Mein Hund hat extrem Angst vor anderen Menschen, was tun?

3 Antworten

Hallo,

Ferndiagnose des Hundeverhaltens sind immer extrem schwierig und da man den Hund und sein Verhalten ja nicht live erleben und beurteilen kann, daher oft nicht zutreffend.

Zu deinem Problem würde mir nur folgendes einfallen:

Du schreibst, dein Hund hätte Angst vor allen möglichen Menschen. Er bellt, damit diese nicht näher kommen bzw. damit sie weggehen. Und sie versteckt sich - auch vor Angst. Wahrscheinlich immer dann, wenn sie selbst nicht weit ausweichen kann, weil sie an der Leine ist oder der Raum (Wohnung) begrenzt ist. So kann sie also nur bellen - und das scheint - zumindest in ihren Augen - ja auch zu funktionieren, denn (irgendwann) gehen die Menschen ja wieder weg (auch, wenn die Menschen ohnehin weggehen, verküpft dein Hund es mit der Bellerei).

Deinem Hund scheint deine sichere Führung zu fehlen, er hat nicht das Gefühl, dass er sich bedingungslos auf dich verlassen kann. Daher ist es eine schlechte Idee, das Bellen einfach zu ignorieren. Der Hund bekommt dadurch ja nur die Bestätigung, dass du nichts machst und ihn mit und in seiner Angst alleine lässt.

Er wird sein Verhalten (bellen) also steigern oder noch früher damit beginnen.

Du musst deinem Hund Sicherheit geben, er muss sich darauf verlassen können, dass du weißt, was zu tun ist. Versuch doch mal in solchen Situationen ein Alternativverhalten des Hundes abzurufen, ihn also "Sitz" machen zu lassen, ihn auf einen bestimmten Platz zu schicken etc. (etwas, was er sehr gut beherrscht) und dann schaffst du im Anschluss eine größtmögliche Distanz zu dem Menschen, der dem Hund Angst macht.

So lernt der Hund eine alternative Bewältigungsstrategie und muss nicht mehr (so oft) mit der Vertreiber-Strategie reagieren.

Ansonsten solltest du mal in Büchern oder auf Internetseiten nach "vertrauensbildendem Training" Ausschau halten - viele Übungen sind verblüffend einfach und bewirken viel.

Das alles geht aber nicht von jetzt auf gleich - Geduld, Konsequenz und Nerven sind gefagt - aber es wird sich lohnen.

Wie gesagt - aus der Ferne alles schwierig ...

Gutes Gelingen

Daniela

Hallo danke für die Antwort :)
Wir ignorieren das bellen ja nicht. Sie wird auf ihren Platz geschickt und setzt sich. Problem ist, da ich mit ihr in der Notlage bei meinen Eltern lebe, muss sie sich irgendwann an meine Familie gewöhnen, da ich nicht immer da sein kann und wenn es nur 5min ist. Sie geht nicht einmal nach draußen ihr Geschäft machen, wenn mein Vater ihr die Tür aufhält. 
Aber wir werden uns gedulden, wollte nur mal andere Meinungen hören. 

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Kann sein, dass sie denkt, sie muss dich beschützen und bellt deswegen alle an.
Ich würde sie die nächsten Tage zu hause an die Leine nehmen und sie Platz neben mir machen lassen. Bei jeden Bellen, anstupsen.
Ihr zeigen, dass du dich um die anderen Menschen kümmerst und sie keine Funktion hat sondern einfach daliegen kann.
Und ich würde draußen viel mit ihr machen, so dass sie ausgelastet ist und müde.

So schnell wird ein Hund in einer komplett anderen Umgebung nicht warm.

Gibt dem Hund Zeit und er sollte in ruhe gelassen werden.

Wenn man immer wieder versucht den Hund anzulocken oder an zu fassen wird das wohl nie was werden.

Der hund muss erstmal merken das niemand was von ihm möchte und ihn auch niemand bedrängt. Nach einiger Zeit merk der hund das er nicht gezwungen ist mit jemandem Kontakt aufzunehmen und dann wird die neugierig siegen. Gibt dem Hund Zeit und habt selbst auch geduld.

Ihr solltet auch einen hundetrainer kontaktieren, denn die Ursache sollte immer bekämpft werden.

Es ist schließlich für einen Hund alles andere als toll angst zu haben und unsicher zu sein.

Danke für die schnelle Antwort :)
Das dachte ich mir schon, mich wundert es nur weil sie ja meine Familie auch schon seit 1 1/2 Jahren kennt und wir oft zu Besuch waren, dennoch hat sie Angst, außer vor meiner Mutter 

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