Mein Hund kaut auf Steine. Wie kann ich ihm das abgewöhnen?

5 Antworten

Es ist Deine erste Pflicht umgehend einen Tierarzt aufzusuchen. Es muß abgeklärt werden ob Magen und Darm, Mandeln, Hals und Rachen Deines Hundes gesund sind. Denn Hunde mit solchen Problemen versuchen immer wieder - mit dem Aufnehmen von rauhem Material oder Steinen - ihre Beschwerden zu lindern.

Normalerweise lernen alle Welpen - durch Selbstversuch - dass Steine ein uninteressantes, ungeeignetes Spielzeug sind.

Es sei denn: Ein Mensch hat dieses "Spielzeug" durch ein lustiges "Pfui-Abjagen-Spiel" erst so richtig interessant werden lassen!

Das heißt sämtliche Dir gegebene Tipps aus miserablen "Hundeschulen" (?) sind komplett falsch und völlig kontraproduktiv gewesen.

Denn: Hunde die im großen Stress sind bekommen Magenprobleme.... Und? Fällt Dir etwas auf? Genau! Magenprobleme versuchen Hunde mit dem Aufnehmen und fressen von Steinen und Unrat zu mildern....

Ein schlimmer Kreislauf beginnt....

Nun ist schon Schicht im Schacht in Deinem Fall. Denn Nass spritzen und mit erschreckenden Gegenständen werfen macht Stress, macht aber auch den Eindruck auf den Hund ... als ob Steine etwas völlig wertvolles - für den Hundehalter - sind.

Wertvoll für einen Hund: Da kann es sich aber nur etwas Fressbares oder ein hoch interessantes Spielzeug handeln.

Weshalb hast Du dem Ratschlag der ersten Hundeschuleinrichtunh nicht vertraut? Ignorieren das Verhalten, dann hört es von ganz alleine auf.

Zu spät!

Jetzt solltest Du aber endlich richtig handeln! Höre auf Deinen Hund mit Schreckreizen und Strafreizen zu misshandeln! Tierarzt aufsuchen und körperliche Ursachen ausschließen!

Dann bitte eine wirklich fundiert und pro Hund wirkende Hundeschule/Hundetrainer hinzuziehen. Denn wenn es für ihn ein lustiges Spiel wurde ist dieses inzwischen - durch Stress den Du verursachst - zu einer Zwangshandlung geworden!

Hier bei IBH hundeschulen findest Du eine Liste nach Postleitzahlen geordnet, von wirklich gut ausgebildeten und für Hund und Halter, statt eigene Kasse wirkende Hundetrainer. https://g.co/kgs/4ALtir

Denn das Problem ist nun einem schwer verunsichertem Hund ein eventuell lustiges Spiel "abzunehmen" ohne es noch interessanter zu machen. Dazu solltest Du fachliche Anleitung bekommen, denn:

Es muss jetzt klappen, damit Dein Hund keine gesundheitlichen Schäden davon bekommt. Das geht aber nicht mit Verbieten oder Strafmaßnahmen.

Auf diesem Weg wünsche ich Euch Beiden alles Glück der Welt zusammen. 🍀🐾

Zu erst wäre wichtig zu wissen, ob er auch Kot aufnimmt oder andere ungeeignete Dinge, denn das könnte dann tatsächlich auf ein schwerwiegendes Verhaltensproblem hinweisen.

Ich würde das weder mit Wasserflasche noch mit Wurfschellen oder ähnlichen Dingen machen, damit wirst Du bei der HS zum Dauerkunden degradiert, da Du Dir gerade in diesem Alter damit erst richtiges "Problemverhalten" antrainieren kannst.

Ich würde auch keinen Mauli nutzen wollen, da der Hund dadurch in seiner Kommunikationsfähigkeit stark eingeschränkt wird.

Kennst Du Dich mit Markersignalen wie nem Clicker aus? Du könntest anstatt eines Clickers auch ein Wort nutzen, jedenfalls würde ich das zu aller erst einmal aufbauen.

