Mein Hund verträgt sich nicht mit Artgenossen: Wie kann ich ihn das abgewöhnen?

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7 Antworten

NEIN! gehe bitte  nicht in einen dieser Schäferhundevereine/Schäferhundeplätze, denn dort wird man deinen Hund mit Zwang und Druck gefügig machen und hinterher hat er mit Sicherheit noch mehr Probleme....

Das was du schilderst ist typisch für viele weisse Schäferhunde. 

Sie sind eher introvertiert und reagieren sehr sensibel auf Reize von aussen. Genauso sensibel verteilen sie ihre Sympathien! Wenn deine Hündin nun also nicht mit allen anderen Hunden gut Freund sein will, dann akzeptiere das doch. Du kommst doch ohne Probleme an anderen vorbei, wie du schreibst.

Erwachsene Hunde, die nicht zusammenleben oder sich täglich sehen,  spielen auch nicht mehr miteinander. Sie checken sich gegenseitig ab, kontrollieren ihren evt. Paarungsstatus und gehen ihrer Wege. (klar, gibt es auch Ausnahmen). 

Sozialkontakte kannst du mit bekannten freundlichen Hunden zulassen. Die Anzahl der Freunde ist nicht wichtig, sondern die Qualität einer Freundschaft - wie bei uns Menschen eben ;-)

Wie sind denn so die Mutter und Geschwister deiner Hündin? hast du mal mit dem Züchter über Wesen und Charakter dieser Hunderasse gesprochen? bei uns in der Gegend finden regelmäßig Treffen der Freunde der schönen Weissen  statt. Eine sehr engagierte Züchterfamilie organisiert das. Vielleicht gibt es so etwas bei Euch auch - unter Gleichgesinnten merkt man schnell, das ein Problem gar kein Problem ist!


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Denisekraack 11.11.2015, 12:11

Ich bin erstens schonmal sehr dankbar für deine Antwort :) Ja also shaira muss auch überhaupt nicht mit allen befreundet sein, aber ich möchte einfach das sie lernt ruhig und gelassen an anderen Hunden vorbeizugehen und das sie lernt nicht gleich jeden Hund anzufallen, das wäre mir sehr wichtig :) das mit dem Züchter Treff gibt es bei uns leider nicht, wir haben auch seit wir shaira bei ihren Züchter abgeholt haben keinen Kontakt mehr zu den Leuten. Da sie auch sehr unerfahren waren..Und die Welpen in gerade gut behandelt haben..

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adventuredog 11.11.2015, 12:30
@Denisekraack

verstehe. Beim kreuzen anderer Hunde mach auf dich aufmerksam und zwar bevor sie die anderen richtig wahrnimmt oder gar fixiert. Mach etwas, das sie dich anschauen muss, Ein Beispiel: hab Leckerlis dabei, nimm eins in den leicht geöffneten Mund, so das es rausschaut und sie dies sieht. Ist der andere Hunde vorbei, gib ihr das Leckerli für ruhigbleiben und dich anschauen. Du kannst das Leckerchen natürlich auch in der Hand behalten ;-) Halte immer reichlich Abstand zu anderen beim passieren. Jeder, egal ob Mensch oder Tier, hat eine Individualdistanz, die ein Fremder nicht unaufgefordert überschreiten sollte. Als Mensch würde man ausweichen wenn man jemanden als zu aufdringlich empfindet, als Hund ist man an der Leine "gefesselt". Da muss der Besitzer für Einhaltung der "Sicherheitszone" sorgen. Mit Ablenken und hinterher belohnen habe ich bei meinen Hunden, die ähnlich deinem gestrickt sind, die besten Ergebnisse erzielt. Klappt sogar bei Katzen und kleinen Kläffern, sehen sie jetzt diese jetzt in der Entfernung, regen sie sich nicht mehr auf, sondern richten sofort ihre Aufmerksamkeit auf mich :-)))

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Mein Rüde will Keine fremden Hunde um sich haben außer ist ne läufig Hündin.

