Mein Freund will mich nicht heiraten wegen meinem Vater?

9 Antworten

Hallöchen gesagt.

Da scheinen zwei Egoisten aufeinandergetroffen zu sein, denn hier wird eine Art Krieg auf Kosten von Dir und Deinem Kind ausgetragen.

Hier sind doch gleich mehrere Baustellen:

Erste Baustelle ... Dein Partner:

  • Dein Partner scheint die veränderte Situation nicht vollständig zu begreifen.
  • Die Geburt Eures gemeinsamen Kindes sollte ihm den Anstoß geben jetzt sein Leben in "geordnete Bahnen" zu lenken.
  • Wenn es schon nicht mit einem Job klappt, dann kann es ja auch die Unterstützung im Haushalt sein und das vermisse ich in Deiner Schilderung.

Zweite Baustelle ... Dein Vater:

  • Dein Vater scheint immer noch nicht begriffen zu haben, dass Du jetzt in einer "eigenen Familie" lebst. Er kann also nicht wirklich loslassen.
  • Natürlich hat er im Prinzip recht, wenn er die "Inaktivität" Deines Partners nicht als Ideal ansieht, aber das gibt ihm noch lange nicht das recht so massiv in Euer Leben hineinzureden.
  • Wenn er Dich liebt, dann akzeptiert er auch DEINE WAHL eines Partners und unterstützt EUCH.
  • Auch im Interesse Eures Kindes (seines Enkels) sollte er dringlichst umdenken lernen, denn fest steht auch ...
  1. Dein Partner ist und bleibt der Vater Eures Kindes.
  2. Du liebst Deinen Partner, wie auch immer seine Handlungen sind.
  3. Dein Vater ist mit seinem Handeln auf dem besten Weg, nicht nur Eure Familie zu zerstören, sondern damit auch Deine Liebe zu verlieren, denn das wird passieren, wenn er so weiter macht.

Was wäre wohl angebracht zu tun?

  • Deinem Vater solltest Du klarmachen, dass dieses ewige Herumnörgeln gar nichts bringt. Im Gegenteil, sie wirkt sich massiv und negativ auf Deine Beziehung aus.
  • Er möge sich also in Zukunft etwas weniger einmischen, denn ansonsten müsstest Du ja zwangsläufig irgendwann eine Entscheidung fällen, die nicht unbedingt zu seinen Gunsten ausfallen muss.
  • Deinem Partner solltest Du klarmachen, Ihr seid jetzt eine Familie und da erwartest auch Du eine Änderung seines Verhaltens. Zumindest ein wenig Unterstützung im Haushalt wäre wohl schon mal ein guter Anfang.
  • Wie kannst Du ihn denn vor Deinem Vater "in Schutz" nehmen, wenn die Argumente Deines Vaters der Wahrheit entsprechen?

Fakt ist ... beide Seiten sollten umdenken lernen, denn ansonsten wird das Ganze in einem Dilemma enden.

Meine Empfehlung wäre immer noch das gemeinsame Gespräch aller Beteiligten. Hierbei solltest Du ausnahmsweise mal aus der Rolle der "ewigen Schlichterin" in die Rolle der fordernden Tochter und Frau schlüpfen und BEIDEN klarmachen, was Du in Zukunft erwartest.

Ich wünsche EUCH ALLEN eine gute Wendung der Umstände.

Lieben Gruß aus Berlin

Ich denke, dass Du Loyalität Deinem Freund gegenüber zeigen solltest. Einem Vater, der keine Grenzen kennt, sind seine Grenzen klar und deutlich aufzuzeigen.

Ich weiß, gegenüber Eltern, die man liebt, ist das schwer. Ich war in einer ähnlichen Situation, nur war es bei mir meine Mutter, die ich wirklich sehr liebte. Da Worte nicht halfen, brach ich den Kontakt rigoros ab. Es gab eine totale Kontaktpause von ca. 6 Monaten und diese brachte meine Mutter dazu, ihr Verhalten zu reflektieren und zu ändern. Manchmal geht es nicht anders!

Man könnte auch Deinen Freund kritisieren - aber das ist hier nicht das Thema.

Du weißt das eine frühe Phase eines gewalttätigen Partners verbale Akte der Gewalt (Ungeduld, Ausraster, Beleidigungen, Herabwürdigen, ...) sind, das festigen einer Bindung mithilfe eines Kindes und die Isolation von anderen Sozialkontakten um die Kontrolle auszubauen.

Ich würde nicht den Kontakt zum eigenen Vater einschränken sondern den zum Kindsvater.
Für mich liest es sich so als ob dein Vater nicht unrecht hat, zu warnen.

Das deinem Freund das "zu viel" ist, heißt nicht das es wirklich zu viel ist. Überlege kritisch ob diese Aussage wirklich und wahrhaftig deiner eigenen Wahrnehmung entspricht.

Du könntest weiter wegziehen, damit dein Vater nicht so leicht zu euch kommt. Zeig deinem Vater, dass du zu deinem Freund stehst. Sollte er das nächste Mal schlecht über ihn reden, sag ihm, dass das was er sagt nicht stimmt und es deine Entscheidung ist dir deinen Freund auszusuchen. Zur Not Kontakt auf ein Minimum beschränken. Und Vater und Freund voneinander fern halten so gut es geht...

Dein Vater scheint sich Sorgen um dich zu machen und die sind auch verständlich. Ein Baby und ein aggressiver Freund auch wenn es nur verbal ist passt das nicht. Dein Freund muss lernen sich zu ändern, euer Kind wird älter und braucht ein Vorbild und niemanden mit Ungeduld und Aggressivität. Du kümmerst dich um alles. Was macht dein Freund für dich, hilft er im Haushalt und mit dem Baby? Deinen Vater sagst du nochmal das er sich anmelden soll, unangemeldeter Besuch ist immer nervig.

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