Mein Hund beißt fremde Hunde?

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9 Antworten

Hallo Boxerliebe,

ich hatte früher einen Boxermischling aus dem Tierheim. Ebenfalls ein sehr ruhiger, freundlicher Hund im Umgang mit Menschen. Sehr zärtlich und vorsichtig bei Kindern und Babys. Mit anderen Hunden war sie anfangs abwartend, etwas lauernd. Sobald sie einen Hund kannte, hatte sie dann kein Problem mehr.

Unsere Hündin wurde dann in einem Zeitraum von einem knappen Jahr mehrmals von Nachbarhunden (spanische Jagdhunde) angefallen und blutig gebissen. Die hatten ihre Hunde selber null unter Kontrolle und ließen sie trotzdem frei herumlaufen. Das hat meine Hündin schwer traumatisiert. Sie wurde nervös, aus Angst aggressiv. Wenn ein Hund angerannt kam, knurrte und bellte sie und fletschte sie die Zähne. Einmal schaffte sie es sich von der Leine zu lösen und hat dann auch versucht einen anderen Hund - eben einen dieser Nachbarshunde, der uns über den Weg lief - zu beißen, was glücklicherweise verhindert werden konnte.

Wir gingen damit aber nicht zu einer Hundeschule oder zum Trainer sondern zum Tierarzt. Der hat uns zum Hundepsychologen überwiesen. Da das ganze uns finanziell an eine Grenze brachte und der Tierpsychologe damit einverstanden war, haben wir nach wenigen Stunden die "Therapie" zuhause weitergeführt. Unterstützt haben wir den Prozess durch Bachblüten (ja, ich weiß, Esoterik hin oder her... es waren keine Globuli im Einsatz sondern halt Naturheilkunde ohne Zauber-Schnick-Schnack :-) ).

Sie wurde dann nach einiger Zeit wieder ruhiger, ausgeglichener und konnte wieder mit anderen Hunden zusammengeführt werden ohne Angst-Attacken oder Aggressionsproblemen.

Leider hatten wir ein großes Problem: Die Nachbarshunde waren quasi allgegenwärtig, was immer wieder Rückschläge verursacht hat. Vor den Kötern hatte meine Hündin natürlich nach wie vor eine Riesenangst.

Wenn euer Hund vom Tierschutz kommt, ist seine Vorgeschichte vielleicht ähnlich belastet. Habt ihr danach gefragt? Manchmal weiß man ja nicht genau, woher und aus welchem Umfeld die Hunde kommen.

Versucht mal das Problem eurem Tierarzt zu schildern. Ob das nun ein Fall für einen Tiertherapeuten ist oder nicht, entscheidet ihr gemeinsam. Bei uns war es eben eine extreme Situation.

Außerdem rate ich dir deinem Hund ein gelbes Halstuch oder eine gelbe Leine anzulegen, wenn du ihn ausführst. Das ist ein Zeichen für Hunde, die eventuell aggressiv, ängstlich, nervös, usw. auf Menschen oder Tiere reagieren. Damit kannst du deinen Vierbeiner und andere schützen. Vielerorts ist das "gelbe Halstuch" bekannt. Gerade für solche Situationen in denen andere Hundebesitzer ihre Hunde springen lassen... man kriegt ja oft dann zugerufen "Ach, der macht nichts..." - ich musste stets antworten: "Meine vielleicht schon!"

Hoffentlich hilft euch das ein bisschen :-)

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 09:44

Danke für die Antwort, an einen Hundepsychologen habe ich noch gar nicht gedacht. Das wär vielleicht mal eine Überlegung wert. Ich möchte schließlich, dass er sich bei Hundebegegnungen nicht direkt unwohl fühlt. Vielen Dank!

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Kommentar von Human1c
17.05.2017, 11:27

"Auf der Netzhaut befinden sich sogenannte Stäbchen und Zapfen. ... Hunde hingegen haben nur zwei verschiedene Zapfenarten in den Augen, sodass ihr Farbspektrum nur Blau-Violett und Gelb umfasst. Die Farbe Rot erscheint Hunden wie Gelb, die Farbe Grünsehen sie nicht und Purpur erscheint ihnen wie Grau." - interessanter input mit dem gelben tuch. ich dachte immer es sei sowas wie mode o.ä. ich kann mir gut vorstellen das die 'stärkere' lichtreflexion von gelb eine wirkung hat. gerne teste ich das mal.

gruss

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Hi und Glückwunsch zu eurem neuen Familienmitglied...

