Mein Mann trinkt (mal wieder) seit 3 Tagen durch. Gestern ist dann noch was schlimmes passiert. Was geht in so jemanden da nur vor?

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12 Antworten

Hallo myplace,

ihr steckt in einer schweren Krise, wie du es beschreibst. Ich wünsche euch Kraft.

Ob dein Mann "Alkoholiker" ist, oder nicht, ist in dieser Situation nicht wichtig. Ich meine damit das Wort "Alkoholiker". Weil es negativ belegt ist, hilfst du deinem Mann am besten, wenn du es nicht verwendest, denn er fühlt sich dann angegriffen und streitet alles ab. Hilfreicher ist, dass die Situation untragbar für dich ist und geändert werden muss. Der Weg wird also sein, dass dein Mann seinen Konsum stark verringern muss, damit eure Zweisamkeit eine Chance hat. Dazu kannst du ihm Hilfe anbieten, indem du dir Rat bei Experten suchst. Dazu fallen mir Familienberatungsstätten wie "Pro Familia" oder die "Anonymen Alkoholiker" etc. ein. Die kennen derartige Konstellationen sehr gut und werden dir eine Stütze sein.

Außerdem mag für dich die Sichtweise hilfreich sein, dass dein Mann krank zu sein scheint. Das Verhalten, das du schilderst geht auf das Konto der Krankheit. Das bedeutet aber nicht, dass dein Mann damit aus der Verantwortung ist! Es liegt einzig in seiner Verantwortung Hilfe anzunehmen. Den Weg zu dieser Hilfe kannst du ihm bahnen, hingehen kann er nur allein. Das ist seine Verantwortung.

Am schnellsten hilfst du ihm und euch, indem du dir eingestehst, dass dein Mann Hilfe von außen braucht. Lass ihm die Hilfe zukommen und vereinbare auf der anderen Seite klare Verhaltensregeln, an die er sich halten muss und verfolge die Konsequenzen streng.

Ich hoffe meine kurzen Gedanken geben dir einen Anstoß euch Hilfe von außen zu holen, weil das Problem alleine kaum zu knacken ist.

Viel Erfolg!

billyflinn

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 15:31

Das ist ja das schlimme ich habe ihm gesagt er hat ein Alkoholproblem und muss zu einer Therapie gehen und er hat das gar nicht eingesehen das er ein Alkoholproblem hat und möchte auch keine Therapie machen ....
Deswegen habe ich ihn ja letztendlich auch rausgeworfen und wegen der Sache mit dem Hund natürlich auch.

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 16:05

Danke, da hast du wohl sehr recht .
Bedingungen kann ich aber auch erst dann stellen wenn er zu mir zurück will ...
Momentan hat er ist einfach so Wiederstandslos hingenommen dass ich ihn rausgeworfen habe

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Mein Vater war Alkoholiker, er ist vor Jahren an Leberkrebs gestorben. Danach hat meine Mutter überall im Haushalt kleine Fläschchen gefunden, in Jackentaschen, im Schrank, in Tassen, er hat immer Klaren Schnaps getrunken und dann die Flaschen mit Wasser aufgefüllt, so daß sie wie nicht angebrochen aussahen. Auch er hatte kein Alkoholproblem und ist betrunken Auto gefahren, so lange, bis ich ihm meine Kinder nicht mehr mitgegeben habe. Das hat er har nicht verstehen können.

Alkoholiker nehmen ihre Umwelt nur durch ihre eigenen Augen wahr, nicht durch die anderer. Für sie bist DU die Schuldige. Ich glaube auch nicht, daß Du den Mann zurückbekommen wirst, den Du geheiratet hast. Das Leben ohne Alk ist ein ständiger Kampf, nicht nur für den Betroffenen sondern für die ganze Familie. Nur Du allein kannst Dir helfen. Wechsle die Schlösser im Haus aus, bevor er auf den Trichter kommt und vielleicht noch irgendwo einen Nachschlüssel hat. Trenn Dich von ihm, er ist krank, einen kranken Menschen läßt man nicht im Stich, aber nur er selbst kann davon los kommen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

