Mein Pferd will nicht ins Gelände

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Gerte ist in der Tat keine Lösung. Damit machst Dich in den Augen des Pferdes nur zum verständnislosen Deppen, aber keinesfalls zu einem so unglaublich tollen Wesen, dass man sich dem bedingungslos anschließen möchte.

Ich habe nach einem Umzug unserer beiden Pferde auch versäumt, sie rechtzeitig wieder alleine in Arbeit zu nehmen, weil wir eben immer zu zweit in den Stall gehen und dann reitet man auch gemeinsam. Für keinen der beiden Wallache war es ein Poblem, mit einem anderen Pferd aus der Herde zu gehen, aber alleine sind sie beide nicht gegangen. Gerte ist keine Lösung, ganz gewiss nicht, auch nicht am Zügel ziehen (das empfohlene "ganz kurz Nehmen" ist nichts anderes) oder übermäßig Druck zu machen. Geduld und Einfühlungsvermögen sind hier gefragt:

  1. Geht das Pferd mit Dir an der Hand besser mit? Dann gehe immer wieder an der Hand raus und reite nicht weiter als das Pferd an der Hand schon richtig, richtig cool geht. Geh an der Hand raus und wieder heim, dann musst Du unterwegs nicht nach einer Aufsteighilfe (Baumstämme, Baumstümpfe, große Steine, Bänke ...) suchen, zumal ein unruhiges Pferd da nicht gut stehen wird. Nächstes Mal reitest Du dann die Hälfte der Strecke, die zu Fuß schon richtig, richtig gut geht. Richtig gut gehen heißt, das Pferd langweilt es schon fast, immer dieselbe Strecke gehen zu müssen. Aber so eine Strecke brauchst als Trainingsstrecke.

  2. Lerne einzuschätzen, wann Dein Pferd zur Umkehr bläst - und dreh Du kurz vorher um. Daraus lernt Dein Pferd "He, mein Mensch ist gut zu mir, kümmert sich um mich, bringt mich wieder heim". Versäumst Du den Moment, passiert ein "Ich hab meinen Menschen wieder in die sichere Heimat gebracht". Du musst das Pferd heim bringen, es (aus der Sicht des Pferdes) "in Sicherheit bringen", damit Du Deine Führungsqualitäten beweist. Ein bisschen Routine braucht das, aber dann merkt man es an der Atmung des Pferdes, an seinem Ohrenspiel etc., wann es Zeit ist, umzukehren.

Ich habe das nun, nach 2,5 Jahren, wo grade mal 200 m duch's Dorf ok war für die Pferde, in Angriff genommen und inzwischen (nach etwa 5 mal üben) gehen wieder ca. 5 km, wobei der Rückweg von Schwitzen, "heim Telefonieren" (das Geplärre kann man kaum mit anhören) und ständiger Frage nach mehr Tempo noch gepägt ist, aber schon beim zweiten Mal Reiten gibt es entspannte Schrittphasen am hingegebenen Zügel und Interesse für Landschaft und Dorf, ohne dass ständig an "Ich will heim!" gedacht wird. Noch dreimal und ich kann mit jedem der beiden beliebig große Touren mit beliebige Wegewahl gehen. Aber, was für mich erstmal Gebot ist, für das die Pferde sogar gelobt werden: Ich bestimme die Gangart! Hört sich komisch an, wenn jemand 33 Jahre reitet, aber wenn sie sich aufregen, wollen sie auch mir mal unterm Hintern antraben. Doch sind sie so aufmerksam auf mich, dass ich sie mit dem Sitz im Schritt behalten kann und das lobe ich als würde mir mein Pferd Einerwechsel anbieten oder sowas. Wichtigstes ist wirklich, genau auf's Pferd zu achten, ihm immer anzubieten "WENN Du Dich wohlfühlst, gehen wir noch ein Stückchen", und dann aber auch zu sagen "BEVOR Dir unwohl wird, drehen wir um."

Wie beschreibt das der Geitner noch schnell? "Für Pferde sind wir Menschen hirnlose, blinde Zweibeiner, die sich Hals über Kopf in jede Gefahr stürzen, die es nur gibt - und wir müssen ihnen beweisen, dass dem nicht so ist"

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@Aristella

Stimmt, ich erinnere mich.

Ich bin trotzdem mit Nummer 2 unserer Pferde, dem "kleinen" heute wieder einen Schritt zu weit geritten und musste umdrehen, weil Holzarbeiten ihm bei der ganzen alleine-Belastung zu weit gingen. Aber am Heimweg durfte ich noch eine Schlinge mehr reiten und hab somit wieder selbst bestimmt. Dafür ging der Große unerwarteterweise ganz entspannt mit, der sich normalerweise weitaus mehr aufregt.

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Versuche dein Pferd entlang zu führen dann drehe um setzte dich drauf und reite das stück und am Ende ein Leckerli. Ist sowas ähnliches wie mit hundetraining nur für Pferde

Dankeschön, dass probiere ich morgen gleich aus!!! Aber soll ich das Leckerlie geben wenn ich draufsitze oder wieder am Hof?

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@XYZSternchenXYZ

Das würde ich nicht machen, denn das beginnt dann schon mit einem "wir waren doch schon, warum muss ich denn jetzt nochmal los?" Wenn ich eine schwierige Situation lösen möchte, dann bringt es mir nichts, die erstmal noch schwieriger zu machen.

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Wenn es sich umdreht, geht er denn in Trab oder Galopp? Schlägt er aus? Wenn er einfach nur im Schritt umdreht würde ich einfachste Zügel kurz nehmen und Oberkörper nach hinten lehnen. Danm antreiben, klappt bei mir jedenfalls immer :)) GLG viel glück

Wenn das Tier dann geht, dann um seine Ruhe zu bekommen, aber nicht, weil da ein toller Mensch drauf sitzt, mit dem man gern geht. Für mich lehne ich daher solche "Druck"-Lösungen ab, denn wenn's mal eng wird, möchte ich mich auf mein Pferd verlassen können und kein Pferd unter mir haben, das nur mit mir geht, weil ich sonst noch lästiger bin.

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@Baroque

Glaubst du mein Pferd und ich sind kein gutes Team, nur wenn ich ihm zeige wer bestimmt. ob es entscheidet was wir machen oder eben ich.das Pferd muss das lernen, dass ein gutes Team entsteht und dann klappt das von allein.

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