Leider war euer Boxer wohl als Welpe nicht oft bis gar nicht unter Artgenossen und konnte so keine Sozialkompetenz unter Hunden aufbauen.

Ihr müsst euch bei einem "Problemhund" um so mehr bewusst machen, dass ihr die Führer eures "Rudels" seid und der Hund an unterster Rangfolge zu stehen hat. Futter aus dem Napf gibt es nur nach gegebenem Kommando... Haus- und Wohnungstür durchschreitet der Hund immer erst nach euch bzw. als letzter... Beim Führen an der Leine hat sein Kopf maximal auf Hüfthöhe zu sein. Er geht dann also prinzipiell leicht hinter euch...wenn er abgeleint wurde, läuft er zuerst weiterhin auf dieser Position, bis ihr das Kommando gebt, dass er frei laufen darf... 

Dies wird sein Vertrauen zu euch stärken und ihn mehr entspannen. Übernehmt also die Führungsverantwortung für ihn in jeglicher Situation und Lebenslage.

Wenn ein nicht angeleinter Hund auf euch zu kommt, dann bittet den Besitzer frühzeitig seinen Hund anzuleinen. Ist dies nicht möglich solltet ihr euren Hund auf jeden Fall auch immer erstmal ableinen. Bleibt ruhig und entspannt, gebt einen 1maligen Befehl, dass euer Hund an seiner Position bleiben soll und geht dann einen Schritt auf den fremden Hund zu, sodass ihr zwischen beiden Hunden steht. Damit macht ihr eurem Hund erstmal klar, dass er sich zurück halten soll und ihr als Rudelführer die Situation klären werdet. Wenn der fremde Hund angelaufen kommt, macht kurz bevor er euch erreicht eine Geste oder einen Halbschritt in seine Richtung und zischt ihn dabei ruhig und bestimmt an. Versperrt ihm quasi den Weg zu eurem Hund. Prinzipiell funktioniert jeder Laut, am leichtesten fällt es den meisten aber mit einem "schhhhhhhttt"...so wie man es aus Filmen kennt, wenn jemand im Kino zu laut ist und die anderen Zuschauer ihn dann zurechtweisen wollen. Das wird den fremden Hund irritieren und ihn in seiner Bewegung stark verlangsamen, was für eine ruhigere Gesamtsituation sorgt.

Das "schhhhhttt" funktioniert auch bestens bei der Erziehung eures eigenen Hundes... Beobachtet ihn ganz genau. Stellen sich seine Ohren auf, ist er nur interessiert und aufmerksam. Stellt sich seine Rute nach oben oder wedelt sogar, ist er nicht erfreut, sondern befindet sich in einem erregten Zustand, der schnell in die eine oder andere Richtung ausarten kann. Knurrt er bei aufgestellter Rute oder zieht kurz die Oberlippe hoch, ist dies eine letzte Warnung. Bällt er, ist das meist nur ein Zeichen von Unsicherheit. Gibt der Hund keinen Muks von sich, die Rute ist dabei stark aufgestellt, die Nackenhaare gehen hoch und/oder die Ohren legen sich zurück, steht ein Biss oder Kampf bevor. Am besten ist, wenn die Rute entspannt nach unten hängt oder maximal waagerecht steht...geht sie höher, korrigiert ihn sofort mit eurem gewählten Laut. Ihr könnt ihn auch am Hintern oder der Seite mittelkräftig aber bestimmt kurz anstupsen...das wird ihn aus seiner Fixierung reißen. Seine Aufmerksamkeit und Gedanken sollten in erster Linie immer erstmal bei euch liegen...

Ein Hund spürt den Gemütszustand seines Besitzers. Vor allem wenn er an der Leine geführt wird. Seid ihr in einer Situation aufgeregt oder ängstlich, wird sich das auf euren Hund übertragen. Bleibt also immer ruhig, bestimmt und selbstbewusst.

