommt momentan eines nach dem anderen. Aber ich möchte jetzt auch nicht alles ins Netz stellen. LG :-))

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Guten Abend,

das ist mit Sicherheit eine sehr schwierige Entscheidung. Ein enger Verwander (18) hat ebenfalls ADHS. Es stand für seine Eltern nicht zur Debatte, ihn weg zu schicken. Er kann ja nichts für seine Krankheit. Und gerade solche Kinder, brauchen ihre Familie ganz besonders.

Nun war es aber so schlimm, dass sie sich etwas einfallen lassen mussten. Er ging 2x wöchentlich zur Verhaltenstherapie. Bis ein geeigneter gefunden wurde, ist ein ganzes Jahr vergangen. Aber nach und nach hatte man gewisse Veränderungen gespürt. Irgendwann hatte er angefangen Retalin (?) zu nehmen, ab da an hatten seine Eltern so gut wie keine Probleme mehr. Aber das wollte er nach einer gewissen Zeit nicht mehr, da haben sie es wieder gelassen. Es hatte zwar viel Zeit und Kraft gekostet, aber sie haben es in den Griff bekommen und heute (18) steckt er mitten in seiner Ausbildung und ist ein echt anständiger Kerl geworden, der super mit seinen Eltern auskommt.

Klar ist es anstrengend, aber gleich weggeben?

Ps: Er hatte noch zwei weitere Geschwister (jünger und älter). Also mussten sich die Eltern nicht nur um ihn kümmern.

Tanja080180 15.10.2012, 21:17

Hallo vielen Dank für Deine Nachricht. Unseren Sohn war ein frühchen in der 33 SSW und mit 5 Jahren wurde festgestellt das er ADHS hat. Wir wollten die Diagnose nicht einfach so hinnehmen.... natürlich bin ich Jahre lang (5 Jahre) zur Ergotherapie gegangen. Zappeling Bachblüten, Schüßler, globuli haben wir alles durch ..... natürlich habe ich mich auch immer mit behandeln lassen. Z.zt ist er in einen Kinderzentrum das uns vom Jugendamt empfohlen wurde und wir sind seit unseren Sohn seinen 4 LJ in KJP regelmäßig in Behandlung die Ärztin kennt ihn seither und er wurde auch nicht leichtfertig ausgetestet.... sonder über einen längeren Zeitraum teilstationär aufgenommen in eine Art "KIGA". Jetzt ist eben der Fall das es sich im "Heim" wie es im Volksmund ja so schön heißt, keine Erfolge eingestellt haben und wir (heute hatten wir Elterngespräch) bis Anfang / Mitte Dezember eine Entscheidung fällen müßen. Mein Mann und Ich denken das es im Moment besser ist ihn aus diesen Heim zu nehmen, denn es ist mitten in der Stadt und nicht gerade im besten Viertel also das Gewaltpotenzial ist sehr hoch und wir haben das Gefühl das nichts dagegen getan wird, eher das es den Erziehern auch schon Sch...egal ist....... nur das riesengroße Problem ist das er auf die Schule in der er vorher gegangen ist nicht mehr gehen mag (mobbing). wir mußten ihn rausnehmen weill die Mitschüler so grausam zu ihn waren...... er hatte sogar suizudale Absichten....... Also würden wir ihn gerne auf ein Internat/ Kinderzentrum geben das nicht mitten in einer Reihe von Reizen rings umher ist uns wäre eines wo etwas abgelegen wäre am liebsten (eines in der Pampa) den für Kinder mit ADHS ist eine Umgebung die Reizarm ist besser also ländlich oder auf einer Alm oder so :-))

Gruß Tanja

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Guten Abend Tanja080180,dass was Dein Sohn jetzt unbedingt braucht,ist seine Familie, die ihm Halt und Sicherheit gibt!!Dass was ADHS-Kinder brauchen,unbedingt,sind Sicherheiten und immer und immer wieder Bestätigung,auch wenn es nur Kleiningkeiten sind die sie versuchen gut hinzukriegen.Versuche einen Psychotherapeuten zu finden, der Deinen Sohn betreut,aber unbedingt auch EUCH als Familie!!Ich habe es auch nicht ohne geschafft!Bei meinem Sohn wurde ADHS mit 6Jahren festgestellt,und wir haben es NUR mit Ritalin UND einem Psychologen geschafft.Habt Ihr denn einen guten Kinder,- und Jugendpsychiater der auf ADHS spezialisiert ist?Schade dass Ihe nicht in derNähe von Berlin wohnt,mein Sohn ist jetzt 20 und geht 14Jahren zu seiner Ärztin,wir sind sehr froh,dass wir sie haben.wenn ihr weitere Fragen habt,schreibt mir! Lieben Gruß aus Berlin Perfetto(Marina)

