Mein Freund will zum KSK! (kommandospezialkräfte)

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ganz ehrlich: Wenn jemand mit der Einstellung "KSK oder nichts anderes" zur Bundeswehr geht, dann wird er bei den sehr ausführlichen psychologischen Tests, die einer dortigen Aufnahme vorausgehen, ohnehin durchfallen. Die Begründung, alles andere sei zu langweilig, zeugt nämlich - sorry - von einer derartigen Unreife und Undifferenziertheit, dass man daraus wohl kaum einen geeigneten Kommandosoldaten formen kann. Es klingt ein bisschen so, als würde Dein Freund zu den leider immer zahlreicheren jungen Männern gehören, die aus dem Grund "Her mit der Action" zur Bundeswehr gehen. Das ist der völlig falsche Ansatz, und da nützt es auch herzlich wenig, wenn man z.B. sportlich noch so sehr sehr auf der Höhe ist (oder es zu sein glaubt). Für einen guten Soldaten kann und darf es keine andere Grundmotivation geben als "Ich will Deutschland dienen!". Für viel zu viele liegen die Motivationen irgendwo zwischen "Her mit der Kohle", "Super, bezahltes Sportlager" oder eben "Action her - Krieg ist Hölle, aber der Sound ist geil". Das ist sehr schade, weil das vielleicht für den heimischen PC ausreicht, aber nicht für ein erfülltes Berufsleben als Soldat. Der mittlerweile unvermeidliche erste Einsatz lässt dann natürlich schnell die Hochglanz-Kulissen einstürzen. Nur um das klarzustellen: Der Beruf "Soldat" kann genauso erfüllend sein wie jeder andere auch, wenn man ihn mit der richtigen Einstellung angeht.

Vielleicht sollte sich Dein Freund einmal mit gewissen Einsatzrealitäten auseinandersetzen, um den Beruf Kommandosoldat etwas differenzierter zu sehen und zu begreifen, welche v.a. psychischen Höchstleistungen dabei gefordert sind und was man dort alles erlebt. Ich empfehle dazu z.B. Bücher von Einsatzsoldaten aus Afghanistan wie Johannes Clair: Vier Tage im November oder Robert Eckhold: Fallschirmjäger in Kunduz.

Abgesehen davon scheint Dein Freund eine wesentliche Voraussetzung für die Bundeswehr nicht mitzubringen - nämlich den Sinn für das Arbeiten an derselben Aufgabe, egal, in welcher Position man sich in der Bundeswehr befindet. Da trägt der Koch oder der Mann am Schreibtisch genauso dazu bei wie der Panzerfahrer oder der Kommandosoldat - Soldat ist Soldat, und gegenseitige Wertschätzung für den jeweils geleisteten Dienst ist Grundlage von Kameradschaft, die wiederum für jeden Soldaten unerlässlich ist.

Und wie viele Vorredner bereits gesagt haben: Von allen Bewerbern beim KSK besteht nur ein Bruchteil (etwa 5 - 10%) überhaupt die Ausbildung. Mit der Einstellung "KSK und nichts anderes" wird man also mit relativ großer Wahrscheinlichkeit bald relativ perspektivlos dastehen. Das ist, nur am Rande, übrigens keine Schande, diese Ausbildung nicht zu bestehen, sie gilt als das "Härsteste, was man Menschen in einer Demokratie zumuten darf" (laut belegtem Wiki-Zitat). Das soll aber weder motivieren noch abschrecken, sondern nur die besondere Härte eines solchen Dienstes klarmachen.

Ich rate Dir, Dich ganz ruhig und offen mit Deinem Freund zu unterhalten und ihn in aller Ernsthaftigkeit zu bitten, seine Gründe und Motivationen offenzulegen. Lass Dich nicht mit Gegenfragen oder ausweichenden Antworten abspeisen, mach ihm klar, dass er bei einer solch wichtigen Entscheidung auch eine Verantwortung Dir und eurer Beziehung gegenüber hat. Das ist nämlich jetzt kein Teenie-Beziehungs-Rangeln mehr, das ist jetzt Erwachsenenleben und volle Verantwortung für sich selbst und das eigene Handeln. Wenn er das nicht kann oder will, dann hat er auch nicht die Reife, die er im KSK mitbringen müsste.

Viel Glück!

Hallo navynavy,

es tut mir wirklich leid, dass ich erst jetzt antworte!

ich danke dir vielmals für deine so ausführliche antwort, endlich jemand der meine meinung vertritt udn mich versteht! ich wünschte nur, mein freund würde endlich von seinem trip abkommen. hast du noch einen tipp? ich habe jetzt vor mit ihm nochmal drüber zu reden, auch wenn ich das schon oft genug habe, aber wir sind jetzt beide abiturienten und nächstes jahr gehts los ins berufleben und ehrlicherweise habe ich schon ein bisschen angst. tausend dank!

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Mädel,wie sollen wir Dir helfen.Dein Freund wird sich sicher nicht unsere Antworten durch lesen.Du musst es schon selbst schaffen,ihm seine Idee auszureden.

Nein wird er nicht aber ich suche Hilfe und die kann ich momentan von keinem anderen finden und deshalb wäre ich dankbar für jede Hilfe hier. Trotzdem danke.

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Nicht jeder Soldat wird zum Psycho das Passiert zwar auch aber das sind eher die Ausnahmen hast mahl versucht ihn Richtung Polizei zu schieben muss er Zwar auch mit Waffen Umgehen aber da muss er nicht für ins Ausland.

Und mit Allermacht ihn davon zu versuchen abzubringen wird nix bringen Versuch ihn Alternativen schön zu reden wie gesagt wenn er kein Beruf in einer Fabrik oder sowas will Die Polizei wäre da so eine Alternative ist das was dem Bund Am nähesten kommt.

Ja SEK ist ihm zu "langweilig".

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@Virex

Was stellt er sich denn vor da später zu machen? Das echte Leben ist nicht Hollywood.

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