Sucht euch doch mal Orte, an denen viele Hundebesitzer ihre Lieblinge an der Leine führen müssen (Allee in der Innenstadt etc). Geht in der Wegmitte mit eurem Hund am Rand, sodass bei entgegenkommenden Hunden nie Hund an Hund vorbeigelaufen werden muss. Lauft mit eurem Hund so wie ich es beschrieben habe...Kopf maximal auf Hüfthöhe. Die Rute hat unten zu bleiben, ansonsten wird gleich korrigiert. Bestenfalls sucht der Hund sogar öfter mal Blickkontakt zu euch. Nehmt die Leine kurz aber nie straff...sie sollte immer etwas locker hängen. Seid voller Zuversicht und geht ruhig und selbstbewusst mit gleichem Tempo einfach immer weiter. Ignoriert die anderen Hunde, als wären sie nicht da. Der Fokus eures Hundes soll auf euch gerichtet bleiben. Letztendlich wird euer Hund dadurch lernen fremde Hunde auch erstmal zu ignorieren und bei Erstkontakten entspannt zu bleiben.

Hundeschulen bieten oft auch Spielstunden für bereits ausgewachsene Hunde an. Wenn sich euer Hund dort integriert hat und irgendwann ein Neuling zur Gruppe dazu kommt, würde er im Rudel auch lernen, wie neue Artgenossen aus hundesicht richtig begrüßt werden müssen. Dies funktioniert allerdings nur, wenn euer Boxer in diesem "SpielstundenRudel" nicht die Position eines Leithundes oder sogar des Rudelführers belegt.

HundeDisks funktionieren ähnlich wie ein "schhhhhhttt"...Müssen aber immer mitgeschleppt werden und machen stets nur den gleichen Ton. Zu Beginn funktionieren sie meist gut, bis der Hund dann irgendwann dieses Geräusch zu ignorieren lernt. Benutzt eure eigene Stimme. Diese ist nicht immer gleich, genau wie euer Gemütszustand. Bleibt ruhig und bestimmt im Umgang mit Hunden. 

Alles Gute 🖖 

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 10:58

Danke für dein ausführlichen Kommentar. :) Tatsächlich läuft meine Fellnase immer brav hinter mir. Auch an sein Futter geht er nicht ran bis ich ihm das Kommando gebe. Er guckt sogar bis ich ihm das ok gebe zu fressen nur mich an. wenn ein anderer hund brav angeleint neben seinem herrchen läuft bleibt er auch immernoch brav hinter mir. das haben wir schon gut geübt. nur wenn der andere hund unmittelbar auf ihn zurennt , dann mutiert er. ich habe das gefühl, dass mein hund mir schon vertraut aber halt nur bis es zur offensive kommt. dann hört der spaß auf.

ich werde mir aber alle tipps zu herzen nehmen und weiterüben. danke dafür!

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Kommentar von Schosche
17.05.2017, 11:45

Ok, ich hab jetzt deinen Komentar gelesen 😉 Jedoch finde ich es unnötig den Hund un solch eine Stresssituation zu lassen. Wenn man ihn frei lässt bei einem herandonnernden Hund, fordert man ihn ja förmlich dazu auf, das selbst zu regeln. Dies ist doch absolut kontraproduktiv. Warum den eigenen Hund stressen, wenns auch anders geht? In meiner Priorität ist zuerst meiner, dann die anderen. Nenn mich egoistisch, aber so ist es nunmal. Wenn ich wählen kann, welcher Hund in der Situatim gestress wird, dann ist es niemals mein eigener. Aber in Gegenden zu gehen, wo Leinenpflicht herrscht, finde ich eine sehr gute Idee. 🖒

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Kommentar von Schosche
17.05.2017, 12:08

Aber was machst du, wenn der Hund sich nicht stoppen lässt... Das Risiko wär mir zu gross und mein Hund bekommt jedesmal von neuem ein Trauma und wird unsicherer... Wenn das für dich geht, ist ja ok. Aber die Methode verlangt einen gehorsamen, ruhigen und sicheren Hund. Natürlichbkannst du das mit deiner eigenen Körperspannung beinflussen, aber niemals kontrollieren. Ich weiss nicht ob du Erfahrung darin hast, oder nur ein begeisteter Cesar Milan Fan bist, aber es gibt nicht die universalmethode für alle Hunde. Erstmal müssen sich Hund und Halter auf einander einstellen, bevor man rumexperimentiert. wie gesagt, wenn für dich die Methode funktioniert, ist das sicher eine tolle Sache, aber für mich ost das zuviel am Hund rum machen. Der macht in dem Sinn ja nichts falsch. Ihm fehlt nur Sicherheit.

