Mein Freund ist tot und ich weiss nicht weiter.

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3 Antworten

Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Einen geliebten Menschen zu verlieren ist schrecklich undd es ist ein harter und langer Weg aus der Trauer herauszukommen. Hast du denn Freunde, die dir helfen können? Ansonsten würde ich dir eine Selbsthilfegruppe empfehlen, dort findest du Gleichgesinnte, denen es auch so geht wie dir.

Ich wünsche dir viel Kraft und verlier nicht den Mut! Irgendwann wird es dir wieder besser gehen!

LG

Freunde und Familie waren und sind für mich da. Ich bin mit den Kindern auch aus dem Haus ausgezogen. Aber all das reden hilft nicht. Ich schlafe mit den ganzen Gedanken von ihm ein und wache damit am nächsten Tag wieder auf. Und es gibt nur wenige Momente am Tag wo man nicht an alles denken muss.

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Die Zeit heilt alle Wunden sagt man so schön, aber in deinem Fall wird das sehr schwer werden. Einen geliebten Menschen zu verlieren ist mit das Schlimmste was man verarbeiten muss im Leben. Aber dennoch....es geht. Halt die Momente fest in denen ihr euch nah wart, richte dir in deiner Wohnung eine Ecke ein mit Fotos und Erinnerungsstücken die du jeden Tag sehen kannst. Rede in Gedanken mit ihm und lebe trotzdem weiter dein Leben. Deine Kinder brauchen dich und deshalb mußt du weiter leben. Irgendwann wirst du wieder jemanden finden mit dem du glücklich sein kannst ,aber schaue nicht so oft zurück, sondern lieber nach vorne

Die Momente gibt es wo man nach vorne schaut. Nur die Momente wo es einem den Boden unter den Füßen wegreisst werden nicht weniger und sind immernoch so schlimm. Ich weiss die Kinder brauchen mich. Sie haben müssen Alles miterleben und müssen auch alles verarbeiten. Ich bin eigentlich an dem Punkt ich lebe nur noch für die Kinder. Ich komme einfach nicht vorwärts und habe Angst irgendwann aufzugeben.

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@crazy1211

Deine Kinder merken sehr wohl, wie es Dir geht. Und damit geht es ihnen auch nicht gut. Eine Mutter, die nur geistesabwesend "funktioniert", und irgendwann zusammenbricht, weil nichts mehr geht. Was soll denn passieren, wenn der Motor nicht mehr startet, weil die Batterie völlig leer ist`?

Lasse Dir helfen Du kannst auch beim Jugendamt um eine Familienhelferin bitten, weil Du überfordert bist.

Und ja, ungefähr weiß ich, wie es Dir geht, aber das geht auf Dauer nicht gut.

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@Nachtflug

Ja die kinder wissen was los ist. Meine Tochter redet viel mit mir über die Situation und malt Bilder wo wir dann oft beide weinen. Sie ist 7 Jahre alt. Mein Sohn (11) möchte nicht darüber reden. Er möchte mich nicht traurig sehen. Beide wissen das er Suizid gemacht hat. Sie wissen wie wo und warum. Es tut mir unendlich weh das meine Kinder sowas miterleben mussten. Mein Sohn ist auch beim Psychologen da er es nicht rauslässt. Die Situation ist eben das ich auf der Stelle trete und nicht weiter komme. Ich kann nicht sagen die Verzweifelung wird weniger.

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@crazy1211

Der Tod ist für jeden Menschen überraschend. Und immer wieder kapiert man nicht, dass jemand plötzlich fort ist, und jede Menge Fragen offen lässt.

Dass Dein Sohn nicht darüber sprechen möchte, ist ziemlich "normal". Ich kannte einen Jungen in dem Alter, dessen Vater wegen eines Überfalles im Knast gelandet ist. Die jüngere Tochter hat das ganz gut weg gesteckt, aber der Junge hat kein Wort gesprochen. Er hat sich einfach gepanzert, und auch seine Mutter nicht mehr rangelassen.

Du musst nicht stark sein, und funkltionieren wollen. Irgendwann ist nämlich Ende. Also ist es wichtig, dass Du Dich nicht durch den Tag quälst, sondern die Kraft gewinnst, Dich jeden Morgen auf den Tag zu freuen.

Okay, Deine Kinder brauchen Dich - natürlich.

Aber sie lieben Dich, weil sie wissen, dass nichts größer ist, als die Mutterliebe.

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Crazy1211, Dir geht es ja richtig dreckig!! und ja, ich kenne das gut

Bevor Du Deinem Freund folgst, musst Dir unbedingt Hilfe suchen, damit Du Deinen Kindern eine gute Mutter sein kannst.

Wechsele den Pschologen, der offensichtlich keine Ahnung hat, wie es Dir geht.

Notfalls rufe die Akutstation der nächsten psychiatrischen Klinik, oder das Krankenhaus mit einer psychiatrischen Abteilung an. Es wird Dir auf jeden Fall geholfen, und Deinen Kindern auch.

Ich möchte eher nicht in die geschlossene. Dann wird alles schlimmer! Die Kinder, meine Arbeit die ich nicht verlieren möchte. Auf Arbeit bin ich auch etwas abgelenkt und hilft etwas. Wenn ich mich einweisen lasse kann es passieren ich verliere noch mehr.

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@crazy1211

Nein, Du kannst nur gewinnen.

Das mit der "Geschlossenen" kannst Du getrost vergessen. Meist werden die Patienten mit der Polizei eingeliefert, - weil sie nicht genau wissen, was sie tun -

Eingesperrt wirst Du nicht, weil Du selbst entschieden hast, dass Du Hilfe brauchst. Du kannst jederzeit gehen, niemand wird Dich daran hindern. Aber Du musst unbedingt dafür sorgen, dass Du seelisch wieder gesund wirst. Ablenkung und Verdrängung funktuniert fast nie.

Deine Kinder brauchen eine liebevolle und ausgeglichene Mama.

Mit Deinen seelischen Schmerzen kann ja doch nur eine Schildkröte leben, das rutscht den Panzer runter.

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