Mein Hund markiert und pöbelt

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5 Antworten

Versuchts doch mal mit einem Kastrationschip, ob sich dadurch irgendetwas verändert. Ich weiß, jetzt schreien wieder alle auf. Aber wenn er dadurch wirklich etwas "runter" kommt und nicht mehr bei der Hündin in die Bude pi**t... Euer Rüde scheint mir wirklich extrem zu sein und es hört sich so an, dass Ihr eben viel richtig macht und nicht wie das Klischee immer so besagt :). An der Erziehung kann es per Ferndiagnose, so wie du alles beschreibst, nicht wirklich liegen. Euer Hund steht, vermutlich nicht zuletzt wegen seiner Deckrüdenkarriere, unter Dauerstrom. Das stresst doch auch auf Dauer das Tier.

Was man sich allerdings überlegen muß, so wie er jetzt ist, als richtiger Rüde, kommt er vermutlich mit den meisten Hunden klar. Wenn er aber nicht mehr so riecht, kann sich das ändern. Und dann ist er halt auch echt klein, wenn mal ein anderer Streit suchen sollte..

Beutelkind 30.10.2012, 20:15

...Wo gepieselt werden darf entscheidet ein Kastrationschip?! Nee... !!!

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Ikamani 30.10.2012, 20:26
@Beutelkind

nein, aber vielleicht verliert er dann die lust es überall zu verteilen....?

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aotearoa01 30.10.2012, 22:31
@Beutelkind

der hund steht unter dauerstrom so wie sich das liest. da kannste auch mit erziehung nix gegen machen. der ist schon übermässig hormongesteuert.. ich würds versuchen, ich hätte keine lust nach jedem besuch bei der freundin auf knien durchs haus zu kriechen um nachzusehen wo der hund überall hingepieselt hat.. alternative wäre, die ganze zeit an der leine, aber da fängt so ein kandidat vermutlich an, sich übersprungsmäßig irgendwas anzutun..

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Danke, für die Ausführlichkeit Deiner Frage. Auffallend ist auch, dass Ihr trotz dessen, Ihr Euch seinbar mit Euren Hunden und deren Verhalten beschäftigt, Euch sehr wenig damit auskennt. In der Wohnung solltet Ihr die Stellen mit Essig behandeln. Denn ist der Geruch da, wird der andere Hund immer wieder drüber markieren. Auch markiert oft in einem Rudel immer nur das ranghöchste Tier. Eine Sozialisierung ersetzt auch keine artgerechte Haltung und Erziehung. Eine Ferndiagnose ist hier sicherlich auch fehl am Platz. Der einfachste Weg, wendet Euch an den Rasseverband. Dort gibt es erfahrende Ausbilder, welche Euch mit Rat zur Seite stehen und auch die Situation sich direkt anschauen. Eurer Züchter hilft bestimmt auch gern.Und bitte lasst Euch nicht einreden, Ihr müsstet die Hunde kastrieren lassen, dies könnte das Verhalten auch noch verschlimmern.

Ikamani 30.10.2012, 16:03

Hallo, zunächst vielen Dank für deine rasche Antwort. Auch wenn ich einige Aussagen nicht ganz verstehe, wie die folgende: Auffallend ist auch, dass Ihr trotz dessen, Ihr Euch seinbar mit Euren Hunden und deren Verhalten beschäftigt, Euch sehr wenig damit auskennt. Ich würde mich nicht als ahnungslos bezeichnen aber ein Fachmann bin ich auch nicht. Auch weiß ich, dass eine Sozialisierung keine artgerechte Haltung und Erziehung ersetzt. Aber es ist eine Grundvoraussetzung für ein gesundes und normales "Hundeverhalten" und ein wichtiger Baustein, darum habe ich es erwähnt. Dass wir die markierten Stellen natürlich gründlich beseitigen, ist auch klar. Dennoch wird immer wieder an die selben Stellen markiert....Mein Verständnis hört da auf, wo bei den Hunden die Stubenreinheit aufhört. Und das ist auch mein Problem.

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phoinic 30.10.2012, 18:43

Dieses ständige Hundekastrieren ist sowieso das allerletzte. Zu blöd nen Hund zu "verstehen" und zu erziehen aber mal fix die Eier abschneiden. Und nein, das geht nicht gegen den TE..

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Ikamani 30.10.2012, 20:46
@phoinic

Also zunächst sollte man vielleicht immer individuell schauen und nicht verallgemeinern. Wenn ich das Kastrieren in Betracht ziehe, dann sicher nicht, weil ich eine einfache Lösung suche. Wenn das so wäre, dann würde ich mir das hier sparen, sondern "zack & Eier ab". Viel mehr gehts mir darum, dem Hund auch etwas Druck zu nehmen. Ich hatte davor eine sehr dominante Dackelhündin. 10 Jahre unkastriert. Sie war so dominant, dass sie sogar das Bein gehoben hat. Leider haben ihr ihre Hormone so übel mitgespielt, dass sie nach jeder Läufigkeit eine Scheinträchtigkeit hatte. Mit Milcheinschuss und übelsten Stimmungsschwankungen. Ende vom Lied waren Krebsgeschwüre im Gesäuge. Unabhängig von den Krebsgeschwüren war mein Hund 2 mal im Jahr ein Wrack und das über Wochen, mit anschließender Hormospritze usw.... Auch ich war damals ein Gegener von Kastrationen. Erst als sich die Wucherungen zeigten, habe ich erlaubt meinen Hund zu kastrieren. Tja und was soll ich euch sagen? Danach war mein Hund der entspannteste und ausgeglichenste Dackel überhaupt. Und hätte ich das gewusst, wäre mein Hund ohne wenn und aber sofort kastriert worden. Damit hätte ich ihr viele Jahre unnötigen Stress erspart und eventuell auch die Geschwüre....Vielleicht kennt es auch manch ein Mensch von euch, was Hormone mit einem anrichten können, wenn sie überhand nehmen. Also pauschal so einen unnötigen Kommentar einwerfen und andere für doof erklären ist für niemanden hilfreich.