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Kommentar von Schosche
17.05.2017, 12:48

Ich kann mit dem Rudelführer und Rangordnungsgetue nichts anfangen sorry. Ich will das jetzt nicht verteufeln, aber es sagt mir nichts und ich kann damit nichts anfangen. Wenn man es richtig umsetzt ok, aber wenn man es nicht versteht, kann es massiv nach hinten los gehen. Das du das kannst, glaub ich dir sofort, aber das kann man nicht von heute auf morgen... Aber eben, jedem so wies ihm am wohlsten ist und der Hund wird nicht mit Schmerzen gezüchtigt versucht...

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Respekt für deine Beobachtungsgabe, du hast dein Problem wirklich schön Beschrieben. Aber an dieser Stelle bist du im Irrtum. 

...Bei ihm gibt es keine Vorwarnung, er knurrt nicht, er dreht sich nicht gar nix. Er geht neugierig auf den anderen Hund zu und beißt ihn dann aus dem nichts heraus...

Kein Hund beißt ohne jede Vorwarnung zu. Es ist nur so, dass du seine Signale noch nicht sehen kannst. Das wird sich jedoch sofort ändern, wenn du weißt worauf du achten musst. 

Wenn dein Hund auf den anderen Hund zu läuft, wird sich seine Gangart ändern. Er wird nicht mehr locker hin und her laufen und er wird auch nicht mehr beiläufig am Boden schnüffeln, sondern auf direktem Weg in einer Linie auf den anderen Hund zu laufen. Aus dem "Nasentier" wird ein "Augentier". Er wird den anderen Hund fest ins Auge fassen und seine Nackenmuskulatur wird sich versteifen. Sein Kopf steht jetzt ein wenig höher als normal. Das sind eine Menge Anzeichen! Doch das nur nebenbei. 

Ich würde nicht unbedingt dem Hund die Schuld an seinem Verhalten geben. Es kann durchaus sein, dass du der Auslöser für sein Verhalten bist. Es kann sein, dass er dich nicht für voll nimmt und versucht dich vor dem anderen Hund zu schützen. Denn bei ihm bekannten Hunden legt er dieses Verhalten ja nicht an den Tag. 

Du kannst sein Verhalten grundlegend ändern, indem du ihm Sicherheit gibst. Wenn er sich bei dir sicher fühlt und du ihm zu verstehen gibst, dass du dich um das "Problem" kümmerst, welches da auf euch zu gerannt kommt, dann hat er keinen Grund den anderen Hund zu beißen.

Dafür solltest du mit deinem Freund zusammen arbeiten. Er sollte den fremden Hund auf Abstand halten und du wendest dich eurem Hund zu. Damit meine ich, dass du dich zu deinem Hund hin drehst und deinem Freund und dem fremden Hund den Rücken zu drehst. Jetzt forderst du mit aller Konsequenz die Aufmerksamkeit deines Hundes. Lass ihn auf keinen Fall den anderen Hund ansehen! Stell dich so hin, dass du genau zwischen ihm und dem fremden Hund stehst, Rücken an Rücken mit deinem Freund. Dein Hund ist ein Nasentier! So bald er seine eigene Nase "ausschaltet" und seinen Gegner nur noch mit den Augen ins Visier nimmt, ist er ein anderer Hund. Dann wird die Sache gefährlich. Deshalb musst du den direkten Blickkontakt zum anderen Hund unter allen Umständen unterbinden. Es kann sich ein wenig schwierig gestalten, weil dein Hund sehr robust ist, aber es wird sich für dich lohnen wenn du es schaffst. Mach ihm jedes Mal klar, dass es nicht seine Aufgabe ist, sich um den anderen Hund zu kümmern. Wenn er begriffen hat dass er dich nicht mehr beschützen muss, wird er sich ganz anders verhalten und andere Hunde nicht mehr als eine Gefahr ansehen.

Viel Spaß mit deinem Hund.

