Mein Nachbar und Kollege ist ein schwerer Quartalssäufer. Kennt Ihr ähnliches?

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8 Antworten

hallo chrisspatz,

leider ist die alkoholsucht einer der schwierigisten suchtkrankheiten, denn alkohol ist überall und auch schon mit wenig geld zu kaufen und die rückfallquote deswegen nicht minder gering.

außerdem muss der suchtpatient selbst hilfe wollen - und da liegt das übel versteckt.

zwar bist du als freund und nachbar involviert, kannst aber weder die verantwortung für seine krankheit noch sein leben übernehmen.

er muss selbst diesen teufelskreis durchbrechen wollen und den ersten schritt (hilfe wollen) machen.

da er hier aber komplett abgeglitten ist, kannst du ihm entweder mit völligem alleinlassen helfen (am boden angekommen, wird selbst ihm klar, dass er keine hilfe, keine freunde mehr hat und zu sich kommen und etwas verändern wollen).

das tatenlos zusehen fällt sehr schwer. es gibt auch noch einen andere weg, aber der funktioniert nur, wenn er tatsächlich noch nüchterne momente hat und geistig voll da ist (als quartalstrinker):

- hat er noch eine bezugsperson, familie, (ex)frau, kinder? wenn ja, versuche sie zu informieren und sie dazu zu bewegen, mit seinem (haus)arzt zu reden und seinem wiedergekehrten alkoholproblem zu melden.

- falls keine familie in greifbarer nähe ist, ihn in der "arbeitswoche" (wenn er am nüchternsten erscheint) in ruhe mit ihm reden, und ihm hilfe anbieten. dabei keinen kontrollzwang ausüben, keine drohungen aussprechen. wenn du dich nicht bereit dafür fühlst (denn diese gradwanderung ist schwer, wenn man sich sorgen macht), dann hole dir hilfe in form des hausarztes, entzugseinrichtungen oder einer person, die mit alkoholkranken erfahrung hat (schau, ob in deiner nähe ein verein oder eine selbsthilfegruppe für alkoholkranke gibt).

wenn dein freund aber kein quartalstrinker mehr ist, sondern ständig seinen pegel auffüllt (sie können trotz sehr hohem pegel sehr nüchtern erscheinen), dann ist mit reden und verhandeln bzw. alleinelassen nichts mehr zu erreichen. auch hier solltest du dich an deinen hausarzt oder einer entzugseinrichtung in deiner nähe wenden. dort hilft man dir sicherlich.

ich wünsche deinem freund hoffentlich bald ein alkoholfreies leben und dass er es bald wieder zu schätzen weiß, dass er einen guten freund an seiner seite hat.

lg, porre

sucht ist sucht. gerade menschen, die keinen dauerpegel brauchen, tun sich oft schwer damit, sich sucht zu stellen, denn "es geht ja ohne".

es dauert bis zu ner woche, ehe der alkohol eines durchschnittlichen trinkers den körper ganz verlassen hat. und das ist nur die körperliche seite, es gibt auch ein "nasses denken". das vergeht nur, wenn der betroffene aktiv dagegen angehen will

familie oder freunde ist genauso machtlos wie der fragesteller, wenn der süchtige nicht will. ich sag es mal ganz deutrlich, ein süchjtiger wird eher in kauf nehmen, dass partner und kinder ihn für immer verlassen und er nie wieder von ihnen hört als sich seinem problem z stellen, wenn er selbst noch nciht so weit ist.

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Ja, ich kenne solche Fälle. Und es ist von außen sehr schlimm, das mit anzusehen.

Das Problem in deinem Fall ist, dass sich der Mann schon aufgegeben hat, wenn es ihm egal ist, ob er noch älter wird. Die Einsicht, dass er sich dringend helfen lassen sollte, fehlt ihm. Und das ist der Hauptknackpunkt bei Alkoholikern.

