Mein Hund ist ,,Frech" was tun?

12 Antworten

Als erstes würde ich so eine laaaange Leine holen, so das er laufen, aber nicht abhauen kann, sonst passiert am Ende noch was.

Und für die meisten Tiere bedeutet ein anderes Umfeld eine neue Übung! Was der Hund zu Hause kann, kann er nicht zwingend auch draußen, das ist für ihn eine ganz neue Übung (die aber meist nicht so lange dauert wie die erste Übung zu Hause).

Ersetze mal gedanklich frech durch ungeübt, überfordert, irritiert.

Bleib einfach konsequent und lass ihn nicht mehr freilaufen. Hol dir am besten eine Schleppleine, damit er trotzdem noch seine Freiheiten hat.

Das klingt ziemlich nach Pubertät, von daher einfach ruhig und konsequent bleiben

Diese Erfahrungen hat wohl jeder gemacht, der einen pubertären Hund hatte, es sei denn er hat von vorneherein nach lerntheoretischen Grundlagen trainiert.

Hunde verhalten sich hündisch, das sie etwas falsch machen wissen sie nicht, sie verstehen dann auch nicht warum sie dafür gestraft werden, so straft der Halter für natürliches hündisches Verhalten und der Hund verliert das Vertrauen in die Fähigkeiten seines Halters weil dieser sich unberechenbar in Hundeaugen verhält.

...unter natürliches hündisches Verhalten fällt: buddeln, schnüffeln, Leute anspringen (ontogenetischer Funktionswechsel), rennen, toben, zu anderen Hunden hinrennen usw.

Alles was ein Hund macht, es sei denn er ist verhaltensgestört was im übrigen die wenigsten sind, ist natürliches hündisches Verhalten somit ist ein Hund weder frech noch provoziert er seinen Halter, das hat der Hund gar nicht im Sinn.

Du hast ihm nur einfach den Rückruf nie richtig beigebracht, gerade in der Zeit der Adoleszenz (die Entwicklung vom geschlechtsreifen zum erwachsenen Hund, ca. vom 5. - 24. Monat), bei großen Rassen dauert sie noch länger, gleiches gilt für Frühkastraten, sollte der Rückruf der mitunter das "teuerste" Verhalten darstellt, richtig und nach lerntheoretischen Grundlagen trainiert werden.

Leckerchen sind für viele Hunde eine tolle Sache, aber meist nicht mehr wenn es darum geht Schnüffelstellen zu inspizieren oder ausgiebig mit dem Hundekumpel zu toben.

Hier gilt es dem Hund einen geeigneten Verstärker für sein Verhalten anzubieten, was auch hießt, das der Halter seinen Hund kennt.

Kenne ich meinen Hund, weiß ich was er am allerliebsten macht. Buddelt er z.b. für sein Leben gern und ich kann ihn vom buddeln nicht abhalten, dann kommt der Hund an die Schleppe und es wird vorhergehend ein Abbruchsignal auftrainiert, dafür eignet sich der Geschirrgriff sehr gut. Ist dieser gut aufgebaut kriege ich den Hund auch vom buddeln weg und dann kann ich genau damit das zurückkommen verstärken.

So widersinnig es sich für viele anhören mag, so ist das aber lerntheoretisch gesehen ein primärer Verstärker (weil bedürfnisbefriedigend) und gerade primäre Verstärker sind die am höchsten wirksamen.

Für viele Hundehalter ist es allerdings schwierig diese zu erkennen und somit werden wir hier keine 100% richtigen Aussagen treffen können, da wir eben Deinen Hund nur von Deinen Aussagen über ihn beurteilen können,ihn aber nicht kennen.

Ein Hund der nicht wiederkommt gehört ganz einfach eine Schleppe und das so lange bis er gelernt hat zu kommen, wenn der Halter ihn ruft.

Du möchtest nichts von einer HS hören oder gar, das Du mit Hunden nicht umgehen kannst. Bezüglich dieser Aussage kann Dir dann hier erst Recht keiner helfen, denn dazu müsste man erst einmal seine eigene Meinung ablegen und offen sein für Dinge, die eben die lerntheoretischen Grundlagen betreffen.

Wie sollte man Dir helfen wenn Du es gar nicht willst!?

Eine HS z.B. kann Dir wunderbar erklären, wie Lernverhalten bei Hunden aussieht, insofern es eine gute HS ist und ob Du fähig bist das zu erlernen kann man auch nicht beurteilen, weil man eben auch Dich nicht kennt.

Was ich Dir aber definitiv mit auf den Weg geben kann ist, das Du Deine Gedankengänge bezüglich des Verhaltens Deines Hundes mal überdenken solltest.

Frech und provozieren, sind schon einmal keine Verhaltensweisen, die Hund kennen oder gar in ihrem genetischen Programm verankert hätten und wenn Du Hilfe möchtest, dann sicher nicht mit Deinem Verhalten welches Du hier an den Tag legst und Aussagen wie:"Bitte keine Antworten wie :,,Du kannst nicht mit Hunden umgehen, Bring ihn in die Hundeschule " nur bestätigen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Dein Hund ist in der Pupertät und da testen Hunde wie Menschen eben aus was sie sich erlauben können.

Besorg dir eine Schleppleine (oder, meist billiger, eine Longe) und lass den Hund da dran rennen und spielen. So kann er nicht einfach verschwinden und du kannst ihn im Fall des Falles auch wieder einsammeln.
Bleib geduldig und konsequent, belohne jede gute Leistung und verlier nicht die Nerven wenn dein Hund den Eindruck macht jedes einzelne Kommando vergessen zu haben. Das kommt auch wieder wenn du dran bleibt, ganz ehrlich ;)

Also für eine pubertierende Phase ist er noch zu jung mit 7 Monaten, du hast ein Problem, weil dein Hund intelligent ist. Er will deine Aufmerksamkeit und versucht dich für seine Zwecke zu erziehen. Und wenn er neuerdings nicht mehr kommt auf Abruf dann leine ihn nicht ab. Lass eventuell vorübergehend mal eine lange Schleppleine dran und übt das auf Kommando herankommen. Überschwänglich

loben Vielleicht mit Apportieren auslasten. Du hast da einen schlauen Burschi. Wenn er an der Schleppleine nicht kommen will, dann kannst du ihn auch ein bisschen ziehen und auffordern zu kommen und dann loben wenn er dann kommt. Oder du schmeißt mit Klöder Dose hinterher, aber ohne den Hund zu treffen. Und falls er im Freilauf mal nicht gleich kommt, beruhige dich nur ein dummer Hund kommt sofort ein kluger Hund überprüft deinen Befehl, ob nicht da noch was anderes besseres ist Stadt heranzukommen. Wichtig ist mit viel Lob arbeiten dran bleiben den Hund beschäftigen, das ist ein kluges Köpfchen. Der braucht Input vielleicht Agility machen.

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