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 10:54

Vielen Dank für deine Antwort :)

mir würde niemals in den Sinn kommen meinem Hund die schuld für sein Verhalten zu geben. Dass ich ihm zeigen muss dass er sich in solchen fällen auf mich verlassen muss ist mir bewusst. Dazu muss ich auch sagen, dass mein Hund stets hinter mir läuft und im normalfall nicht vorrennt. Auch ansonsten hört er wunderbar, ich glaube nicht dass er mich nicht 'für voll'  nimmt. und deshalb ist es so schwer für mich in manchan situationen zu reagieren. er bleibt auch hinter mir wenn der andere hund brav neben seinem herrchen bleibt. nur wenn der hund offensiv auf ihn losrennt ist schluss mit lustig :/

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er wird vorwarnen, nur ihr sehts nicht...ich hatte mal einen hund der nur kurz zweimal züngelte,wie eine schlange u.dann hats geknallt...ich brauchte moooonate bis ich das gemerkt habe...

das problem an disk,wurfketten u.co ist,das es nur symptombekämpfung ist,aber nicht die ursache des problems löst...

man müsste dich/euch in eurem umfeld sehn u.beurteilen können um gezielt helfen zu können...ich hab mehrere vermutungen...unsicherheit ist sicherlich der auslöser des ganzen,also bringts schon gar nichts einen ängstlichen hund noch eine aufs dach zu geben in dem man ihn mit disks erschreckt...lass ihn erstmal bei dir an der leine,kommt ein anderer hund,ins platz ablegen,du stellst dich mit dem rücken zur "gefahr" und konsentrierst dich voll u.ganz auf deinen hund,das er im platz bleibt,wirf ihm leckerlis zwischen die beine u.lob ihn mit gaaaaanz ruhiger stimme, er soll gar nicht auf die idee kommen sich selber verteidigen zu müssen, den du bist ja da,sein fels in der brandung...ist der andere hund weg, kommando sitz, paar schritte ins fuss u.dann kannst du ihn wieder frei geben

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Kommentar von Novolit
17.05.2017, 12:39

Auch eine Möglichkeit👍

...aber nur wenn er sich vom Futter ablenken lässt...ansonsten ist er in einer schlechten Position und wird das in einer stärkeren Attacke kompensieren wollen.

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Das ist katastrophal. Euer Hund ist in höchsten Maße unsicher gegenüber Artgenossen und wird "zur Strafe" durch Fisherdiscs noch mehr verängstigt.

Was lernt er daraus? "Anderer Hund = Krach. Ich muss mich nächstes Mal noch mehr ins Zeug legen, den anderen zu vertreiben, damit ich dem vielleicht entgehen kann."

Ihr solltet dem Hund stattdessen ein Alternativverhalten anbieten. Im Moment versucht ihr ihm lediglich klarzumachen, was er alles nicht tun soll. Das führt nur selten num erwünschten Ergebnis. Der Hund versteht nicht, was ihr von ihm wollt und erst recht nicht, was er denn stattdessen tun soll. Denn irgendwas muss er tun. Das liegt in seiner Natur.

Versucht es doch mal mit Dummytraining und lasst ihn auf euren Spaziergängen etwas im Maul tragen. Denn ein Hund, der etwas im Maul hat, kann keine anderen Hunde verbellen.

Und doch, ihr könnt sehr wohl etwas dafür tun, damit eurer Hund an der Leine nicht von anderen Hunden belästigt wird. Die Frage ist, ob ihr auch bereit seid, ein bisschen was dafür zu tun und immer aufmerksam zu sein.

Wenn ihr einen unangeleinten Hund seht, bittet ihr den Besitzer zunächst, ihn an die Leine zu nehmen (ihr könnt dabei ruhig auch mal einen Notlüge verwenden wie "Unserer hat Zwingerhusten" oder einfach die Wahrheit sagen "Unser Hund beißt").

Wenn der Besitzer nicht darauf eingeht, müsst ihr den fremden Hund mittels Körpersprache (deutliches "Stopp!" mit entsprechender Geste und Körperhaltung) abwehren. Wichtig ist, dass ihr es auch wirklich ernst meint. Hunde spüren das nämlich und reagieren für gewöhnlich sehr gut auf Körpersprache. Eurem Hund zuliebe müsst ihr es dann aber auch mal aushalten können, dass man über euch den Kopf schüttelt oder euer Verhalten als "übertrieben" deklariert. Die Leute können nun mal nicht wissen, in was für eine Situation ihr euch befindet.

