Mein Hund zerstört unsere Einrichtung- was tun?

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14 Antworten

Hallo,

nein, die Zerstörungswut kommt eher nicht von der Langeweile (die kennt ein Hund eigentlich gar nicht), sondern davon, dass er durch das Alleinesein unter großem Stress steht. Den Stress muss er verarbeiten - das geht gut über die Zerstörung.

Ein Hund muss über viele viele Monate an das Alleinesein gewöhnt werden, angefangen mit Minuten, dann, wenn das problemlos klappt, ohne dass der Hund aufsteht, langsam, langsam steigern.

Da euer Hund ja erst ca. 8 Monate alt ist und ihr ihn ja erst frühestens haben könnt, seit er 4 Monate ist, war die Zeit für die Übung scheinbar viel zu kurz.

Außerdem besteht bei berufstätigen ja auch immer die Problematik, dass man nur wenige Wochen Urlaub für die Eingewöhnung eines Hundes zur Verfügung hat.

Das ist jetzt ein großes Problem, denn eine einfache Lösung zur Lösung gibt es nicht - außer, man nimmt sich die Zeit und übt und übt und übt.

Leider gibt es immer wieder Hunde, die gar nicht in der Lage sind, ruhig und ausgeglichen alleine zu bleiben - auch das muss man eigentlich im Vorfeld bedenken und, wenn man berufstätig ist, einen Plan B in der Hinterhand haben.

Leider denken immer wieder viele Leute, auch, die armen Hunde aus den Tötungsstationen, die werden so dankbar sein, dass es die liebsten und problemlosesten Hunde sind. Falsch gedacht! Gerade diese Hunde haben viele Dinge gar nicht lernen können, sind mehr oder weniger traumatisiert, haben Ängste, mehr noch, als Hunde, die so ein Leid noch nicht hinter sich haben.

Das ist jetzt leider eine sehr schwierige Situation, die sich nicht einfach mal so lösen lassen wird - hoffentlich muss der Hund jetzt nicht darunter leiden.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von Sandkorn
12.11.2016, 19:13

Ich vermute, daß das mit dem Alter des Hundes und mit dem langen Alleinsein zu tun hat und nicht damit, daß er aus einer Tötungsstation kommt. Ich habe selber Hunde (inzwischen schon den 4. Hund) aus einer Tötungsstation und alle waren, was die Zerstörungswut betrifft, in keinster Weise auffällig. 

Den letzten habe ich mit vier Monaten bekommen (inzwischen ist er ca. 14 Monate alt) und selbst das war kein Problem. Einmal hat er das Kissen seines Körbchens angeknabbert und ab und zu muß mal ein Stofftier (eines seiner Spielzeuge) dran glauben aber mehr ist nicht passiert. 

PS.

Ich bin längstens mal zwei bis drei Stunden außer Haus und das nicht täglich.

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Ob Dein Hund Stress hat, weil er nicht genügend ausgelastet ist oder ob er Stress hat, weil er mit dem Alleinsein nicht klar kommt, kann Dir per Ferndiagnose niemand sagen.

Abgesehen davon ist es vollkommen normal, dass Hunde in der Pubertät scheinbar Dinge verlernen, die sie vorher konnten. Mein jüngster Hund hat im gleichen Alter auch einen Einbruch gehabt und konnte von einem Tag auf den anderen nicht mehr alleine sein. Da hilft nur ein komplett neuer und langsamer Aufbau des Alleinseins (was Wochen oder Monate dauern kann) und vorheriges Auslasten. Dazu gehört, dass Ihr eben früher aufstehen müsst. Klar ist das unbequem, aber diese Verantwortung seid Ihr eingegangen, als Ihr Euch den Hund geholt habt.

Zusätzlich würde ich mir eine Alternative suchen (private Betreuung, Hundetagesstätte), bis das Alleinsein wieder entspannt funktioniert. Mit jedem Tag, an dem Ihr den Hund diesem Stress aussetzt, verschlimmert Ihr das Ganze. Stress verschwindet nicht einfach aus dem Körper des Hundes, sondern er braucht Tage, bis er sich (hormonell) erhohlt. Ihr summiert das Ganze immer weiter auf und verschlimmert die Situation für den Hund.

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Euer Hund kommt aus einer Tötungsstation. Das heißt, er durfte nie Welpe sein. Meiner Meinung nach ist er noch nicht auf dem Stand eines acht Monate alten Hundes. Ihr müßt bei null anfangen. Wir können Dir leider nicht helfen, denn er braucht eine intensive Betreuung. Das Alleinsein muß er Minute für Minute erlernen, ansonsten wird er sich nicht ändern. Ihr wolltet einen zum Tode verurteilten Hund ein schönes Zuhause geben und das ist vom Ansatz her super. Ich verstehe nicht, warum diese Vermittler einen Hund in unerfahrene Hände abzugeben und das war's dann. Entweder ihr versucht nacheinander Urlaub zu nehmen oder schaut Euch um einen Hundesitter um.