Tanja080180 15.10.2012, 21:18

Hallo vielen Dank für Deine Nachricht. Unseren Sohn war ein frühchen in der 33 SSW und mit 5 Jahren wurde festgestellt das er ADHS hat. Wir wollten die Diagnose nicht einfach so hinnehmen.... natürlich bin ich Jahre lang (5 Jahre) zur Ergotherapie gegangen. Zappeling Bachblüten, Schüßler, globuli haben wir alles durch ..... natürlich habe ich mich auch immer mit behandeln lassen. Z.zt ist er in einen Kinderzentrum das uns vom Jugendamt empfohlen wurde und wir sind seit unseren Sohn seinen 4 LJ in KJP regelmäßig in Behandlung die Ärztin kennt ihn seither und er wurde auch nicht leichtfertig ausgetestet.... sonder über einen längeren Zeitraum teilstationär aufgenommen in eine Art "KIGA". Jetzt ist eben der Fall das es sich im "Heim" wie es im Volksmund ja so schön heißt, keine Erfolge eingestellt haben und wir (heute hatten wir Elterngespräch) bis Anfang / Mitte Dezember eine Entscheidung fällen müßen. Mein Mann und Ich denken das es im Moment besser ist ihn aus diesen Heim zu nehmen, denn es ist mitten in der Stadt und nicht gerade im besten Viertel also das Gewaltpotenzial ist sehr hoch und wir haben das Gefühl das nichts dagegen getan wird, eher das es den Erziehern auch schon Sch...egal ist....... nur das riesengroße Problem ist das er auf die Schule in der er vorher gegangen ist nicht mehr gehen mag (mobbing). wir mußten ihn rausnehmen weill die Mitschüler so grausam zu ihn waren...... er hatte sogar suizudale Absichten....... Also würden wir ihn gerne auf ein Internat/ Kinderzentrum geben das nicht mitten in einer Reihe von Reizen rings umher ist uns wäre eines wo etwas abgelegen wäre am liebsten (eines in der Pampa) den für Kinder mit ADHS ist eine Umgebung die Reizarm ist besser also ländlich oder auf einer Alm oder so :-))

Gruß Tanja

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Ich war auf einem Internat und nur so konnte ich mein recht gutes Abi und dann Studium machen - jede normale Schule hat mich rausgeworfen (6 an der Zahl). Allerdings war das zu einer Zeit als es den Begriff ADHS noch nicht gab, geschweige denn eine vernünftigen Behandlungen und auch Ritalin zwar Rezeptfrei aber bei "Minimaler Cerebraler Dysfunktion" bzw. Neuropathie nicht Standard war. (Ich bin ein bisschen neidisch auf die Kinder die heute Ritalin bekommen - hätte mir sicher viel erspart ;) )

Aber Achtung, wählt das Internat mit Bedacht aus und lasst ihn mitentscheiden. Er muss sich wohl fühlen und letztlich muss es von dem Kind ausgehen - gegen seinen Willen läuft absolut nichts. Und erspart ihm zu viele Wechsel, du weisst, er ist als ADHS-Kind besonders verletzlich.

Zur Frage: Ich kenne in der Gegend Neubeuern. Und in München gibt es eine Internatsberatung - google mal Kindscher.

Tanja080180 15.10.2012, 21:14

Hallo Danke für die Antwort

Werde ich auf jeden Fall mal Nachgooglen

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Tanja080180 15.10.2012, 21:19
@Tanja080180

Hallo vielen Dank für Deine Nachricht. Unseren Sohn war ein frühchen in der 33 SSW und mit 5 Jahren wurde festgestellt das er ADHS hat. Wir wollten die Diagnose nicht einfach so hinnehmen.... natürlich bin ich Jahre lang (5 Jahre) zur Ergotherapie gegangen. Zappeling Bachblüten, Schüßler, globuli haben wir alles durch ..... natürlich habe ich mich auch immer mit behandeln lassen. Z.zt ist er in einen Kinderzentrum das uns vom Jugendamt empfohlen wurde und wir sind seit unseren Sohn seinen 4 LJ in KJP regelmäßig in Behandlung die Ärztin kennt ihn seither und er wurde auch nicht leichtfertig ausgetestet.... sonder über einen längeren Zeitraum teilstationär aufgenommen in eine Art "KIGA". Jetzt ist eben der Fall das es sich im "Heim" wie es im Volksmund ja so schön heißt, keine Erfolge eingestellt haben und wir (heute hatten wir Elterngespräch) bis Anfang / Mitte Dezember eine Entscheidung fällen müßen. Mein Mann und Ich denken das es im Moment besser ist ihn aus diesen Heim zu nehmen, denn es ist mitten in der Stadt und nicht gerade im besten Viertel also das Gewaltpotenzial ist sehr hoch und wir haben das Gefühl das nichts dagegen getan wird, eher das es den Erziehern auch schon Sch...egal ist....... nur das riesengroße Problem ist das er auf die Schule in der er vorher gegangen ist nicht mehr gehen mag (mobbing). wir mußten ihn rausnehmen weill die Mitschüler so grausam zu ihn waren...... er hatte sogar suizudale Absichten....... Also würden wir ihn gerne auf ein Internat/ Kinderzentrum geben das nicht mitten in einer Reihe von Reizen rings umher ist uns wäre eines wo etwas abgelegen wäre am liebsten (eines in der Pampa) den für Kinder mit ADHS ist eine Umgebung die Reizarm ist besser also ländlich oder auf einer Alm oder so :-))

Gruß Tanja

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martinpalatina 17.10.2012, 08:54
@Tanja080180

Das klingt nach schlechter Einrichtung :(

Immer die gleiche Erfahrung: Die ADHS-Kinder leiden nicht an schlechten Noten wie die Idioten vom Stammtisch immer reden sondern an sozialen Problemen.

Ich hab den Eindruk ihr macht euch die richtigen Gedanken!

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