mein Pferd lässt neuen Stallgenossen auch nach 8 Monaten nicht in Ruhe...

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hoi,

über die natürliche struktur in einer pferdegruppe gibt es literatur. und zwar gute.

der BW kann nicht ausweichen. da hilft es nur, so innerhalb des platzes zu zäunen, dass sich für den BW ausweichmöglichkeiten ergeben. in der schweiz werden pferde gewöhnlich auf ziemlich engem raum gehalten. damit es nicht zu rangeleien unter unverträglichen pferden kommt, werden labyrinthpaddocks mit mehreren unterständen angelegt, auf denen sich die pferde aus dem weg gehen und ungestört fressen können. das beste beispiel, das ich kenne, ist ein etwa 220qm grosser auslauf, auf dem bis zu 6 pferde/ponies gehalten werden, die sich durchaus nicht alle miteinander vertragen. aber der BW wird da sowieso nicht glücklich werden - er ist nicht schwerfuttrig, sondern lebt unter permanentem stress, kommt nicht mehr zur ruhe und magert folglich ab.

mit ein paar stabilen pfosten, die in der erde versenkt werden und aufgesetzten querholmen in etwa 1,20m höhe, das ganze parallel angeordnet, wie ein brückengeländer ohne brücke, liesse sich preisgünstig und durchaus effizient eine veränderung herbeiführen. man könnte zum aussenzaun hin noch beidseitig eine torbarriere anbringen, so dass notfalls der paddock auch ganz geteilt werden kann. erstens werden so alle pferde wieder ein wenig zur ruhe kommen, zweitens ist es ganz praktisch, wenn man zum misten des unterstandes mal die pferde aus dem weg hat.

ausserdem heunetze aufhängen, dann wird das heu gefressen und nicht in die einstreu getreten. es gibt grosse wandheunetze, an denen auch 2 oder drei pferde gleichzeitig fressen können, oder kleinere, so dass jedes pferd seinen eigenen fressplatz hätte. und ein heunetz kostet doch nun wirklich fast nix.

nun zu deinem hengst: ein hengst ist und bleibt ein hengst. der hat keinen "brass" in dem sinne auf den anderen, sondern verhält sich einfach geschlechtsspezifisch (wer einen hengst halten möchte, sollte sich zusätzliche informationen über pferdeverhalten zulegen, denn ein hengst ist zwar auch nur ein pferd, aber eins mit viel testosteron im blut...). zum einen ist es relativ häufig, dass grosspferde von ponies nicht akzeptiert werden, aber wenn beispielsweise eine ponystute zwischen grosspferden steht, ist das pony merkwürdigerweise fast immer der boss in der gruppe... das verhalten echter grosspferde unterscheidet sich teilweise vom verhalten eines ponies ganz erheblich. er zeigt sich unterlegen, aber dein hengst findet, das ist nicht deutlich genug und weist ihn zurecht. der hengst und der kalti kennen sich schon lange. der verlust des ponies steckt beiden vermutlich lebenslang in den knochen. das schweisst zusammen. da ist für einen dritten kein platz, egal, was du für ein pferd dazustellst. als viertes pferd eine stute dazustellen, die gelegenheit hat, sich zuerst mit dem warmblüter anzufreunden, KÖNNTE das ganze entzerren, kann aber auch völlig schief gehen. und ich weiss auch nicht, wie gut du den hengst unter kontrolle hast, wenn die stute rosst. (wobei man den eisprung natürlich auch unterdrücken, oder den hengst "chemisch" kastrieren kann).

das beste wäre also entweder wirklich das BW aus der gruppe zu nehmen oder den paddock mit gattern zu "entschärfen". der dritte im bunde wird sein leben lang allenfalls missmutig geduldet werden - es sei denn, eins der ponies scheidet aus der gruppe aus, dann kanns auf einmal eine freundschaft auf pech und schwefel werden... die pfostenangelegenheit in jedem fall auf den tisch bringen (kostet auch nicht die welt, aber die pfosten müssen einbetoniert und geölt werden - bissel arbeit ist das schon) zum kompletten abteilen kann man eine einfache stangenaufnahme anbauen und beispielsweise springstangen einhängen und mit spanngummi, kunststoffgurt und sicherungssplint befestigen.

und in jedem fall sechs heunetze kaufen. die befüllst du alle 6 am abend. drei hängst du auf und die anderen drei brauchen morgens nur noch ausgetauscht zu werden. das entkräftet das argument mit dem "dreck" und den "kosten".

alles zusammen eine einmalige ausgabe, die für entspannung auf allen seiten sorgen dürfte. die entstehenden kosten kann man ja teilen.

wer pferde hält und am heu spart, verdient meiner meinung einen satz heisse ohren...

merci fürs sternchen... ein erfahrungsbericht, wenn die sache gelöst ist, wäre toll! lg

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@ponyfliege

Hallo Ponyfliege, hab lange nichts von mir hören lassen, aber nun schreib ich Dir wie es gelaufen ist. Ich habe mich durchgesetzt und zahle dafür das Heu komplett alleine, füttere auf inzwischen 6 Heunetze und 2 Wasserstellen, und siehe da es hat sich alles entspannt (ausser die Hofbesitzer) Kurze Zeit nach meiner Mail ist das Kaltblutmix eingeschläfert worden, meine Tochter hat sich vom Hofbesitzer getrennt und das Pferd wurde zum Streitpunkt....jetzt ist das BW und der Hengst alleine da und sie haben eine Zwangsgemeinschaft gegründet nachdem mein Hafihengst entsetzlich lange getrauert hat, nur in der Ecke rumstand und sich für gar nix mehr iinteressiert hat, ich war so traurig wie er. Inzwischen geht es gut, der Besitzer von dem BW hat nicht viel Ahnung von Pferden und läßt sich leider auch kaum was sagen, ich mache fast alles alleine, heu besorgen, einlagern, zahlen und jeden Tag morgens versorgen....es gibt immer mal wieder meinungsverschiedenheiten aber es hält sich im Rahmen. Die Beißzeit ist im großen und ganzen vorbei, ich hab aber das Gefühl, dass das BW den Hengst lieber mag als umgekehrt..... lg holpersteine

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Dank deiner unglücklichen Formatierung des habe ich den Text nicht gelesen. Aber die Frage will ich mal beantworten mit einem anderen Beispiel.

Ich habe selbst zwei Stuten, die beide zu uns absolut lieb sind, auch nebeneinander in Boxen stehen. Die eine ist 19 Jahre, die andere 7 Jahre. Beide können sich, auch wenn sie schon fast 1 1/2 Jahre uns gehören (die alte sogar 6 Jahre) nicht leiden. Auch stehen sie auf der Weide weit auseinander, und in der Stallgasse nebeneinander ist dann schon schwierig.

Am letzten Samstag war es z.B. so, dass meine Frau in der Box der alten Stute stand und die junge dann in der Box gegen die Wand anstieg. Das war dann die reine Eifersucht.

Da kann man leider oft gar nichts machen. Manchmal mag man sich ein Leben lang nicht. Aber zu uns sind beide die absoluten Schmusenasen.

I.d:R. wird aber eine solche Rangordnung in den ersten Wochen ausgetragen. Bei einigen Tieren ist es aber so, dass sie dass dann leider nicht lernen wollen, dass sie sich z.B: einem anderen unterordnen sollen. Aber dann wollen sie es nicht und legen es von neuem auskämpfen.

dann soll sich deine Tochter doch einen neuen Stall suchen. Was soll das große Pferd dort?

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