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Denn seine Zerstörungswut kommt ja eindeutig von der Langeweile..

nein, Zerstörungswut ist ein Zeichen von Trennungsangst/Stress. 

der Hund hat das alleine sein nicht ausgelernt. Ihr müßt mit dem Training von vorne beginnen und dem Hund mehr Zeit geben! 

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Offenbar habt ihr nicht ausreichend daran gewöhnt, Allein zu sein. Und 7 Stunden ab Tag sind auch zuviel, für jeden Hund. Eine gute Tierschutzorga hätte euch den Hund unter diesen Unständen gar nicht gegeben.

Und nein, es gibt keine Möglichkeit, den Hund zu bschäftigen, wenn er allein ist. Sein Poblem ist auch nicht Langweile, sondern Angst. Der Hunde reageirt den Stress a, den ihm die Verlassensangst macht. Macht dir das bitte klar. 

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ich denke die Zerstörungswut kommt nicht nur durch die Langeweile, sondern dadurch, das ihr ihm das Alleine bleiben nicht geduldig genug und nach seinem Toleranztempo beigebracht habt und er den Stress so kompensiert. Stundenlang in einen Käfig sperren ist ein No Go, ob er sich in eurer Abwesenheit lange mit einem gefüllten Kong oder Futterball beschäftigt ist auch fraglich. Also heißt es einen Hundesitter zu finden und im Urlaub das Training nochmals neu aufzubauen. Dazu im Alltag souverän, geduldig und konsequent mit ihm arbeiten. Wie lange habt ihr diesen Hund schon?

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Wenn Du von 8-14 Ihr arbeitest, kannst um halb 7 eine Stunde draußen den Hund „auspowern”. Was ist da das Problem?

Davon abgesehen habt Ihr ihn offensichtlich nicht lange genug aufs Alleinsein trainiert, dass er jetzt vor Angst die Einrichtung zerlegt.

Entweder gebt den Hund ab oder sorgt dafür, dass er nicht so lange allein sein muss, bis er es vollständig gelernt hat.

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Kommentar von Bitterkraut
12.11.2016, 15:50

7 Stunden sind einfach zu lang. Zu lang für die Blase eines Jungen Hundes und zu lang für die Seele eines jeden Hundes. "auspowern" was immer das auch sein soll, hilft da gar nicht.

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Kommentar von MatthiasHerz
12.11.2016, 15:57

Sag ich doch.

Ich bezog das „Auspowern” auf die Eingangsfrage, wonach es aus Zeitgründen nicht geleistet werden könnte.

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Kommentar von MatthiasHerz
12.11.2016, 16:04

Der Schäferhund eines Freundes lässt sich „auspowern”, allerdings ist er nach etwa zehn Minuten Ruhe auch wieder „eingepowert”.

Ich nehme an, dass diese nicht vorhandene Nachhaltigkeit für die meisten Hunde gilt, allerdings bei Herrchen oder Frauchen deutlich länger anhält.

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Langeweile ist nur das kleinere übel, er hat auch verlustängste, wennn ihr beide aus dem haus geht, denkt er, ihr kommt nicht wieder. da er in Spanien negative erlebnis hatte. und wenn er dann allein in haus ist, dann dreht er durch.  das jetzt zu beheben, kommt arbeit auf euch zu, das kann enie hundeschule abhilfe leisten.

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Kommentar von Bitterkraut
12.11.2016, 15:14

Wie soll eine Hundeschule gegen Verlassensangst helfen? Dagegen hilft nur: Nicht verlassen.

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Kommentar von MatthiasHerz
12.11.2016, 16:12

Eine Hundeschule schult nicht nur den Hund ...

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dann steht man halt ne stunde früher auf und geht mit dem hund...auspowern nicht nur körperlich sondern auch geistig,kann man auch mit dem spaziergang verbinden😉dein hund ist unterfordert,als nächstes wird er anfangen zu kläffen...

zweitens ist der hund anscheinend nicht richtig ans alleinsein gewöhnt...wie lange hatte er zeit um das zu lernen?

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Kommentar von Bitterkraut
12.11.2016, 15:44

Der Hund hat auch Stress, wenn er ausgepowert ist. Allein ist allein, egal, ob vorher ausgepowert oder nicht. Das Adrenalin der Angst sorgt schon dafür, daß der Hund dann nicht müde ist.

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die ander Möglichkeit ist ihn nicht alleine zu lassen. Ganz ehrlich, das überlegt man sich doch vorher ob das Leben und ein Hund zusammen passen. Wenn er täglich so lange alleine ist, passt das Leben nämlich nicht mit dem Hund zusammen.

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Kommentar von Bitterkraut
12.11.2016, 20:02

Danke, du bringt es auf den Punkt. 

