Mein Freund ist süchtig, was soll ich tun?

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Die Sucht ist stärker als der Verstand,deshalb nutzen solche Aussagen wie"Wenn du mich liebst dann höre auf"nichts.Wenn ich dein Problem lese kommt es mir vor als lese ich aus meinem Tagebuch.Ich war damal 24J.und verliebte mich total.Nach 2 wochen wunderte ich mich über die ständigen Stimmungsschwankungen.Nach ca.4Monaten bekam ich dann endlich mit,das er Heroinsüchtig war.Er raucht es und machte alle Nase lang eine kalten Entzug um nicht ganz so runter zukommen.Daher die Tiefs u.Hochs.Wir machten zus.ein Geschäft auf,da kam er ständig an Geld dran und die Sucht wurde für mich unausstehlich.Ich schlug ihm vor ins Methadonprogram zugehen,welches damals neu aufkam oder ich müsse mich trennen.Er tat es.Ca.1,5J hatten wir eine schöne Zeit,aber Heroin nahm er trotzdem ab und an,aber durch das M.hatte er keine Entzugsprobleme.Nach dem Prog.ging alles von vorne los.Einmal fand ich ganz viel Spritzen im Hundekorb versteckt.Da wollte ich endgültig gehen.Er bettelte mich an zu bleiben und ging in eine Entgiftung.Wußte auch nicht,warum er plötzlich sprizt,war wohl der neue"Freundeskeis".Eine anschließende Therapie verweigerte er,weil er es alleine schaffen wollte,was aber nicht klappte.Ich war bei unzähligen Wunderheilern und was nicht alles.Er macht vergeblich eine ambl.Hypnosetherapie.Bei der Drogenberatung erhielt ich als Antwort,das ich Co Abhängig bin und warum ich mich damit belaste,ich sei noch so jung.Er müsse erst richtig im Dreck liegen um die Notwendigkeit des Aufhörens zu begreifen.Sonst kapiert er es nicht,wenn immer Eltern oder ich sein Leben regeln.Nach 6J.gingen wir ins Ausland,weil er dort nichts nahm.Als ich bemerkte,daß er mich betrog verließ ich ihn nach 7J.Ich traf ihn nochmal 2xda war er 1xvoll drauf und 1x normal.D.h.es hat sich nicht viel geändert und ich bin froh,daß mich das nichts mehr angeht,denn heute mit 40J.hätte ich nicht mehr die Nerven dazu.

Danke, das tut gut so was zu hören, dass ich nicht allein mit solchem Problem bin.;.)

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@alina1982

Du bist keinesfalls allein, leider ist dies ein gesellschaftliches Problem. Die Menschen um einen herum können mit dieser Tatsache schlecht umgehen. Wer traut sich schon, seinem Umfeld zu erzählen, dass man mit einem Junkie zusammen ist. Von abschätzenden bis mitleidigen Blicken ist alles dabei. Die Mehrheit empfindet dies eben als asozial und rät Dir sicher dazu dich zu trennen. Mir hat es sehr geholfen, mich an eine Selbsthilfegruppe (für Freunde und Angehörige) zu wenden und dort völlig frei meinen Kummer und meine Sorgen von der Seele zu reden. Dort sitzen Menschen die machen das Gleiche durch und lassen einen an den eigenen Erfahrung teilhaben. Dies löst sicher nicht das Suchtproblem aber schafft sicher neue Ansatzpunkte.

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Respekt. Ich habe aktuell ein ähnliches Problem, der Vater meiner Tochter benimmt sich seit langem so merkwürdig. Aber ich bin so unerfahren in dem Gebiet, habe nur Vermutungen und mein Bauchgefühl sagt es mir, wie merkt man denn dass die drauf sind? Liebe Grüße

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ich war auch in so einer beziehung, noch schlimmer ehe. dieser mann hat mich echt geliebt die sucht war stärker. man kann menschen nicht ändern wenn sie es nicht wollen. sobald das mal innerhalb einer beziehung ist und nicht sofort konzequente schritte von dir eingeleitet wurden, bleibt das in den meisten der fällen so. es ist nicht mehr der selbe mensch. wie mein vorredner sag ich dir auch "schau auf dich" ich habe 5 jahre gekämpft und den kamf verloren. das sind 5 jahre verloren, das leben ist zu kurz für solche scherze. sprich mit ihm, stell ihm vor ne entscheidung und geh deinen eigenen weg. ich weiss es ist nicht leicht aber man muss nägel mit köpfen machen. so wie ich das sehe weiss er ja dass du ihn liebst und er sich das erlauben kann. zeig ihm dass es nicht so ist. wünsche dir alles gute ob mit oder ohne ihm!!! lg

Wenn es möglich ist, dann redet miteinander darüber und holt euch gemeinsam professionelle Hilfe. Es gibt soviele Möglichkeiten dafür! Aber eines ist sehr wichtig: ER muß es auch wollen! Denn der Wille in die Unabhängigkeit ist das oberste Gebot! Es ist ja auch nicht einfach von einer Abhängigkeit los zukommen. Egal ob Medikamente,Tabak oder sonstige Suchtmittel. Es treten immer Entzugserscheinungen auf die sehr unangenehm sein können.Vieleicht kann er es ja mit Ersatzpräparaten versuchen um die Entzugserscheinungen zu mildern.Aber wie gesagt,ER muß es auch wollen! ALLES GUTE!

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