Mein Hund Leine?

5 Antworten

Es liegt ganz eindeutig an dir, du bist der Grund weshalb er die anderen Hunde anbellt. Wenn du dein Verhalten änderst, dann wird auch dein Hund sich ändern.

Wenn dein Hund ohne Leine geht, dann hat er keine direkte Verbindung zu dir. Deshalb weiß er auch nicht, ob du über den anderen Hund besorgt bist oder ob du dich sogar vor dem anderen Hund fürchtest. Er hat keine Ahnung wie du dich fühlst und deshalb konzentriert er sich nicht auf dich, sondern auf den anderen Hund. Er schaut ihn an und liest seine Körpersprache. Mal angenommen, der andere Hund schnüffelt am Boden und ignoriert deinen Hund, dann erkennt der sofort dass keine Gefahr von ihm ausgeht. Deshalb verhält er sich nicht aggressiv und zeigt auch keine Panik. Er verhält sich ganz normal, weil er sich auf sein eigenes Urteil verlässt.

Wenn du ihn an der Leine hast, dann weißt du ganz genau was gleich passieren wird, wenn euch ein anderer Hund begegnet. Dein Hund wird den anderen gleich anbellen! Deshalb nimmst du die Leine und hältst sie straffer, so dass dein Hund dichter bei dir bleiben muss. Du willst ihn zurück halten.

Dein Hund versteht deine Botschaft vollkommen anders als du sie meinst. Er geht davon aus, dass du etwas an diesem Hund gesehen hast, was ihm selbst entgangen ist. Es muss etwas sehr gefährliches sein, denn sonst hättest du ja nicht die Leine gestrafft! Du hast ihm die klare Botschaft geschickt, dass er sich kampfbereit machen soll und genau das macht er dann auch. Er steht jetzt vor dir, du stehst hinter ihm und ziehst ihn mit der Leine zurück. Dieses Zurückziehen bedeutet für ihn, dass er angreifen soll. Ein ganz eindeutiger Befehl von dir! Er hat keine Ahnung, dass er damit aufhören soll. Er spürt nur deine Angst und weiß was er zu tun hat. Deinen Befehl kann er seiner Meinung nach gar nicht falsch verstehen. Er ist der Meinung dass er alles richtig macht.

Wenn du in Zukunft einen anderen Hund in der Ferne siehst, dann lässt du deinen Hund nicht mehr vor dir laufen. Du nimmst ihn bei Fuß, so dass er direkt neben dir laufen muss. Dafür nimmst du die Leine so kurz, dass er nicht mehr am Boden schnüffeln kann. Aber du hältst sie nicht so kurz, dass sie sich strafft. Die Leine ist kurz aber locker!!!!

Wenn dein Hund jetzt den anderen Hund sieht, dann geht er neben dir an der kurzen, lockeren Leine und als Botschaft empfängt er genau das Gleiche, als wenn er ohne Leine neben dir geht. Nämlich gar nichts!!! Du übermittelst ihm nicht deine Besorgnis über die Leine, denn sie ist ja nicht gestrafft. Er kann also nicht wissen, wie du dich fühlst. Er kann nicht wissen ob du Angst hast oder ob du besorgt bist. Deshalb wird er auch nicht besorgt reagieren und den anderen Hund nicht anbellen. Er wird sich nicht in die Leine legen und nicht ziehen. Er wird sich so verhalten, als wenn er ohne Leine mit dir unterwegs ist.

Es kann jedoch sein, dass es nicht gleich beim ersten Mal funktioniert. Dein Hund kann trotzdem aus alter Gewohnheit so wie immer reagieren, weil er ja an der Leine ist. Deshalb solltest du ihn beobachten und auf sein Verhalten reagieren. Wenn er vollkommen normal auf den anderen Hund reagiert, dann machst du gar nichts. Du willst ihm ja nicht verbieten, einen anderen Hund anzusehen. Doch wenn er ihn ansieht und auch nur das leiseste Anzeichen von Aggression zeigt, dann greifst du sofort ein. Dann ziehst du ihn mit einem ganz leichten Ruck zur Seite. Das passiert jedoch nicht erst dann wenn er bellt, sondern bereits viel früher. Wenn er bellt ist es dafür viel zu spät. Aber du kennst ja deinen Hund und weißt wie es aussieht, wenn er die ersten Anzeichen zeigt.

Sobald er die Ohren nach vorn richtet, oder sich sein Nackenfell sträubt, reagierst du sofort mit diesem leichten Ruck zur Seite. Dieser Ruck zur Seite sagt ihm, dass er den anderen Hund nicht ins Visier nehmen soll. Nach dem Ruck entspannst du sofort wieder deine Leine. Denn du erinnerst dich sicher was passiert, wenn du die Leine straff gespannt hältst. Dann legt er sich ins Zeug und bellte den anderen an. Also entspanne die Leine nach dem Ruck sofort wieder! Das ist extrem wichtig! Der Ruck soll wirklich nur ganz leicht sein und deinen Hund auf keinen Fall verletzen. Es soll ihm nicht das Gehirn aus dem Schädel fallen! Es ist nur deine neue Art der Kommunikation, mit der du ihm sagst dass der andere Hund ungefährlich ist.

Am Besten übst du das ein paar Mal mit ihm. Dann wirst du sehen dass dein Hund sofort versteht, was du von ihm willst.

Okay werde ich morgen machen Danke :D

1

es gibt mehrere Möglichkeiten, entweder er bellt, weil er zu dem anderen Hund hin möchte ( spielen, schnüffeln ) oder weil er sich mit dir besonders stark fühlt und dann einfach mal die "Sau" rausläßt. Leider hast du nicht geschrieben, was für ein Hund du hast ( Größe ? ). Ich würde probieren, meinen Hund auf die Seite zu nehmen, hinsetzen lassen, bis der andere Hund vorbei ist Dabei mußt du ruhig bleiben, unruhe überträgt sich auf deinen Hund. Wenn er nicht bellt, gibt es Leckerli. Muss man halt trainieren.

Ich habe einen Labrador&Schäferhund&Stafford mix

0

welche Art des Bellens beschreibst du ? Aggressiv oder eher Fordernd? Gehen die Nackenhaare hoch, wie ist die Rutenstellung und die der Ohren? Also beschreibe es bitte etwas genauer.

Was möchtest Du wissen?