Bis dahin, das dürfte relativ schnell gehen, rigoros darauf achten, das der Hund keine Steine mehr verschlucken kann, denn das kann schlimmstenfalls zu einem Darmverschluß führen oder anderweitigen physiologischen Beschwerden!

Und wie möchtest Du mit einem Klicker aufbauen, daß der Hund keine Steine aufnimmt? Willst Du immer klickern, wenn er mit hoher Nase durch die Gegend läuft :-)

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@Berni74

Quark, man legt gezielt Steine aus, der Hund sieht den Stein und es wird gemarkert, ganz einfach oder?

D.h. ich arbeite nicht gegen den Auslöser an, sondern veränder ihn zu etwas, was der Hund sieht aber nicht haben darf/soll, initiiere eine Umorientierung und genau das wird dann in Folge verstärkt...

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du solltest sein Verhalten in eine Positiv Bestärkung konditionieren. Über Clicker Training. Alles Negative wird in eine Positivhandlung gelenkt.

Also, mittlerweile sind wir ja häufig einer Meinung, aber das mit dem Clicker erschließt sich mir in diesem Fall nicht

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@Berni74

warum nicht? Mit dem Clicker kommen nur positive Impulse. Sei es ein Spiel, Futter oder ähnliches. Also eine Umleitung. Ich habe mich auch eigentlich relativ wenig damit beschäftigt, bis ich auf die Rubrik Giftköder Alarm stieß. Siehe da und staune, durch die gezeigte Videoanimation wurde einiges schlüssiger. Heute holt mein Goldie Unrat aus Gebüschen hervor, und verspeist diesen nicht mehr, sondern wirft ihn mir vor die Füße. Clicker mit dem Kommando, wie auch immer bringt Erfolg.

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Wie genau reagierst Du denn, wenn er die Steine aufnimmt? Falls sich Dein Verhalten diesbezüglich geändert hat - wie hast Du am Anfang reagiert, und wie machst Du es jetzt?

Wie genau stellen sich die Situationen dar, in denen er die Steine aufnimmt? Wie kommt es dazu? Macht er es während des gehens, oder wenn Du irgendwo rumstehst, wenn ihr zusammen spielt etc

Wenn er sonst auch ungeeignete Sachen frisst dann kann das mehrere Gründe haben frisst der Hund auch Kot von anderen Tieren? Dann könnte ihm etwas fehlen. Was füttert ihr?

Wichtig wäre zu wissen wann es begonnen hat, hat es langsam begonnen oder eher von heute auf morgen?

Es könnte auch auf eine Erkrankung Hinweis. Ich würde vorsorgemäßig mal beim Tierarzt vorbei schauen und ihn das erklären.

Wenn es nichts gesundheitlich bedingtes ist dann:

Erziehungsmäßig arbeitet man daran das der Hund das Ding entweder immer apportiert oder liegen lässt. Da es viele Steine gibt wäre liegen lassen wohl das beste. Wenn es keine Steine gibt was würde der Hund machen.

Das wird deine Belohnung Nr. 1 Also nimm verschiedene Steine und leg sie irgendwo drunter wo der Hund NICHT dran kommt sie aber trotzdem war nimmt versucht der Hund das auf zu heben musst du mit dem Fuß kurz drauf steigen, der Hund soll nicht an den Stein kommen. Geht der Hund auf Abstand zu dem Stein dann belohnt ihr ihn, jeder Hund hat eine andere Art von verhalten der eine schaut DICH an, der nächste sitz, der dritte dreht sich um und schaut nach was anderem, belohnt wird jedes verhalten weg vom Stein. So das wird oft und kurz trainiert besser 15 mal 5 Minuten als 1 mal eine Stunde. Das aufbauen dauert einige Zeit, dann geht es darum das es der Hund immer anwendet und wenn ihr vorbei geht sogar im bogen vorbei laufen ist ein gutes Ergebnis.

Sonst musst du nur aufpassen dass er keinen Stein mehr nimmt.

Nicht mit Gewalt / Erschrecken das macht Stress und aus Stress lernt man nicht gut.

Ja, dann wünsche ich dir viel Glück mit deinem Hund.

Lg Steffi

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