Mein Partner hat zu nichts Lust?

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4 Antworten

Hallo!

Es kann sein, dass er mit der neuen Situation die für ihn bislang nicht gewohnt war Probleme hat & nicht weiß, wie er damit umzugehen hat. Eine ähnliche Problematik hat einer meiner Onkels mal durchgemacht, als er (kinderlos) mit einer Frau zusammen war die eine Tochter im Teeniealter mit in die Wohnung brachte -----> das war für ihn als Junggesellen ohne Anhang eine total schwierige Lage, die auch mit an der Trennung beteiligt war.

Vielleicht fühlt er sich eingeengt und eingeschränkt, weil er mit der neuen Lage nicht klarkommt und denkt er müsse es allen recht machen -----> das könnte erklären, warum er so lethargisch geworden ist.

Ich würde nicht gleich auf der Therapieschiene reiten & ihm den Besuch eines Psychologen nahelegen sondern das Gespräch empfehlen ------> du könntest mit ihm mal behutsam drüber reden, ohne ihm jedoch sein Verhalten zur Last zu legen. Redet da mal drüber und versucht, die Situation zu analysieren. Aber das erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Alles Gute!

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Kommentar von ratlos159
20.06.2017, 17:39

Das ist ein guter Ansatz, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Ich habe es schon mal im Gespräch angedeutet, aber aus ihn ist einfach nichts rauszubekommen.

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Ist das der Sinn einer Beziehung? Dass man seinen Parnter nur abends vor dem Fernseher an seiner Seite hat?

Menschen verändern sich und bleiben nicht konstant dieselben. Wenn man das erwartet muss man sich selbst fragen welche Ansprüche man an einen Partner im Rahmen einer Beziehung stellt. Wenn die Lebensplanung derart auseinander geht muss man für sich selbst irgendwann die Entscheidung fällen, möchte ich weiterhin dieses Lebensmodell fortführen oder trenne ich mich. Es ist nie zu erwarten, dass ein Partner sich für den anderen ändert. Dazu nützt auch alles reden, betteln und schreien nichts wenn er die Notwendigkeit nicht sieht. Würde er sie sehen wären auch deine Aktionen dazu nicht von nöten. Du kannst ihn so nehmen wie er ist oder die Trennung aussprechen und einen Schlussstrich ziehen.

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Kommentar von ratlos159
20.06.2017, 10:22

Ja das stimmt, ich muss ihn so nehmen wie er ist. Nur weil ich für Kompromisse bereit bin muss er es ja nicht sein. Es ist nur schade ich dachte ich kann nach zwei siebenjährigen gescheiterten Beziehungen endlich mal glücklich sein. Die Ernüchterung tut echt weh.
Eine Trennung kommt für mich nicht infrage. Nicht schon wieder.
Das schlimmste ist jeden Tag für die Kinder so zu tun als wäre alles in Ordnung und zu lächeln, obwohl mir eigentlich zum heulen ist.

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Also ich denke er macht eine innere Krise durch. Muss kein äußeres Problem sein, vielleicht eine existenzielle Krise, dass er festgestellt hat, dass sein Weltbild nicht mehr funktioniert und er ein total neues braucht. Da ist es ziemlich normal, dass einem ziemlich viel egal wird, weil er in anderen Größenordnungen denkt. Selbst ob der Partner mit einem Schluss macht tritt manchmal zurück, wenn man sich fragt, ob das eigene Leben eigentlich einen Sinn hat oder ob alle um einen herum eigentlich nur versuchen ihr inneres Selbst zu überdecken oder ihm was vorspielen. Hinterfragephase. Du kannst davon ausgehen, dass du 90% von dem, was gerade in seinem Kopf vorgeht, einfach nicht verstehen oder falsch aufnehmen würdest. Es ist kein Wunder, dass er so wortkarg und anscheinend gleichgültig ist, besonders aktiven Menschen will man da nicht ins Gehege kommen, da die schnell interpretieren und in vielen Fällen nicht wirklich wertfrei aufnehmen können. Wenn du dir das bewusst machst, hast du vielleicht nicht mehr so oft das Bedürfnis, ihn zu etwas zu animieren.