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 11:21

Ein dickes Fell haben wir uns bereits zugelegt, uns interessiert es mittlerweile nicht mehr was andere Hundebesitzer von uns halten. Ich lasse mir nicht vorwerfen ich würde nicht alles tun um andere hunde fern zu halten. futterbeutel oder ähnliches interessieren ihn draußen überhaupt nicht (schon versucht) egal wie sehr man ihn dazu animiert.

oft ist es halt auch so dass die besitzer ihre hunde zwar zurückholen wollen aber nicht können da nicht abrufbar. und vom 20 hundebegegnungen die gut ausgehen kann es immer eine geben in der das timing nicht perfekt ist und man nicht den eigenen hund hintersich und den anderen hund gleichzeitig anbrüllen kann. 

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eigentlich hast du es ganz schön geschrieben. "Allerdings möchte ich, dass mein Hund in solchen Sitationen lernt sich anders zu artikulieren als direkt loszubeißen." also scheint es als müsste man ihm eben genau das noch beibringen. hunde beschnüffeln sich am hinterteil um sich kennenzulernen. wenn das ein hund sein leben lang anderst gemacht hat wirds höchste zeit... das schwierige ist jetzt aber sowas zu üben wenn er die nachbars hunde bereits kennt und sich dort anständig verhaltet. jetzt ist es schwierig anleitungen zu geben aber alles in allem mache ich das jeweils so das ich sein hinterteil dem fremden hund hinhalte. die meisten unsicheren hunde reagieren dann mit eingezogener rute. diese kann man ihm etwas nach oben streicheln damit er sich entspannt. sobald der andere hund fertig ist lasse ich meinen dann am fremden hintern schnüffeln. jede falsche bewegung wird direkt unterbunden, dazu gehört z.b. wenn deiner den kopf über die schulter des anderen legt. knurren oder ohren anspitzen werden ihm auch nicht erlaubt. er darf lediglich am po riechen und schauen. beine sollten nicht angespannt sein. das ganze muss halt oft geübt werden und wenn du sagst das er bei erstem kontakt bereits rastet ist es manchmal schwierig die geduld aufzubringen. auch sind die fremden hunde selten in der lage darauf zu warten. wenn ihrs nicht schafft gibts halt nur noch die trainer.. ich wünsche euch viel erfolg.

gruss

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 09:47

Danke für den Tipp, allerdings sind die Nachbarshunde (bzw die Besitzer) von unserem Hund schon abgeschreckt. Ich glaube nicht, dass die sich 'zur Verfügung stellen'. Die sehen halt nur großen Hund mit Maulkorb.. 

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Ich würd in kontrollierter Umgebung weiter trainieren. Solange es nicht besser wird, würd ich irgend ein Wurfgeschoss mitnehmen und den unangeleinten, heranrasenden Hunden entgegen schmeissen. Schlüsselbund, Wasserflasche, irgends sowas. Alternativ auch eine Wasserpistole. Ist halt umständlicher. Beschütz hier deinen Hund!
Aber ansonsten Hundeschule, Maulkorb.... Ihr seid auf dem richtigen Weg!

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 09:28

Weiter trainieren werden wir auf jeden Fall, aber ich hab ein wenig Angst, dass sich dieses Verhalten festigt.. er ist halt schon drei und wir wissen nichts zu seiner Vorgeschichte..

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Kommentar von Schosche
17.05.2017, 11:07

Da hast du recht, das man den anderen Hund traumatisieren könnte. Aber um meinen Hund zu schützen ist mir das relativ egal. Das der Hund (Mal wieder) leiden muss, wegen unfähigen Haltern ist mir bewusst und das ist durchaus traurig. Aber wie gesagt, nicht wirklich mein Problem. Ich habe meinen Hund zu beschützen... Fertig.

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Ein Hundetrainer, der bei uns zugange ist - und auch mit "Problemhunden" und "Listenhunden" sehr gut arbeitet (bei Facebook Mastinoa), empfielt, eine kleine leichte Kette zu nehmen, und diese jedesmal, wenn der Hund irgendwas macht, was er nicht soll, an seinen Hintern oder seine hintere Flanke zu werfen. Dabei und danach den Hund zu dir rufen.

Da du einen Boxer hast, der von Natur aus schon etwas mehr Muskeln hat, kannst du ihm damit nicht schaden. Aber du erschreckst ihn und es ist für ihn so ne Art "Wenn ich irgendwas mache, dann klatscht mich die Kette, aber bei Frauchen bin ich sicher"

Später reicht es dann evtl sogar, die Kette nur in deiner Hand zu schütteln oder von einer in die offene andere Hand zu werfen, da das Geräusch auch schon recht einprägsam ist.