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Mein Vater ist inzwischen trocken, wer weiß aber wie lange. Er kann auf stolze 40 Jahre Alkoholkonsum zurückblicken, in denen fürchterliche Dinge vorgefallen sind. Dein Mann ist süchtig und du, bzw. eure ist Ehe ist keine Priorität mehr. Für einen Süchtigen zählt nur das Suchtmittel, alles andere ist irrelevant oder Mittel zum Zweck und es gibt absolut nichts, was du dagegen tun kannst. Solange er sich nicht eingesteht, dass er ein Problem hat, wird es immer so weitergehen. Er muss jetzt auf die harte Tour lernen, dass er alleine ist und sich ein Leben mit dir zurück erkämpfen muss - wenn er es will. Wenn du ihn jetzt allerdings zurücknimmst und seinen Konsum zulässt, dann merkt er ja, dass er ohne Konsequenz tun kann, was immer er will. Also lass ihn liegen. Entweder kommt er von selbst auf den Trichter, dass er ein Problem hat und dann, und nur dann, kann man ihm helfen, oder er bevorzugt ein Leben in der Gosse. Hart, aber das ist meine Erfahrung.

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 15:29

Danke für die nette Antwort .
Ja ich habe schon viel zu oft verziehen und ihn zurück geholt .... Das geht so nicht weiter das weiß ich nun auch .
Ich versuche es. Momentan sieht es leider so aus das er JETZT sogar noch am säugen ist ...Tag nr 4
Also hatt er selbst durch den raus Wurf gar nichts gelernt

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Kommentar von schokocrossie91
16.11.2015, 16:47

Sofort wirst du auch keine Änderung merken, immerhin hat er ja noch seinen geliebten Alkohol. Erst wenn er ganz, GANZ unten ist - ohne Geld, ohne Familie, ohne Freunde oder Bekannte, ohne dich, ohne irgendetwas - fängt er an, nachzudenken. Das kann sehr lange dauern und der Weg nach ganz unten kann echt lang sein. Immer, wenn man als Außenstehender denkt, dass es tiefer gar nicht geht, wird noch eins drauf gesetzt. Bleib stark. Nimm ihn nicht zurück, stell dich auf ein Leben ohne ihn ein. Klär eure Finanzen, mach dich unabhängig, du musst auf das Schlimmste vorbereitet sein. Glaub mir, mit betteln und flehen und helfen wird sich nichts ändern.

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 17:13

Mein Gott es ist so ein Alptraum .
Gott steh mir bei 😞😞😞
Ich bin total fassungslos und am Ende

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Drogen, besonders alkohol machen aus einem guten mann ein ekelhastes schwein das nichts auf die reihe kriegt - habe ich selber leider so erfahren müssen - mittlerweile trinke ich aber seit 3 wochen nicht mehr. Entweder muss dein mann einsehen dass er ein problem hat - was sehr schwierig ist für einen starken trinker, das hat bei mir auch sehr lange gebraucht bis ich das realisiert habe. Und dann entzug. Ob kalt oder mit klinischer unterstützung solltet ihr mit seinem arzt klären. Wenn dein mann das aber partout nicht einsehen will, ist das problematisch - du kannst ihn sicherlich nicht ändern, so wie du das beschreibst ist ihm eure ehe mittlerweile nichtmehr viel wert. Was schade ist, meiner meinung ist eine frau immer noch am ehesten dazu imstande ihren mann zu etwas zu bewegen - ich habe mit all meinen drogen auch nur für meine freundin aufgehört. Ich weiss nicht wie es mit zwangseinweisung in den entzug aussieht, wie da die möglichkeiten sind aber das solltest du auch in betracht ziehen. Bis dahin auf abstand bleiben!

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 17:15

Ich bin ihm nichts mehr wert glaube ich . Er ist total kalt geworden zu mir . Auch schon bevor er angefangen hatt zu trinken .
Ich denke er hatt schwere psychische Probleme von denen er aber niemandem etwas erzählt egal wie oft wir fragen .
Er hatt eine dicke mauer des Schweigens um sich gebaut

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Ja, sowas können einige verstehen und du bist mit dem, was du erlebst, auch nicht allein! Schau mal auf der Webseite Al-Anon.de, ob es eine Gruppe in deiner Nähe gibt. Al-Anon ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Angehörige und Freunde von Alkoholikern. Sollte es dort, wo du wohnst, keine Gruppe geben, dann kannst du an einer online-Gruppe teilnehmen.