Ich akzeptiere das völlig. Er muss nicht wenn er nicht will.

 um Problem zu beheben muss man die ursache finden und beheben. Daher solltest du dir einen guten, Gewaltfrei arbeitenden Trainier nach Hause holen.

Fremde Leute können dir keinen Rat geben, da wir weder dich, deinen Hund noch seine Geschichte kennen. 

Ich weiß das meiner aus Unsicherheit keine fremde Hunden haben will und ausrastet wenn sie zu nahe kommen. Ich hab mich damit abgefunden, dass er kein Hund sein wird der mit anderen spielend über die Wiese springt.

Wir gehn andere Hunden aus dem Weg und unser Leben ist um einiges angenehmer.

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Es gibt Hunde, die keine anderen Hunde akzeptieren. Darum warnen sie auch mit knurren. Meine erste Hündin hatte 15 Jahre keine anderen Hunde akzeptiert bis auf eine einzige, aber auch nur draußen. Sie ließ sich auch von niemanden streicheln, außer von der der eigenen Familie. Das heißt leider tagsüber mit Beißkorb und Leine und in der Nacht wenn alle schlafen, Freilauf.

Ich habe das akzeptiert und habe ihr nichts aufgezwungen und nicht als Problem gesehn.

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Schäferhunde sind etwas dominanten gegenüber anderen Hunden. Zumindest die meisten.
Mein malinois geht auch ohne Probleme dran vorbei auch wenn er einen Kamm kriegt. Er hat nicht gerne fremde Hunde um sich rum. Ihm bekannte Hunde sind allerdings kein Problem

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Grade Schäferhunde dominieren gerne andere Hunde, dass sagt Ihnen Ihr Hüteinstinkt. Zeig ihr, dass sie nicht der Mittelpunkt der Welt ist und sie mit Frustration klar kommen muss. Nimm die Leine aber geh nicht mit ihr raus, nimm ihr das Spielzeug weg und spiele dann nicht mit ihr etc.

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MiraAnui 11.11.2015, 10:44

Hüten hat mal absolut gar nix mit dominieren zu tun...

Hüten ist reines Jagdverhalten.

Was sollte es bringen wenn sie das Spielzeug wegnimmt? Oder die Leine und nicht gassi geht?

Wenn der Hund unsicher ist. Was ich vermute. Braucht er Routinen, regelmäßigkeiten und Rituale. Das gibt dem Hund sicherheit.

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wotan0000 11.11.2015, 11:02
@MiraAnui

Mein Hund besteht aus Ritualen.

Wenn etwas abweicht wird er total unsicher.

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YokaiTanuki 11.11.2015, 12:02
@MiraAnui

Die Unsicherheit muss nichtmal beim Hund den Ursprung haben. Oft geht die Unsicherheit zuerst beim Halter aus, auch wenn dieser es vielleicht nicht merkt. Z.B. die typische Situation, wenn man mit dem Hund an der Leine an einem anderen Hund vorbeigeht. Wenn man sich unbewusst anspannt, weil man beispielsweise erwartet, dass sich die Hunde anknurren/anbellen, merkt das der eigene Hund meistens recht schnell (z.B. an einer Veränderung bei der Leinenhaltung), selbst wenn man sich der Unsicherheit selbst nicht bewusst ist. D.h. die eigene Unsicherheit kann auf den Hund abfärben. Das festigt bei nächsten Begegnungen die "negativen" Erwartungen.

Und das vermute ich auch in diesem Fall. Nicht nur der Hund wird verunsichert sein, sondern auch der Fragensteller. Natürlich muss ein Hund nicht mit anderen Hunden spielen. Meiner ignoriert die meisten auch nach kurzem Beschnuppern oder brummelt vor sich hin. Aber dieses Beschützen vor anderen Hunden, das angesprochen wurde, sollte vermieden werden, wenn es über Knurren hinausgeht. Und hier sollte das "Training" beim Verhalten des Fragenstellers anfangen, denn dieser wirkt selbst recht verunsichert.

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