Wichtig ist, wenn er denn kommt, dann auch direkt loben, damit er merkt, dass das richtig war.

Außerdem ist sein Tip bezüglich der Leinenführung ein Halsband, was sich leicht verengt (Keine Würger oder sonst was, IMMER mit Stopper). Wenn der Hund dann dran zieht, kurz bevor die Leine wirklich straff ist, einen heftigen Ruck, so dass der Hund nen Impuls kriegt, mit dem er gar nicht rechnet und je nachdem, auch mal in deine Richtung gestoßen wird. Da wird er sich wohl nach dir umschauen, woher das kam. Dann kannst du ihn auch wieder ran rufen und loben.

Wenn der Hund das einige Male durch hat, dann begreift er auch, dass dieser Ruck immer dann kommt, wenn er zu straff an der Leine zieht.

Ich hoffe, dass das hilft.

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 09:33

Danke für den Tipp, mit Trainingsdisks ,also diesen Wurfschellen, arbeiten wir ja schon. Das klappt auch super wenn der andere Hund noch eine gewissen Entfernung hat. Sobald er aber näher kommt interessiert dieses Geräusch meinen Hund leider gar nicht mehr. Es ist als ob ein Schalter in seinem Kopf einfach umschaltet und das Hirn ist aus..

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Kommentar von Leopatra
17.05.2017, 09:34

OMG! Gewalt in der Hundeerziehung ist Steinzeit!!!

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Kommentar von Human1c
17.05.2017, 10:18

immer wieder witzig wie sich so ein hobby veganer meldet um zu sagen was nicht geht. sie haben zwar noch nie eine bessere lösung geboten aber maulen kann man ja immer.. wie hunde..

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Kommentar von Sternfunzel
17.05.2017, 10:28

wenn der Hund  Aggressiv ist , Durch Unsicherheit ,  wie oben geschrieben ist . Wird der Hund , durch die Methode , Kette auf die Flanke  werfen  total  verblödet . *** 

"Wenn ich irgendwas mache, dann klatscht mich die Kette, aber bei Frauchen bin ich sicher" *****

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also @rikks

Der Hund  lernt dadurch  nicht mit dem Mensch zu  kommunizieren. Er wird nur eingeschüchtert , durch die Kette,  warum , kann er  nicht erkennen.  Es verunsichert ihn  nur  noch  mehr. 

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der Hund Lernt ..  " unangeleinter Hund , gleich tuts mir  weh "!!!

Ein Hund der unsicher ist  und heftig reagiert , ganz gleich ob  es ein unangeleinter , fremder Hund ist , oder ein angeleinter fremder Hund 

muss positive Erfahrungen  mit anderen Hunden machen . 

Fremder Hund , cool , ich  bleib gelassen ! 

Es muss ein Gehorsamtraining  erfolgen. Er muss lernen , sich  unterzuordnen , dem Menschen .   Positiv . 

er soll  nicht  vor etwas Angst haben, und auch nicht vor einer Kette, die ihm weh tut. 

Der Mensch  selbst , soll fuer den Hund die Sicherheit darstellen, dazu  muss der Hund , der unsicher ist ,  ihm folgen und unterwuerfig sein, durch positive Erfahrung.

freundlichen Gruss

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Aggression  gehört zum Hundeleben, natürlich in unterschiedlichen Stufen, eurer hat das evtl. höchste Potential. Es ist Situationsbezogen und kann territoriell sein. Schlechte Erfahrungen in den letzten 3 Jahren, hier mußt du erst einmal die Ursache finden um auf die Lösung zu kommen. Aus der Entfernung sehr schwierig. Es gibt die Möglichkeit mit der Wasserpistole, d h bei dem kleinsten Anzeichen spritzt du ihn nass, bis er normal reagiert, aber das ist auf die Distanz gesehen schwer einzuschätzen.

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Kommentar von Boxerliebe12345
17.05.2017, 09:30

Ich glaube nicht, dass es Territorialverhalten ist, da er jeden Hund zuhause ohne weiteres dultet. Auch sieht es nicht so aus, als würde er uns schützen wollen. Eher als würde er sich selbst schützen wollen. Halt vielleicht weil er noch so unsicher ist..

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