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Alle Alkoholkranken behaupten sie haben KEIN Problem!

Das ist normal und gehört zum Krankheitsbild.

Der Mensch ist erst bereit sich zu ändern, wenn es überhaupt nicht mehr anders geht. Also, wenn du ihn rausgeschmissen hast, belass es dabei. Schick ihn zur Entgiftung und in eine Therapie. Wenn er das nicht will, trenn dich.

Ich spreche aus Erfahrung.

Glaub mir alle Änderungsschwüre sind nicht von langer Dauer.

Hier ist Konsequenz gefragt, denn sie rettet dich vor einer andauernden Coabhängigkeit.

Vllt suchst du dir Unterstützung in einer Angehörigengruppe des blauen Kreuzes o.ä.? Ich wünsche dir viel Kraft.


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Kommentar von myplace
16.11.2015, 15:21

Danke für die Antwort . Er schwört mir ja noch bicht mal das er sich ändert er sagt nur auf mehrmaligem nachfragen er wird nicht mehr trinken .....
Er meint nichtsdestotrotz er hatt kein Alkoholproblem . Ich kann nicht mehr deswegen habe ich ihn rausgeworfen

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Ich finde deine Entscheidung sehr gut und wünsche dir einfach die Kraft, dass jetzt durchzustehen und an deiner Entscheidung festzuhalten. Vielleicht rüttelt ihn das wach und er lässt sich helfen. Alkohol verändert Menschen. Leider. Alles Gute!

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Offensichtlich ist den Mann Alkoholiker.

Das ist eine Krankheit und kein moralischer Defekt. Aber die Krankheit verursacht moralisch schlimme Handulungen.

Wirf ihn raus und sage ihm., wo er hin kann (Arzt, Therapie, Anonyme Alkoholiker).

Kündige nichts an, was du nicht halten kannst.

Wenn er trocken ist oder was für sich getan hat, kann er ja wiederkommen.

Für dich selbst gibt es Al-Anon. Das ist eine Selbsthilfegruppe für Angehörige. Denn die Angehörigen sind genauso krank wie die Alkoholiker, sie trinken nur nicht, und sie wiessen es nicht.

Al-Anon gibt es auch im Internet.

Woher ich das weiß? Ich bin Alkoholiker und inzwischen 28 Jahre nüchtern.

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Kommentar von myplace
19.11.2015, 17:55

Danke !!! Im Moment ist mein Mann wieder zuhause 😐 er hatt mir versprochen nicht mehr zu trinken .  eine Therapie zu machen kommt für ihn nicht in fragen😔....
Das Problem ist  das er Samstag Sonntag frei hatt und ich IMMER Samstag Sonntag arbeite .... So haben wir wenig gemeinsame Zeit und ich weiß nicht was er macht wenn ich am arbeiten bin.
Ängstlich erwarte ich nun wieder das nächste Wochenende 😩😩😩
Und hoffe so sehr das er nicht wieder trinkt .... Fühle  mich so machtlos .
Raus werfen ist nicht so einfach wie sind ja verheiratet und er ist Ausländer ..... Er hatt hier niemanden ! 😔und ich bin wahrscheinlich nicht konsequent genug