Man kann Betroffenen leider nur helfen, wenn sie sich helfen lassen wollen.

Hallo Nashota, zumal er ja bereits einmal vor ein paar Jahren "weg" im Entzug war. Jedoch brüstete er sich immer mal darüber auf, welche Idioten er ertragen mußte. Vor allem der Psychater und die Dame die die Sitzungen leitete hatten ja überhaupt keine Ahnung und wollten ihn ja nur kaputt machen. Öfter sprach er auch ganz stolz darüber, wie er die behandelnden Personen über ihre Pflichten, z.B. Datenschutz belehrte. Auch drohte er wohl merhfach mit dem Einbezug seines Rechtsanwaltes und und und. Daher brach er dann damals ab.

Ich vermute sie taten genau das was ich Ostersamstag tat. Ihm die Wahrheit einmal vor Augen führen. Wie er sich selbst zerstört und vernichtet.

Ich habe es seit längerem nun immer wieder beobachtet. Er möchte Mitleid erregen indem er in einem depressivem Selbstmitleid versinkt. Es traten, und tun es, in seiner Trunkenheit immer wieder diese Phasen der Tottraurigkeit ( für was auch immer ) auf.

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@chrisspatz

Hallo chrisspatz.

Das Problem an Entzügen ist, dass die Rückfallquote leider sehr hoch ist. Viele Alkoholiker haben schon mehrere Anläufe, trocken zu werden oder werden zu wollen, hinter sich. Eine Zeitlang geht es ihnen danach auch gut. Aber schon der geringste Anlass kann reichen, um wieder rückfällig zu werden.

Was "die Idioten" angeht, mag das vielleicht etwas komisch rüberkommen, wenn man es hört. Aber ich habe es selbst bei Besuchen oder den Angehörigengesprächen erlebt, dass es wirklich Betroffene gab, die so keinerlei Einsicht in ihre Sucht hatten und damit auch den Klinikalltag negativ beeinflusst haben.

Und nicht jeder Therapeut ist auch gut. Auch das muss man anerkennen. Viele geben sich wirklich große Mühe zu helfen und da zu sein, keine Frage. Aber es gibt auch in dieser Berufssparte Therapeuten, die nur etwas hören wollen, was ihrer Vorstellung entspricht.

Ich bin selbst mal in einem Angehörigengespräch lauter geworden, weil es mir auf den Zünder ging, dass nur in eine Richtung gedrückt wurde, die dem Therapeuten genehm war. Es ist aber nicht jeder Suchtkranke gleich. Jeder hat seine eigene Geschichte. Und das müssen auch Therapeuten annehmen (können).

Wie es nun bei deinem Nachbarn lief, kann von außen keiner beurteilen. Du kannst dir aber trotzdem rein vom Auftreten deines Nachbarn ein Bild machen. Und das scheint wohl doch sehr anstrengend zu sein?

Die Wahrheit sagen ist so ein Ding. Wer die Wahrheit nicht hören und wahrhaben will, und dazu braucht es nicht mal eine Suchterkrankung, dem kann man sagen, was man will. So jemand wird immer der Meinung sein, dass man ihm und sich nur was einredet. Deshalb geht "Hilfe geben" nur, wenn eigene Einsichten beim Betroffenen vorhanden sind.

Selbstmitleid kommt auf, wenn man weiß, dass man sich im Kreis dreht und trotzdem (noch) nicht bereit ist, einen neuen Weg zu gehen. Es ist oft ein langer Weg zu bestimmten Erkenntnissen, der eben auch Mut zur Wahrheit erfordert. Ich denke, auch als nicht Suchtkranker kennt man diese Gedanken und Gefühle.

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Hallo Chris!

Für Angehörige und Freunde von Alkoholikern gibt es die Selbsthilfegemeinschaft Al-Anon. Schau einfach mal auf die Webseite, wo es bei dir in der Nähe eine Gruppe gibt und geh dort einfach hin.

