Mein Kind hat ADHS

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7 Antworten

Sollte dein Sohn mit Methylphenidaten (Ritalin, Medikinet) therapiert werden, könnte das eine der Nebenwirkungen sein. Dagegen hilft dann nur absetzen oder die Gabe der Tabletten erst nach den Mahlzeiten.

Mein Mittlerer Sohn hat ein ähnliches Problem allerdings ohne Tabletten. Einen unbändigen Bewegungsdrang (mindestens 4mal die Woche mindestens 2,5 h Sport) aber ein schauriges Essverhalten . Mehr wie 3Streifen Paprika und 1Stück Käse werden in der Schule nicht gegessen, liebevoll gemachte Butterbrote bekommt Mittags der Hund...Mittags zuhause höchstens einen Teller Suppe und auch da werden nur die Rosinen rausgepickt...

Sport kann und will ich ihm nicht streichen, da er mit einfach ausgeglichener ist. Also bekommt er regelmässig vorm Sport Traubenzucker und alles was ich an "Dickmachern" noch so finde. Oder ich bin so gemein und lasse ihn erst zum Fussball, wenn das Butterbrot aufgegessen ist....

Du sagtest du habest "den Eindruck" der Junge nimmt ab - wie wär's mit wiegen und Gewicht-Grössentabelle für Kinder? Ich würde erst mal prüfen ob er wirklich abnimmt oder einfach nur in die Länge schießt ohne an Breite zuzulegen - die Jungs sehen dann oft bei normalen Gewicht spindeldürr aus.

Ich hab ein Kind das immer am Untergewicht entlangschrabbelt (7%-Perzentile) - der Arzt meint, so lange sie fröhlich und fidel ist und keine Probleme hat - nur beobachten.

Warum nimmt der Junge denn ab? Ist des denn kritisch oder harmlos? Welchen bmi hat er denn (bzw. Größe und Gewicht?)

Abnehmen hat normalerweise nichts mit ADHS zu tun allerdings ist eine typische Komorbidität von ADHS Essstörungen - aber nicht nicht mit 10 Jahren.

Wenn er Methylphenidat bekommt kann das eine der Nebenwirkungen sein.

Klär das mit dem Arzt ab!

Ich würde erst mal das AD(H)S etwas raushalten. Zwar kann AD(H)S zu Stress führen und das wiederum (zu Depressionen und das wiederum) zu Esstörungen, hat aber an sich eigentlich nichts damit gemeinsam und ist auch kein Symptom für ADHS.

Es kann eine aber Nebenwirkung sein durch stimulierende Substanzen (z.B. Methylphenidat/Ritalin/Medikinet), die meißtens zu Appetitminderung führt, wenn auch nach längerer Einahme in der Regel wieder verschwinden.

und er nimmt immer mehr ab was kann ich dagegen tun???

Am besten Ursachenforschung - wenn es sein muss auch mit dem Arzt. Den Sohn fragen, warum er nicht mehr so viel essen möchte oder ob es ihm noch gut geht, ob ihm irgendetwas bedrückt oder traurig ist.

Desweiteren natürlich überprüfen, ob er überhaupt noch im "Normbereich" liegt oder sogar eigentlich etwas abnehmen müsste.

Das ist eine Aufgabe des behandelnden Arztes.

Nachdem nun geklärt wurde, das es nicht um schlechte Ernährung oder gar Erziehung geht, welches das AD(H)S auslöst. (Was eigentlich unmöglich und momentan eigentlich auch nicht relevant ist.)

,er nimmt seit einiger zeit morgens Medikinet 10mg und mittags eine Methylpheni 10mg, doch seit einiger zeit habe ich das Gefühl das er immer mehr abnimmt

Da haben wir es doch. Wie schon gesagt:

Es kann eine aber Nebenwirkung sein durch stimulierende Substanzen (z.B. Methylphenidat/Ritalin/Medikinet), die meißtens zu Appetitminderung führt, wenn auch nach längerer Einahme in der Regel wieder verschwinden.

Eine typische Nebenwirkung von MPH, die mich sogar sehr genervt hat.

Ich weiß nicht genau was man dagegen machen kann,

  • vielleicht einen appetitanregenden Tee oder Ähnliches.
  • Tablette nach dem Essen servieren
  • Notfalls in Absprache mit dem Arzt die Dosis verändern.

Ansonsten wie schon gesagt bildet sich in der Regel die Nebenwirkung nach einiger Zeit täglicher Einahme zurück.

MeisterGlanz 27.03.2012, 07:03

Das geht in Richtung Untergewicht sollte aber nicht darunter gehen. Ich war immer hart an der Grenze (Mich hat man zwar als Superschlank, aber nicht als mager beschrieben). Ansonsten einfach ignorieren.