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Kommentar von ratlos159
20.06.2017, 12:54

Das mag natürlich auch sein. Es ist nur nicht fair wenn der eine sich benimmt wie die Axt im Walde und der andere immer Verständnis haben muss. Umgekehrt wäre das völlig undenkbar. Aber: Alles für den Prinzen :)

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Kommentar von Psychoinformat
20.06.2017, 13:03

Das Verständnis ist in deinem Interesse, es ist nicht deine Pflicht. Du kannst auch aufhören, es ihm entgegenzubringen, vielleicht wird er immer noch gleichgültig reagieren, vielleicht depressiv werden, keine Ahnung. Die Möglichkeit besteht aber, dass er nach dieser Phase ein deutlich wertvollerer Mensch als vorher ist, es hängt nur unter anderem von der Kooperation seines Umfelds ab, wie lang sie dauert.

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Kommentar von ratlos159
20.06.2017, 13:22

Ja wahrscheinlich sollte ich aufhören mir den Menschen zurückzuwünschen mit dem ich so lange befreundet war und in dessen liebenswerte Art ich mich am Ende verliebt habe. Und abwarten..

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Kommentar von Psychoinformat
20.06.2017, 19:30

Das könnte ganz sinnvoll sein, auch wenn es traurig klingt, wie du das formulierst.

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Solche Emotionsschwalls kann die Seite nicht aufnehmen . . keiner weiß Details . . Es kann sein, dass er sich von der Beziehung eingeengt fühlt. Das kann stark depressiv machen . . Ich kenne das zumindest so.

Meine Partnerin und ich waren total unterschiedlich, aber wir wollten es nicht wahr haben. Dann als es nach 5 Jahren immer näher ans zusammenleben ran gekommen ist wurden wir immer agressiver und depressiver. Wir wollten es einfach nicht.

Wenn ihr nicht miteinander reden könnt ist es schon lange . .lange vorbei.

Das Fundament einer Beziehung ist Kommunikation . . ich meine, das ist kein Luxus . . nur die grundsätzliche Basis. Wenn das nicht funktioniert, dann versucht ihr da einen toten Hund immer wieder wieder zu beleben.

Ich kann mir vorstellen, dass er dich "braucht" und du gerne die Übermama spielst, aber das ist auch schon alles.

. . aber wie gesagt. Das ist keine Therapie webseite. Zu jedem Beziehungsproblem gehören zwei Ansichten.


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Kommentar von HIILLFFEEEEEE
20.06.2017, 04:19

Um noch einen Punkt einzubringen.

DEpression (die er zu haben scheint) ist eine AGression die nach innen gerichtet ist weil sie als Agression zu viel anrichten könnte. Also etwas macht ihm enorm zu schaffen aber er kann es mit dir nicht besprechen und muss es nach innen richten. Vielleicht weil du unangenehm heftig darauf reagierst . . zu emotional bist . . zu sehr geliebt werden willst . . ich weiß es nicht. Denk darüber nach.

Bist du jemand der sich immer als "harmonisch" bezeichnet? Das kann ein starkes Warnisgnal sein.

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Kommentar von ratlos159
20.06.2017, 04:20

Autsch, das hat gesessen. Vor allem "Übermama" hat gerade einen Schalter bei mir umgelegt.

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Kommentar von ratlos159
20.06.2017, 04:32

Ja, ich würde mich als harmonisch bezeichnen. Er ist genau das Gegenteil und zwar ein Egoist ohne Rücksicht auf Verluste. Und das beziehe ich jetzt nicht nur auf unsere Beziehung sondern auch auf Familie und Freunde. Das komische ist dass er trotz allem sehr beliebt ist und ihn alle total gern haben.

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Kommentar von ratlos159
20.06.2017, 14:08

Also wir sind seit Jahren befreundet irgendwann habe ich mich in seine liebe Art verliebt. Er wollte nichts mehr als uns bei sich haben. Das habe ich noch rausgezögert bis ich mir "sicher" war dass das mit uns funktioniert. Ich muss ja auch an die Kinder denken. Nun sind wir da und plötzlich ist er ein anderer Mensch. Ist es da so verwunderlich dass ich verletzt bin und nach Rat frage?

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