Oft finden Meetings der 'Anonymen Alkoholiker' zur gleichen Zeit in einem anderen Raum im selben Haus statt. Dort kannst du mal fragen, ob sie dir Literatur empfehlen können, die Menschen wie deinen Nachbarn anspricht.

Wenn du als Nicht-Alkoholikerin mit deinem Nachbarn sprichst, erreichst du ihn nicht, weil du keine Ahnung von der Krankheit und dem Denken eines Alkoholikers hast. Die Flyer und Broschüren von A.A. sprechen Alkoholiker an, weil sie sich in ihrem Denken verstanden fühlen.

Hallo IIIe1811, auch Dir danke für den Tip. Jedoch muß ich offen gestehen das mir die Sache allmählich Oberkante Unterlippe steht. Ich denke nicht das ich zukünftig nochmals in irgend einer Form tätig werden kann.

Ich selbst bin 37j. Ich war 12 Jahre Soldat, daher oft von zu Hause weg. In der Zeit habe ich Dinge erlebt und gesehen.........das möchte ich mir einfach nicht mehr antun. Schließlich hat er mich des Hauses verwiesen nachdem ich für ihn wohl etwas zu deutlich wurde. Bisher Funkstille, keine Nachricht, kein Anruf von ihm. Das bedeutet für mich ein klares "lass mich in Ruhe"

Von einem Bekannten erfur ich die Tage das er bereits zweimal mit ihm zusammen einkaufen war, und über mich und den Zwischenfall vom Ostersamstag, kein Wort verlor. Er verhält sich weiter ohne sich etwas anmerken zu lassen. Der Bekannte der ihn mit zum Einkaufen nahm wusste jedoch nichts von der Sache, bis ich ihn aufklärte.

Also bin ich ihm doch Scheißegal !!

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@chrisspatz

Hallo Chris!

Dein letzter Satz zeigt 'unser' (das der Angehörigen und Freunde) Unverständnis für diese teuflische Krankheit.

Der Alkohol übernimmt völlig das Denken des Menschen, der von ihm besessen ist.

Da er sowohl dein Nachbar als auch dein Kollege ist, wird es kaum möglich sein, dass du den inneren Abstand hältst, der notwendig ist, damit dich sein Verhalten nicht noch weuter runterzieht.

Umziehen und neuen Job suchen: Dann ist er weg aus deinem Umfeld. Aber: Es gibt so viele alkoholkranke Menschen, dass du im neuen Umfeld garantiert auch wieder einen Alkoholiker hast.

Durch Gespräche mit 'nüchternen Alkoholikern' (Alkoholiker, die heute keinen Alkohol mehr trinken und ihre Probleme aufarbeiten) und durch die Teilnahme an Al-Anon Meetings weiß ich heute, wie ich mich vor den Auswirkungen der Alkoholkrankheit auf mich schützen kann.

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@Ille1811

Hallo IIIe1811,

mein letzter Satz sollte keine " Trotzbemerkung " darstellen. Damit meinte ich ja lediglich die Tatsache, in wie weit ihn mittlerweile eine sagen wir mal Besessenheit durchfährt. Und das ist meine erschreckende Erkenntnis derzeit. Verständnis habe ich für jeden der Probleme jeglicher Art hat. Auch bei ihm hatte ich die letzen Jahre immer ein offenes Ohr, suchte das Gespräch und versuchte ihn immer wieder positiv beeinflussen. Zu beginn hat es ja auch noch geklappt. Da blieb er bis Samstag Abend zumindest nüchtern, weil ich immer irgendwie eine Beschäftigung hatte. Egal was es war, ob wir zusammen Brennholz machten, Waschmaschine installieren, Möbel aufbauen, bei ihm im Garten oder bei mir die Hecke schnitten, oder mal gemütlich grillen. Kurz um, es passierte und es wurde immer irgendwie geschafft.

