Mein Hund ist aggressiv gegenüber anderen Hunden...

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Etwas spät, für Deine Frage hier. Dein privater Hundetrainer scheint ja nicht besonders gut gewesen zu sein. Hat er Dir zur Kastration geraten zur Verhaltenskorrektur? Über das Sozialverhalten kannst Du nun nicht mehr arbeiten. Such Dir einen Hundetrainer, welcher auf Tierheimhunde spezialisiert ist. Langjähriges Training, Üben und viele Tränen werden vor Dir liegen. Dein Hund ist falsch ausgebildet. Es sei denn, Du wärst ein Kind? Dann verzichte unbedingt darauf mit den Tier allein zu gehen.

Also, auch eine Kastration bewirkt ja nicht, dass alle Hormone sofort auf Null sind. Das heißt, bevor die Kastration eine Wirkung im Verhalten zeigen kann, vergehen einige Wochen. Also Kopf nicht hängen lassen, da könnte noch was kommen. ;-)

Zum anderen: ohne Training nutzt alles nix. Das heißt, Du müsstest Hundebegegnungen mit ihm üben. Welches Verhalten hättest Du denn gern? Was sollte er tun, wenn Euch ein Hund begegnet? Denn viel leichter, als dem Hund etwas einfach nur zu verbieten ist es, ihm beizubringen, was er tun soll.

Ich zum Beispiel mag es, wenn mein Hund "bei Fuß" läuft - wenn da ein Hund entgegen kommt, den ich schlecht einschätzen kann lasse ich ihn auch absitzen. Wäre doch vielleicht ein guter Einstieg? Also, erst einmal ohne Hundebegegnungen einfach aus dem Nichts heraus dieses Verhalten üben. Du gehst spazieren, lässt ihn "bei Fuß" gehen, er soll sich absetzen - mach einfach während des Spaziergangs eine kleine Übungseinheit mit Deinem Hund, hinlegen, Pfötchen geben, was auch immer, und vergiss die Leckerchen nicht. Die Unterbrechung des Spaziergangs soll ihm ja schließlich Spaß machen. Je mehr Spaß er dabei hat, desto größer dürfte seine Bereitschaft sein, das dann später auch dann zu machen, wenn andere Hunde entgegen kommen.

Wie auch immer: ohne, dass Du etwas dafür tust, wird sich kein Problem erledigen.

Vor einer Kastration sollte die genaue Analyse stehen weshalb ein Hund sich (oft an der Leine) aufputscht - anderen Hunden gegenüber.

Weit häufiger als Aggression und Dominanzverhaltem spielt Unsicherheitsverhalten - durch nicht ausweichen & Humdesprache zeigen können - eine weitaus gewichtigere Rolle!

Nur sehr sehr wenige Hunde sind tatsächlich dominant und aggressiv anderen Hunden gegenüber.

Mein Tipp: Suche dir jetzt endlich einen artgerecht arbeitenden Hundetrainer und lasse Dor helfen deinem Hund die Unsicherheiten zu nehmen.

Es gibt auch viel Literatur zu diesem Thema - dazu müsstest Du aber gute Leinenausbildungsmethoden von schlechten Methodn unterscheiden können!

Die Kastration macht deinen Hund nun hormonell noch unsicherer....

Literaturtipps und links folgen....

http://www.ibh-hundeschulen.de/

Hier findest du mit guten Ausbildungen und Fortbildungen, artgerecht am Hund arbeitende Hundeexperten, welche Dir und deinem Hund helfen können!

Empfehlen möchte ich Dir den "Animal learn Verlag" dort findest du zum Thema Leine und Leinenaggression viele sehr gute Bücher. Auch unter "animal-learn" im Internet findest du Termine für speziell solche Seminare - "wieder sozial" oder auch zur artgerechten Leinenfuehrigkeit beim Hund.

Damit du mehr zur Kastration erfährst und warum Kastration das Verhalten nicht in der von dir gewünschten Richtung ändern kann, sondern ggf. Leinenaggression sogar verstärken kann:

Buchtipp: Kastration und Verhalten beim Hund, Autoren: Udo Ganslosser, Sophie Strodtbeck

Bitte (!) suche dir dringend einen fähigen und artgerecht ausbildenden Hundetrainer welcher Dir zeigen und beibringen kann Unsicherheiten aus Hundebegegnungen zu nehmen.

1

Hallo,

auch ich würde Dir raten einen guten ausgebildeten Hundetrainer zu suchen. Erst mal müss man an der Orientierung und am Vertrauen zwischen Dir und Deinem Hund arbeiten. So aus der Ferne ist immer schlecht zu raten. Es gibt Hunde die kann man sitzen lassen bis der andere vorbei ist.Andere Hunde wiederum können das nicht bei denen ist es einfacher man geht im ersten Schritt einfach weg von Hund in die andere Richtung und läuft dann in ganz weitem Abstand vorbei. Anderen wiederum reicht das normale Ausweichen und die Richtige Haltung der Leine.

Dann muss man noch sehen wie Dein Hund mit dem Stress umgeht , was man tun kann um diesen zu lindern. Einigen Hunden hilft Bewegung anderen Hunden fressen. Anderen die Ruhe. Du siehst es ist ein weites Feld. Bitte such Dir einen sehr guten Trainer der sich mit Hütehunden auskennt.

Hat man erst einmal den Faden geht es recht gut und man kommt klar.

Kastrieren hat noch nie etwas bei so einem Verhalten gebracht.

Da hättest du dich vor informieren sollen.

Was du tun kannst, heute. Wenn du einen Hund siehst und er hat ihn noch nicht gesehen, wechselst du die Straßenseite.

Oder du lässt ihn Sitz machen. Vorher sehr gut zu Hause üben. Es klappt nur, wenn du grundsätzlich der Boss bist.

Wenn es mal brennt, weil du den Zeitpunkt verpasst hast, zwei Befehle, die er sehr gut kann, fast zeitgleich geben. Also z.B. Sitz, kurz bevor er es ausgeführt hat, sagst du dann z.B. Platz, dann ist er in dem Moment so mit dem ausführen beschäftigt / abgelenkt, dass er es verpasst.

Wenn du das in der öfteren Wiederholung vertiefen kannst, kannst du es mit der Zeit ganz abstellen. Es kommt ja erst einmal darauf an, ihn aus dieser Verhaltens-Routine heraus zu holen.

http://www.gutefrage.net/nutzer/Portbatus/tipps/neue/1

Weitere Tipps zum Thema Hund findest du in meinem Profil, wenn du auf diesen Link klickst und bei meinen Tipps "rumschnüffelst".

Was möchtest Du wissen?