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Sei gegrüßt, ADHS hat normalweise eine Ursache. Häufig liegt das daran, dass das Kind zu viele Zucker und ungefettigte Fettsäuren zu sich nimmt, oder über längere zeit genommen hat. Z.B. durch Cola, Süßigkeiten etc. Viele Ärzte raten einfach den Kindern Ritalin zu geben, das ist aber der völlig falsche Ansatz, da das nicht Ursachenbekämpfung ist, sondern lediglich die Bekämpfung von Symptomen. Des Weiteren stört Ritalin das Dopaminerge System, aber das hat damit jetzt nicht viel zu tun. Empfehlenswert wäre einfach die Ernährung des Kindes so umzustellen, dass es z.B. zum Frühstück vollkornbrot statt Müsli und allg mehr Obst/Gemüste ist.

ADHS kann aber auch eine Störung durch zu wenig zuwendung in der Kindheit sein. in diesem fall schreit das Kind einfach nach Zuneigung. Dagegen hilft nur, sich mit dem Kind zu beschäftigen und es nicht einfach als "krank" in eine Ecke zu stellen und Medikamente reinzupumpen.

So long

o0Alea0o 26.03.2012, 16:48

Die Ursachen die du aufzählst, kann Symptome hervorufen, die an ADHS erinnern können. (Z.B. Konzentrationsstörnungen und/oder Hyperaktivität)

Mit AD(H)S hat das aber an sich nichts zu tun!

Ebenso lässt sich genau so wenig durch eine "passende Ernährung" AD(H)S "heilen" - auch wenn natürlich eine gesunde Ernährung wünschenswert ist!

ADHS kann aber auch eine Störung durch zu wenig zuwendung in der Kindheit sein.

Das nennt man nicht AD(H)S sondern Deprivationssyndrom.

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DeusExAmandus 26.03.2012, 17:31
@o0Alea0o

Ich will hier nicht ihre elterliche Kompetenz in Frage stellen, dennoch sieht es so aus, als hätte sie einfach akzeptiert "Mein Kind ist krank, das ist halt so, kann nichts dagegen tun." Genau das ist aber falsch. Ich weiß nicht, ob sie auf dem neuesten Stand der neurobiologie sind, wenn nicht empfehle ich ihnen Gerald Hüther. Auf jeden Fall ist AD(H)S nicht angeboren und wird auch nicht vererbt, an sich ist es nicht einmal eine eigenständige Krankheit, sondern nur die Zusammenfassung von Symptomen, die sie zum Teil oben schon beschrieben haben.

Außerdem war das nur ein Ratschlag, ob sie diesen Befolgen, oder lieber weitermachen wie zuvor ist ihre Sache.

Alternativ kann man es auchh mit Hypnose, Sport, Akkupunktur, Meditationsübungen o.Ä. versuchen, aber dafür sind die meisten wohl zu unaufgeschlossen.

so long

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o0Alea0o 26.03.2012, 17:51
@DeusExAmandus

Gerald Hüther ist lange nicht mehr auf dem neuesten Stand der Neurobiologie vorallem im Bereich AD(H)S - was immer er genau da gemacht hat.

AD(H)S ist keine Krankheit, sondern eine Störung. Es ist keine Zusammenfassung von Symptomen unterschiedlicher Ursachen, sondern etwas eigenständiges.

Auf jeden Fall ist AD(H)S nicht angeboren und wird auch nicht vererbt

Völlig falsch. Es gibt eine genetische Disposition, sowie bei allen "Störungen" und Persönlichkeiten. Es sind bereits einige Genveränderungen gefunden worden im gegensatz zu "normalen Menschen" , was das genau heißt weißt jedoch niemand so richtig.

Viele Kinder mit ADS haben ebenfalls Elternteile, die ADS besitzen.

sondern nur die Zusammenfassung von Symptomen, die sie zum Teil oben schon beschrieben haben.

Über die Stärken, die mit ADS einhergehen jedoch nicht. Diese lassen sich ebenfalls nicht durch Behandlungen "senken".

Häufig liegt das daran, dass das Kind zu viele Zucker und ungefettigte Fettsäuren zu sich nimmt, oder über längere zeit genommen hat. Z.B. durch Cola, Süßigkeiten etc.

Das hat nichts mit AD(H)S zu tun sondern würde schlichtweg jeden hochputschen und hyperaktiv machen.

Cola hingegen würde - wegen des Koffeins - einen AD(H)Sler aber sogar in der Regel ruhiger bis schläfrig machen! (Weshalb diese sich aber u.U. noch weniger konzentrieren lässt)

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o0Alea0o 26.03.2012, 17:54
@o0Alea0o

Viele Kinder mit ADS haben ebenfalls Elternteile, die ADS besitzen.