Jedoch bemerkte ich zunehmend das er immer weniger körperlich arbeiten konnte. Er verschwand immer früher nach Hause da ihm sein Knie oder Rücken wieder zu schaffen machte.......zwei Stunden später klingelte das Telefon, er konnte kaum mehr deutlich reden. Mittlerweile hat er gute 30 kg zugenommen, Blutdruck an der Decke...

Und egal wo ich im Netz lese und durchforste. Sein Verhalten passt genau in die Mustertabelle der " Fachleute " Ein ganz klassischer Absturz, der leider und wirklich leider dem Ende naht.

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Ich kenne so einen Fall nicht.
Ich kann aber auch nicht erkennen, wie Du ihm wirklich würdest helfen können.
Er ist geschäftsfähig, er ist volljährig und nicht unter irgendeiner Betreuung gestellt. Niemand kann ihn zwingen damit aufzuhören, und niemand kann ihn zwingen sich ärztliche Hilfe zu suchen. Nur er alleine kann das auf den Weg bringen.

Du kannst ihm nur zureden. Vielleicht kannst Du noch ein paar Symptome beseitigen, indem Du den Garten für ihn pflegst, indem Du bei ihm aufräumst und ihm einen sauberen Schlafanzug anbietest. Das alles ändert aber nichts am Grundproblem, dass er Alkoholiker ist.

hallo luckystrike,

deine intension zu helfen kann ich nachvollziehen.

aber einem alkoholkranken zu helfen, indem man "andere symptome" beseitigt, und ihm damit weiterhin hilft, seine sucht nach außen hin zu verstecken, ist leider keine hilfe, sondern das genaue gegenteil:

eine bestärkung und gelegenheit zu schaffen, damit er weiter trinken kann.

daher ist es besser: ihn alleine zu lassen - auch wenn es schwer fällt.

lg, porre

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@Porrenta

Hallo Porre, in einem anderen Kommentar habe ich meinen Entschluß bereits in Erwägung gezogen. Ich denke wirklich es ist besser die Sache (Kontakt) vorerst auf Eis zu legen. Ich wüßte momentan nicht wie ich ihm helfen könnte. Doktor / Entzug kommen für ihn nicht in Frage, soviel steht fest. Er ignoriert mich und lebt weiter als würden wir uns gar nicht kennen. Also was solls ?

Lg

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@Porrenta

hallo porre ich stimme dir teilweise zu symptome zu beiseitigen ist in der tat keine hilfe bei dem eigentlichen problem nämlich dass er alkoholsüchtig sprich krank ist es spielt aber keine rolle ob es eine bestärkung ist oder nicht weil er eine bestärkun nicht braucht  er wird in jedem fall weitertrinken weil er den alkohol braucht ob ihm durch aufräumen geholfen wurde oder nicht is meiner meinung nach egal.

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Hallo LuckyStreik, da hast Du wohl den Nagel auf den Kopf getroffen. Selbstverständlich kann ich einige Symptome ändern, indem ich entspr. tätig werde. Das wollte ich ja auch bereits. Ich bot ihm sogar schon an einen Container zu bestellen und zu bezahlen !

Den Garten hatte ich mir zweimal vorgenommen unter der Bedingung das er helfe. Schließlich tut frische Luft jedem gut und man kann dabei reden. Mit dem Mund helfen geht schnell. Und nachdem ich dann anrufe, klingel, klopfe, anschliessend wieder verärgert nach Hause gehe weil ich Samstags auch was besseres vorhabe, neigt sich jede Geduld dem Ende. Vor allem wenn dann Abends drauf das Telefon geht und er dann verwundert fragt wieso im Garten nix passierte.........

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@chrisspatz

hallo chrisspatz
nimm's nicht persönlich. Ich denke, dass Du mit diesen Ausfällen bei deinem Nachbarn rechnen musst, da er nur noch durch seine Krankheit gesteuert ist.