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Ikamani 31.10.2012, 07:30
@aotearoa01

Genau, super Beispiel. ;-) und immer alles nur schlecht reden, statt sich mal ein paar Gedanken mehr zu machen, finde ich "doof". Manchmal ist dem Hund eben mit "verstehen" nicht geholfen. Und das gilt es für mich zu klären. Denke, ich teste mal diese Hormon Geschichte.....

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Mein Kleiner Spanier markiert auch was das Zeug hält und reißt den Hals bis zum Anschlag auf. Ich löse das Problem derzeit dass ich ihn von der Leine abmache und er kann dann in Ruhe auch mal Ärger von anderen Hunden bekommen. Wenn er neben mir Sitz machen soll meint er dann und wann mit trampeln muss er nicht sitzen. Dann trampel ich genau auf dem Punkt den er gerade markiert hat und sage etwas schärfer Sitz....das verdattert ihn so dass er Sitz macht. Grundsätzlich macht es Sinn den Hund eben Hund sein zu lassen und da ist es wie mit kleinen Kindern...es fliegen auch mal die Fetzen. Bei unserem Stinker wird das dauernde markieren langsam aber sicher weniger, denn so langsam versteht er, dass er nicht alleine der King der Wälder und Wiesen ist.

Ikamani 31.10.2012, 14:40

Meiner läuft im Park eigentlich ausschließlich ohne Leine. Das bedeutet, er kann im Grunde jeden Hund grüßen, wenn er will. Ich wirke nicht durch Leinenzug auf ihn ein und bin auch sonst nicht die, die in Panik gerät, bloß weil ein größerer Hund meinen Mini anknurrt oder verbellt. Die machen das schon (wenn beide ohne Leine sind). Bin bewusst sehr gelassen, weil ich meinen nicht durch "auf den Arm nehmen" zu einem Angstkleffer oder ähnlichem erziehen will. Und die Hunde machen es tatsächlich untereinander aus. Häufig bekommt meiner eine ordentliche Abmachnung für sein Verhalten von anderen Hunden, die mich immer sehr freut, weil ich mir denke, dass er dann vielleicht mal runter kommt. Denkste.....kein Grund sich einschüchtern zu lassen....und je größer der Gegner, um so motivierter ist meiner....Dabei beachtet er die Signale des anderen Hundes nicht, vielmehr werden die einfach ignoriert. Häufig beobachte ich andere Hunde, wie sie ihm schon signalisieren, dass es ihnen zu viel wird oder sie sich bedrängt fühlen. Zunächst noch mit weg drehen und anderen Gesten. Davon lässt er sich aber nicht abbringen. Er mach so lang rüpelhaft weiter, bis es aggressiver zugeht und ich ihn rufen muss.

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Ganz einfach, dein Hund ist ein richtiger Rüde, der ´vor anderen Rüden einen auf "Dicke Hose" macht und alles markiert um zu zeigen "ich war hier" und sich vor Hündinnen (speziell bei der Chi-Hündin) als toller Hecht präsentiert. Da in der Wohnung deiner Bekannten alles nach der Hündin riecht und er sie durch die häufigen Besuche vll. als "seine" hündin sieht, markiert er auch alles was nach ihr riecht um anderen Hundne klar zu machen, dass das "seine" hündin ist.

Die Hündin wiederum macht es eventuell, da sie ihr revier auch verteidigen will und verteilt ihren duft dadurch wieder.

Wollt ihr mit eurem Rüden züchten? Ansonsten wäre eine Kastration ratsam. Andernfalls wird sich an dem Verhalten leider nichts ändern...

Ikamani 30.10.2012, 17:29

Danke für deine Antwort. Das hört sich plausibel an. Ja, er ist wirklich ein Macker und plustert sich regelmäßig auf....Ursprünglich war er ein Deckrüde und hat auch 2 mal erfolgreich gedeckt (bei seiner Züchterin). Inzwischen ist ihm aber so ziemlich die Lust vergangen und er besteigt die Mädels nicht wirklich mit Ehrgeiz (was letztlich zu Misserfolgen beim Decken geführt hat), Nö, er pöbelt und protzt lieber....Alles nur heiße Luft und viel Pipi.....Das Kastrieren hatte ich auch schon im Hinterkopf....einfach auch deshalb, weil ich ihn als sehr gestresst und "unter Dampf" empfinde und ihm diese Last gern nehmen würde.....

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phoinic 30.10.2012, 18:41
@Ikamani

kann mir jemand mal erklären wieso man seinen Hund kastrieren sollte? Das is so ein schwachsinn..

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xXSoDeliciousXx 05.11.2012, 12:11
@phoinic

Damit er verträglicher ist (als Rüde) und damit nicht noch mehr Hunde in die Welt gesetzt werden, die im Tierheim oder an der Straßenlaterne landen...

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"....Mein Hund markiert und pöbelt"

...^^

"....wird um die Wette markiert...."

...Warum laßt Ihr das zu?

...Augen auf beim Hundekontakt!

Ikamani 30.10.2012, 20:29

selbstverständlich lassen wir das nicht zu. Bis wir dahinter gekommen sind, wo markiert wurde und in was für einem Zusammenhang das abläuft, ist schon einige Zeit vergangen....Die machen das natürlich nicht so offensichtlich. Und seit dem es aber klar ist, haben wir die Besuche eingestellt.

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