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Ein Alkoholproblem ist fürchterlich, weil ein Alkoholiker nicht einsehen will, dass er krank ist. Es hilft tatasächlich nur eine Therapie. So er diese nicht machen will, wird er weiter an der Flasche hängen. Du könntest mit ihm in einer passenden Stunde über sein Problem reden und ihm Hilfe anbieten. Ihm aber auch ganz klar sagen, wenn er deine Hilfe nicht annimmt, dass du daraus die Konsequenzen ziehen wirst. Man muss wirklich hart mit diesen Menschen umgehen, um sie zur Vernunft zu bringen. Er ruiniert sich und dich, wenn er nicht bereit ist,sich zu ändern. Ich habe in einer grossen Firma gearbeitet in der es einige gab, die auch Alkoholiker waren. Manche mussten im Laufe der Jahre mehrmals Entziehungskuren machen. Kaum von der Kur zurück, ging es wieder los mit der Sauferei. Unser Direktor war leider so sozial eingestellt, dass er keinem von denen kündigte. Oft kamen die Frauen der Alkoholiker zu uns in die Firma und beschwerten sich darüber, dass sie kaum noch Geld für die Familie haben, weil der Mann alles in Alkohol umsetzt. Nach der Arbeit in eine Kneipe ging und erst spät nachts nach Hause kam. Da diese Leute auch während der Arbeitszeit ordentlich tranken haben wir dann einen Versuch gestartet. Wir stellten sie nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung vor die Alternative, entweder Entlassung oder gemässigtes Trinken. Manche von denen tranken über den Tag hinweg einen ganzen Kasten Bier. So haben wir eine Einigung erzielen können, die der Art war, dass diese Leute keinen Alkohol in der Firma kaufen durften und auch keinen von zuhause mitbringen.Der Vorarbeiter gab jedem der Alkoholiker zum Frühstück 1 Flasche Bier. Zum Mittagessen wieder eine und kurz vor Feierabend eine weitere. So konnten wir den Tageskonsum der einzelnen massiv einschränken. Alle haben mitgemacht und keiner musste entlassen werden. Zusätzlich haben wir in Gesprächen an deren Vernunft appeliert und darauf hingewiesen, dass sie auch Familie haben. Es hat lange gedauert bis wir keinen Widerstand mehr spürten. Vielleicht könnte das ein Ansatz für dich sein, wenn du mit deinem Mann ähnlich verfährst. Noch etwas haben die Alkoholiker an sich, wenn man ihnen das Trinken verbietet. Sie schaffen sich Depots an, aus denen sie sich bedienen. Verstecke im Keller, auf dem Dachboden oder sonstwo.

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Kommentar von myplace
19.11.2015, 17:59

Ich bin sprachlos ! Das gibt's ja gar nicht ....
Euer Chef ist ja vergleichbar mit Mutter Theresa ! Ich kenne niemanden der sowas im Job akzeptieren würde 😳
Nun ja es ist sehr schwer für mich .....
Wenn er nicht aufhört läuft es über kurz oder lang auf die Trennung hinzu.....
Er hatt mir versprochen nicht mehr zu trinken aber wie lange das halten Wird- wer weiß ..... Er hatt mir zugesichert beim nächsten mal trinken freiwillig zu gehen da ich ihn dann nicht mehr zuhause haben will .

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Von so einem Mann würde ich mich trennen. Das wird eher schlimmer als besser. Ich hab mal Deine anderen Fragen angesehen. Probleme habt ihr ja schon länger. Aber bevor Du einen neuen Mann suchst, solltest Du die jetzige Beziehung erstmal beenden und einen klaren Kopf bekommen.


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Kommentar von myplace
16.11.2015, 15:27

Ich suche ja gar keinen neuen Mann. Ich suche den Mann den ich vor 2 Jahren geheiratet habe . Das ist der Mann den ich eigentlich will !
Aber der ist irgendwie aus dem Leben gerissen worden und einem Alkoholsüchtigen, eiskalten, egoistischen, selbstsüchtigen , aggressiven und pessimistischen , verschlossenem Widerling  gewichen .....!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das ist so schwer zu begreifen

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 17:12

Und wenn er die nicht annehmen will ?

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Ich habe sowas zum Glück noch nicht erlebt, aber ich gebe dir den guten Rat, dich sofort von ihm zu trennen. Pack deine sieben Sachen, nimm mit was dir gehört, vor allen Dingen die Hunde, und zieh aus. 

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 15:16

Danke . Es ist mein Haus - ich habe ihn raus geworfen

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Kommentar von myplace
16.11.2015, 16:05

Ich habe ihm die Schlüssel abgenommen.

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