Mach' Dir klar, dass Deine Möglichkeiten ihm wirkungsvoll zu helfen, sehr begrenzt sind.

Überlege Dir auch gut, welche Auswirkungen diese Situation auf Dich hat. Ich verstehe, dass er Dir leid tut, und dass Du ihm helfen willst. Mach' Dich aber unabhängig davon, wenn Du merkst, dass es Dich "runterzieht".

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@LuckyStreik

Hallo LuckyStreik,

ich nehm´s nicht und hatte es nie persönlich genommen. Nur das irgendwann auch mal der Frust eintritt, ist doch klar.

Bei mir persönlich oder unsere Lebenssituation würde sich keinesfalls ändern oder gar herunterziehen. Wieso auch ? Erst kommt mal meine Familie und ich. Und wie gesagt, bin ich über einige schwerere Lebenssituationen erhaben geblieben. Dagegen ist er ein Staubkorn das schnell in Vergessenheit geraten wird, wenn er es so möchte.

Ich bin nur froh das wir in einem Zeitalter der weltweiten Kommunikation leben und ich mit Euch plaudern kann. Danke dafür. Vor 20 Jahren gab´s das noch nicht so. Und ich bin mir sicher das einigen " Fällen " auch durch solche online Diskussionen leichter geholfen werden kann.

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du hast jetzt zwei optionen. du kannst akzeptieren, dass deine vorhersage mit den 45 vermutlich zutreffend war und es hinnehmen oder du kannst endlos energie investieren und am ende doch nichts ändern.

ein alkoholiker muss selbst wollen. sonst passiert da gar nichts, und du kannst ihn nicht von außen zu diesem wollen hinbringen.

schütze deine kinder. sie sollten keinen allzu engen kontakt zu ihm haben.

ein quartalstrinker trinkt übrigens alle paar monate richtig viel und dann ne weile nix. deswegen quartal.

Hallo palusa,

danke für Deine Nachricht. Ist übrigens alles bereits geschehen. Der Kontakt ist absolut abgebrochen, für mich ist er mittlerweile Luft. Die letzten Jahre waren einfach genug für mich und meine Nerven.

Übrigens habe ich in einem Forum für Alkoholiker gelesen, das diese bereits als Quartalssäufer gelten, wenn sie Tagelang nix trinken, und dann voll über mehrere Tage zuschlagen. Selbst wenn es jedes WE der Fall ist, nennt man sie so.

Aber ist ja auch wurscht, ändern kann und will ich nichts mehr. Er hat mich damals ja rausgeworfen und sich nie mehr gemeldet. Ganz im Gegenteil. Er hat mit einem Nachbarn am Zaun kurz geplaudert und auf mein Grundstück keinen Blich verschwendet.

Also gehe ich davon aus er hat verstanden das ich es ernst meinte was ich sagte, jedoch leider nicht den Sinn meines Ärgers

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@chrisspatz

würde er dich ernst nehmen, müsste er sich dem fakt stellen, dass er ein problem hat. das möchte er nicht. lieber macht er dich zum bösen.

er hat dir nen großen gefallen getan. ich weiß, das fühlt sich erstmal nicht so an..

die chancen sind auch ganz gut, dass er irgendwann wieder ankommt und so tut, als wäre nie was gewesen

der definition nach wäre alles ein quartalstrinker, was kein spiegeltrinker ist. find ich nicht sinnvoll. aber letzten endes sind die typen nur ne orientierung. trinker ist trinker.