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Das kann auch Stress und Frust durch Kontrollverlust sein. Wenn man nicht weiß, wie der Alltag mit Hund bei euch so abläuft - wer was macht und wer sich wie verhält - kann man nicht von vorne herein sagen, was der Hintergrund ist.

Vielleicht solltet ihr, je nachdem, wie belastend die Lage für euch ist, professionelle Hilfe suchen und ein "geschultes Auge" euren Tagesablauf mit Hund begutachten lassen.

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Nein euer Problem liegt wo anders, Spielzeug weg, so etwas ist was ganz besonderes, was er nur mit seinen Menschen die ihn damit bespaßen haben sollte. Ihr müsst Regeln aufstellen und diese auch ausführen. Euer Hund wird euch mit Sicherheit auf Schritt und Tritt verfolgen, ob ins Schlafzimmer, Bad usw. 

Euer Hund handelt aus Frustration, die verschiedene Ursachen haben kann.

Die Erste ist er darf euch überall in der Wohnung begleiten, weil er glaubt das ihr euch ohne ihn nicht zurecht findet, doch dann geht ihr arbeiten und er ist alleine, es frustriert ihn, das er die Kontrolle über euch verliert, dann zerlegt er aus einer Übersprungshandlung eben mal kurz die Wohnung.

Zu guter letzt kommst du nach Hause bist natürlich sauer auf ihn und meckerst mit ihm, also belohnst du sein Verhalten noch mit einer Aufmerksamkeit.

Vor einigen Wochen habe ich das Problem schon mehrmals erklärt, bitte suche dir es hier heraus.

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Kommentar von Bitterkraut
12.11.2016, 17:32

Wieso redet ihr alle von Kontrolle? Ein Hund mit 8 Monaten will keine Kontrolle, der will Schutz! Er fühlt sich schutzlos, wenn er allein ist. Die Gruppe bietet Schutz und sichert sein Überleben. Das sagt ihm sein Instinkt, nicht, daß er mit 8 Monaten die kontrolle über die Gruppe braucht. Das ist Quatsch! 

Kontrolle über seine Menschen - lol. Warum nicht gleich die Weltherrschaft?

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Ein Hund muss beschäftigt werden, muss ausgelastet sein. muss abgelenkt werden. Ihm ist langweilig, er weiß nicht was er machen soll, das Spielzeug wird mit der Zeit langweilig, wechsle es aus.

Gib ihm Kartons oder leere Papprollen oder eine Rolle Toilettenpapier. Damit hat sich der Hund meiner Freundin stundenlang beschäftigt. Papier zusammenfegen ist einfacher als kaputte Gegenstände zu reparieren.

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Vielleicht solltest du ihn nochmal besser ans alleine bleiben gewöhnen, schau, dass er nicht zu sehr an dir hengt und dir auch wenn du Zuhause bist nicht immer hinterher läuft. Du kannst ihm ein paar Knochen geben die ihn auf längere Zeit beschäftigen. Aber das körperliche auspowern ersetzt das natürlich auch nicht.
Vielleicht ist es ja möglich jemanden zu finden der mit ihm zwischen durch eine Stunde spazieren geht oder besser mit dem Rad fährt, damit er seine überschüssige Energie los wird.

Wenn es gar nicht mehr geht und er zu viel zerstört könntest du ihn auch langsam an einen großen Käfig gewöhnen. Und wenn er ihn als seinen Rüchzugsort ansieht könntest du ihn darin einsperren wenn er alleine ist. Auf Dauer ist das jedoch auch keine optimale Lösung.

:)
LG

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Kommentar von Bitterkraut
12.11.2016, 15:47

Wenn es gar nicht mehr geht und er zu viel zerstört könntest du ihn auch langsam an einen großen Käfig gewöhnen. 




Genau, sperrt den Hund in einen Käfig, 7 Stunden lang. Sag mal, gehts noch? Du hast Null Ahnung, aber haust hier Sachen raus, die einem Hundebesitzer die Haare zu Berge stehen lassen. Käfig gegen Angst, super Idee...

Auf die Idee, das das Poblem nicht am Hund liegt, kommst du wohl gar nicht. Wenn der käfig nicht reicht, könnte man ihn ja noch fesseln, nur damit er Ruhe gibt - oder?

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Kommentar von Bitterkraut
12.11.2016, 16:02

Wenn es gar nicht mehr geht, gibt man den Hund ab, in Hände, die was von Hunde verstehen, im Gegensatz zum Fragesteller und zu dir, und die Zeit und Gduld für einen Hund aus einer Tötungsstation haben.

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Kommentar von MatthiasHerz
12.11.2016, 16:09

Ohne „Psychologiescheiß” funktioniert ein Hund nicht.

Der Vergleich mit einem Menschen ist weit am Ziel vorbei.

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