  • Korrektur: Kinder mit ADS haben ebenfalls häufig mindestens ein Elternteil mit ADS.
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DeusExAmandus 26.03.2012, 18:12
@o0Alea0o

wie sie schon selbst sagen ist nicht dieser genfoschungen bewiesen. man geht davon aus. Solange dies also nicht der fall ist gehe ich daovn aus, dass es nicht vererbbar sondern ein fehler in der erziehung ist.

Aber das ist egal, es geht hier schließlich um ein bewiesenes reales kind mit bewiesenen problemen. wie schon erwähtn ob sie meinen rat befolgen oder nicht ist ihre sache,wenn es sich dann bessert, seien sie froh, wenn nicht, was haben sie verloren?

sie ketten sich gerade an gegenargumente. die westliche medizin macht alles immer so komplizert und ob man es nun störung oder krnakheit nennt ist vollkommen egal. sie wollen dagegen vorgehen.

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o0Alea0o 26.03.2012, 18:34
@DeusExAmandus

Solange dies also nicht der fall ist gehe ich daovn aus, dass es nicht vererbbar sondern ein fehler in der erziehung ist.

Das wäre das , was man am ehesten falsch sagen kann. Dabei würde man diverse Dinge ignorieren und müsste demnach alle anderen anerkannten Störungen (inkl. dem verwandtem Autismus) als "falsche Erziehung" bezeichnen.

Desweiteren ist nun mal bewiesen, das Eltern oftmals auch ADS haben, ganz egal ob die Kinder von anderen erzogen werden.

wie schon erwähtn ob sie meinen rat befolgen oder nicht ist ihre sache,wenn es sich dann bessert, seien sie froh, wenn nicht, was haben sie verloren?

Es geht darum das hier völlig 2 verschiedene Dinge verglichen werden.

Wenn die Probleme eine völlig logische Ursache haben, dann ist der Rat "nach der Ursache suchen" natürlich richtig. Gesund zu ernähren ist wie gesagt auch sehr wichtig.

Wenn es aber um AD(H)S geht - welches durch eine ausgebiege Diagnostik fast 100% als Ursache bestätigt wurde - dann würde man nach Ursachen sich zu Tode suchen und andernfalls unangenehme Experimente machen. Das Leute mit ADS so "sind wie sie sind" und auch so bleiben müsste erst einmal jedem klar sein. Man muss sie nur helfen besser zurecht zukommen.

und ob man es nun störung oder krnakheit nennt ist vollkommen egal. sie wollen dagegen vorgehen.

Wenn es eine Krankheit ist sollte man dagegen vorgehen.

Wenn es eine Störung ist sollte man nicht dagegen vorgehen. (dagegen heißt für mich "auslöschen")

Das ist bei AD(H)S nicht in Ordnung, das finde ich auch!

Jedoch ist die ganze Antwort und damit der ganze Rat vom Thema vorbei. Es geht darum, dass das Kind abnimmt, nicht um ADHS. Vielleicht möchte der Fragesteller nur gegen das Abnehmen vorgehen und sucht nach Tipps. AD(H)S als Ursache für Esstörungen kann per se nicht sein.

Der Rat zu gucken, ob das AD(H)S nicht eine Fehldiagnose war, kann natürlich helfen, wurde aber in dem Zusammenhang einer möglichen Fehldiagnose nicht gesagt!

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ChristinaEitorf 26.03.2012, 19:48
@DeusExAmandus

Moment mal bitte, ich bin bestimmt keine schlechte Mama und als vor zwei Jahren bei meinem Kind AD(H)S festgestellt wurde hat es mir den Boden unter den Füssen weg gezogen...

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ChristinaEitorf 26.03.2012, 19:57
@o0Alea0o

Ich möchte nicht das sich hier jemand streitet!!! Vor zwei Jahren wurde bei meinem Sohn AD(H)S festgestellt ,er nimmt seit einiger zeit morgens Medikinet 10mg und mittags eine Methylpheni 10mg, doch seit einiger zeit habe ich das Gefühl das er immer mehr abnimmt und eines noch ich frage meinen Sohn jeden Tag wie es ihm geht!!! Unsere Ärztin sagt einfach nur immer das wir einfach auf sein Gewicht achten müssen und das es normal ist das er wenig hunger hat (und nein mein Kind ist nicht dick das er abnehmen müsste im gegenteil er ist ein sehr zarter kleiner junge) Marvin isst viel Obst und Gemüse ich achte sehr darauf das er sich gesund ernährt!!!

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martinpalatina 26.03.2012, 22:48
@ChristinaEitorf

:) Hör nicht auf die die behaupten ADHS läge an der Erziehung ... das sind ganz alte Hüther und der Scharlatan war noch nie auf irgend einem Stand. Wie mich dieses ADHS - bashing das grad wieder läuft annervt ...

Übrigens sind inzwischen 19 Gene identifiziert die bei ADHS eine Rolle spielen. Es ist also bewiesen - es ist genauso erblich wie die Haut- oder Augenfarbe.

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