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@palusa

Hallo palusa, joo mitlerweile ist mir auch klar das er mich nicht im geringsten ernst holt oder sich Gedanken über die Sache gemacht hat. Er trinkt, legt sich schlafen, steht auf, unter der Woche geht er zur Arbeit.....Er hat mich einfach abgeschrieben, die Freundschaft ohne zu überlegen gekündigt. Tja was soll ich noch dazu sagen ? Mittlerweile sind es seit Ostersamstag fast drei Wochen.....Ich werde nicht mehr auf ihn zu gehen oder telefonieren etc. Ist endgültig vorbei

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@chrisspatz

so ist sucht leider. menschen, die zu sehr versuchen, einen dazu zu drängen, mal einen kritschen blick auf den eigenen konsum zu werfen, werden schnell abgeschrieben. versuch, es nicht persönlich zu nehmen. sucht ist so. sie schützt sich selbst.

ganz ehrich, ich hab das gefühl, dass du ziemlich tief mit drin steckst. ich meine, du machst und tust, übernimmst fast die rolle eines elternteils.

duhast hn angesprochen. damit hast du alles getan, was du tun kannst oder tun solltest. alls weitere liegt nun bei ihm. es ist nicht in deiner macht

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Hallo und danke für die schnellen Antworten, Hi Porrenta,

eine Familie hat er nicht mehr. Die einzige Person die ab und dann ihn besucht ist seine Tante. Im Januar an seinem besagten Geburtstag kam sie ja auch zu ihm als er in dem Zustand war. Ich ging zu ihr ans Auto und sprach sie auf die Angelegenheit an. Ich fragte sie damals ob sie später gerne kurz bei mir vorbei kommen könne. Wir müßten uns mal über seinen Zustand unterhalten. Es muß doch endlich mal etwas gemacht werden.

Die Tante jedoch winkte nur ab und meinte er sei ja 3 X 7 und muss wissen was er tut. Über was soll ich da mit dir reden ?

Hinzu kommt das er vor 5 Jahren urplötzlich eine Frau aus der Dom.Rep. geheiratet hatte, er noch schön Geld dorthin sendet, Sie aber einfach nicht hierher kommt. Ich weis nicht wie oft wir ihm es ausreden wollten......

Ihr merkt, das ist ein ganz schwerer Fall. Ich muss zur Arbeit, bin heut abend wieder online.

joa was soll ich sagen.  gesunde weahrnehmung von der tante. er ist erwachsen und muss es selbst wissen.

täusche dich nicht, sie wird sich weit mehr sorgen machen als du. sie hat nur den fakt akzeptiert, dass sie nichts tun kann.

die frau ist ja praktisch. ein quasi endloser strom an ausreden zum trinken frei haus. joa, dass er die behält, das wundert mich nicht.

ein trinker trinkt nämlich nicht, weil er suchtig ist, hjedenfalls seiner meinung nach. er trinkt, weil das wetter zu kalt ist, der tag doof, defr nachbar gemein, der lieblngsschauspieler tot, die lieblingsmannschaft gewonnen, verloren oder unentschieden gespielt hat oderoderoder. ne frau, die einen opffensichtlich ausnimmt, kommt da gerade recht.

sucht hat ihre eigenen regeln. mit vernunft oder logik kommt man da leider nicht weit. und wirklich verstehen kann mans auch nicht :/

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du kannst gar nichts machen, erst muß es einem menschen ganz schlecht gehen, bis er zur Besinnung kommt

Selbst das trifft nicht auf alle Suchtkranken zu. Wem es egal ist, was er schon alles verloren hat, dem ist auch alles andere egal.

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Hallo rafaelmitoma, normalerweise stirbt die Hoffnung ja immer zuletzt. Jedoch muß ich Dir recht geben, was ich u.a. bereits selbst befürchtete. Wieder Wochenende, wieder Schlafanzug......Existieren tu ich anscheinend nicht mehr für ihn. Er war am Nachmittag ( im Schlafanzug ) kurzweilig im Garten, hatte dort mit einem anderen Nachbarn geredet. Er würdigte meine Richtung keines Blickes. Soll er in Frieden Leben

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Ich hätte dir gerne geantwortet, aber ein soooo langer Text ohne Absätze ist eine Zumutung für die Augen. Sorry!

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