Mein Papa ist heute gestorben, ich muss darüber einfach reden, hört mir jemand zu?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

es ist gut das du darüber sprichst auch wenn du keine trauer im klassischen sinne empfindest so empfindest du doch etwas und dein verstand versucht es zu fassen zu begreifen. irgendwann wird dir der gedanke an deinen vater nicht mehr so erschreckend vorkommen. irgendwann denkst du mehr an deine trauernde mutter oder an das gefühl das du hattest als die Freundin deines bruders dich an die Hand genommen hat. der grund warum du dir diese frage stellst ist dein hirn braucht eine plausible antwort und die erhält es nicht weil er halt noch geatmet hat also sagt sich dein Unterbewusstsein er war vllt noch nicht tot.

wenn es dir hilft der medizinische Hintergrund ist der die leute von der intensiv dürfen die geräte erst nach zuspruch der angehörigen ausstellen wenn das zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschehen ist lief die Beatmung noch weiter aber ein eigender reiz vom Gehirn war nicht mehr messbar.

 

ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen oder du weißt zumindest das dir jemand zuhört

Danke, deine Worte helfen mir. Es wird wohl wirklich so sein, wie du sagst, mein Unterbewusstsein sah ihn atmen, und ich konnte das nicht verarbeiten. Ich bin mir sicher, bald werden die schönen Dinge überwiegen. Vielen Dank fürs Zuhören!

1

Es war die Maschine die seinen Brustkorb zum beben brachte, eine reine mechanische Reaktion. Es sind oft solch "makabre" Dinge die uns im Gedächtnis bleiben. Versuche dich jetzt auf dich und deine Familie zu konzentrieren, das ist oft das Einzige was hilft. Ich will nichts schönreden, du wirst diesen Anblick nicht so schnell oder vielleicht sogar nie vergessen, aber du wirst lernen damit umzugehen. Denke immer daran dass er erlöst ist, und dass ihr als Familie zusammenhalten müsst. Alles Gute! 

Ihre Geschichte, die ich gerade las, die Sie da erzählten, klingt sehr traurig und hat mich selbst sehr betroffen gemacht.

ich kann mir gut vorstellen, dass das ganze, auch wenn Sie Ihren Vater nicht so nahe standen - bedrückend auf Sie gewirkt haben muss, ebenfalls das mit dem Beatmungsschlauch..

Besuche auf Intensivstationen finden meist sowieso unter gedrückter Atmosphäre statt - und dann so etwas noch erleben zu müssen, zusätzlich. Der Tod ist außerdem niemals schön, auch nicht zum Anschauen...

...Reden Sie darüber. Sprechen Sie sich aus über Ihre Empfindungen. Sprechen Sie immer wieder darüber. Mit Ihnen näherstehenden Personen oder Fremden, bsw. in der Telefonseelsorge.

Lassen Sie Ihre Gefühle heraus, begraben Sie sie nicht in Ihren Innern. Und vor allem: sprechen Sie viel darüber. Das wird Ihnen helfen, mit der Zeit diese schwierige Sache nach und nach zu verarbeiten.

Vielleicht erkennen Sie ebenso eines Tages, dass Ihr Vater eigentlich auch nur "Opfer" seines eigenen Lebens war und hegen keinen Groll mehr gegen ihn. Vielleicht begreifen Sie, dass er selbst irgendwie gar nicht anders konnte, als sein Leben so zu leben, wie er es eben tat. Auch wenn er Ihnen damit teilweise sehr weh getan hat.

Sollten Sie das irgendwann begreifen, wird auch Ihre Wut und Ihr Schmerz vergehen, und Sie werden einen Ruhepunkt erreichen, und die qüälenden Gedanken werden fort sein.

ich wünsche es Ihnen von Herzen, dazu ganz viel Kraft und alles, alles Gute!

Kann dich voll und ganz verstehen. Bei mir war es ähnlich in meiner Kindheit, Prügel, Schreien Stubenarrest usw. Ich hätte es nicht ertragen ihn noch zu sehen als er gestorben war. Trotzdem gehen mir noch Kindheitserinnerungen durch den Kopf die wirklich grausam waren. Diese von dir geschilderten Ereignisse werden bei dir haften bleiben. Da hilft bestimmt auch kein Therapeut. Ich drücke dir alle Daumen das du eines Tages nicht mehr so oft an deinen Erzeuger denken musst. "Kopf hoch Lebbe geht weiter".

such dir bitte über die telefonseelsorge jemanden zur trauerbewältigung - und vor allem zur traumaverarbeitung.

die nummer ist 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222

bei der telefonseelsorge hören sie dir erstens zu und zweitens können sie dir tipps geben, an wen du dich genau wenden kannst.

ich denke, die situation des toten vaters, der noch beatmet wird, wirst du nicht so leicht bewältigen können. solche bilder können einen manchmal jahrelang quälen, wenn man keine möglichkeit und strategie kennen lernt, damit umzugehen. und gerade das ist wichtig, um mit allem abzuschliessen und ein unbelastetes leben zu führen.

mein herzliches beileid - und deiner familie und dir alles gute.

Die Zeit ist Dein Verbündeter. 

Ich hoffe, dass du schnell drüber weg kommst. 

Diesen Anblick wirst Du nicht vergessen, der bleibt.

Aber es ist vorbei, und Du hast Zeiten hinter Dir - die nicht so schön sind.

Nimm Dir paar Minuten und gehe in Dich.

Es ist vorbei - und Du hast damit in Deinem Leben abgeschlossen.

Ich glaube alle die deinen Text lesen, wünschen dir in diesem Moment viel Kraft, nur nicht jeder weiß auf so eine Situation zu reagieren. Ich auch nicht, ehrlich gesagt.. Jedoch möchte ich dir auf diesem Wege mein herzliches Beileid aussprechen.

Lieb, ich höre.

Genau solch Papa hatte ich auch: schreien, schlagen, den Hund quälen...

Feiges Asshole das...

Nun, meinem Erzeuger verdanke ich auch etliche Macken und er verreckte noch dazu friedlich im Schlaf, was ich ihm bis heute nicht gönne...

Pietät liegt im Auge des Betrachters: Suit sweet

Die Frage lautet ganz gestellt wahrscheinlich: Warum lebt das Asshole trotz seiner Untaten noch immer?!...

Was möchtest Du wissen?