Mein Freund hat schwere Depressionen und möchte Suizid begehen, er will jedoch nicht zum Arzt. Was soll ich tun?

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11 Antworten

Wenn dein Freund nicht möchte, dann kann ihm niemand helfen! Ist leider so.

Der Mensch / Klient / Patient muss anerkennen, dass ER ein Problem hat UND ER muss bereit sein Hilfe anzunehmen.

Du kannst mit deinem / eurem Arzt sprechen, wenn der Arzt deinen Freund zwangsweise ( wegen Suizidgefahr) in die Psychiatrie einweist ist er unter Aufsicht.

Aber auch dort kann ihm nur geholfen werden wenn dein Freund kooperativ und einsichtig ist, ansonsten kann er nur weggeschlossen werden. Das ist keine wirkliche Hilfe.

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Ich bin vom Alter her bereits "Ü-50" und habe ca. mein halbes Leben lang     mit tlw. schweren wiederkehrenden Depressionen und begleitend starken psychosomatischen Störungen in vielfältigster Art / Weise zu tun gehabt. 

Depressionen gehen ursächlich immer (!) von einem Ungleichgewicht der SEELE - des "hintergründigen" wahren SELBST eines Menschen - aus. 

Die SEELE Deines Freundes leidet offenbar stark und fühlt sich daher gezwungen durch Auslösung von gewissen Gehirnbotenstoffwechsel-Störungen alarmierend nach außen zu signalisieren, dass mit "sich selbst"     im negativen Sinne etwas absolut nicht mehr stimmt !

Du liegst damit völlig richtig, wenn Du hier bereits von festgestellten Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Grübeln, mangelndem Selbstvertrauen, starken Selbstzweifeln und offensichtlich (leider) auch ernsthaften (!) Suizidgedanken Deines Freundes berichtest. 

Das sind alles ganz typische Symptome einer bestehenden Depression !

Deine liebevolle Zuneigung ist jetzt "Gold wert", um Deinen Freund vor allem in der offenbar jetzt schon akut kritischen Krankheits-Phase zu stützen.

Versuche weiterhin einfühlsam, ruhig, verständnisvoll auf ihn einzureden !

Du solltest - ihn weiter beobachtend - kurzfristige notärztliche Hilfe dabei       mit in ernsthaft notwendige Erwägung ziehen.

Es gilt Deinem Freund schnellstens wirksam und nachhaltig zu helfen.

Gibt es gute Freunde/Bekannte, welche kurzfristig unterstützen können ?

Der erste Weg sollte über den Hausarzt gehen (evtl. mit Dir zusammen).

Rein körperliche mögliche (Mit-)Ursachen (wie z.B. Schilddrüsenprobleme) sollten dort sicherheitshalber mit besprochen bzw. physisch untersucht werden.

Dort sollte besprochen, geprüft und entschieden werden, ob Dein Freund     eine ambulante psychotherapeutische Hilfe kurzfristig (!) erhalten kann.         In den meisten Fällen ist das leider mit längeren Wartezeiten verbunden.

Es gibt (besser) auch die Möglichkeit, eine kurzfristige Einweisung über den Hausarzt in ein (möglichst) nahegelegenes Krankenhaus mit einer stationären und fachärztlich betreuten Psychiatrie-Abteilung zu veranlassen.

Dort finden über mehrere Wochen vor allem Einzel- und Gruppengespräche mit einem Facharzt und/oder Pychotherapeuten statt sowie weitere sinnvolle, unterstützende Maßnahmen wie z.B. Ergotherapie, Sport, Wandern u.s.w. 

Weiterhin werden zur unterstützenden medikamentösen Hilfe in der Regel auch Psychopharmaka eingesetzt. Diese dürften - nach meiner (natürlich unverbindlichen) Einschätzung - bei deinem Freund bestimmt sinnvoll sein.

Solche Psychopharmaka können zwar effektiv helfen bzw. lindern, aber bei psychischen Erkrankungen nicht (!) die Ursache(n) selbst beseitigen !

Diese liegen einzig nur in der SEELE eines Menschen begründet !

Es gilt daher primär, dass Dein Freund sich in vertrauensvollen Gesprächen von innen heraus ganz "öffnet" und wirklich alles (!) dabei rauslässt, was ihm aus seinem bisherigen Leben auf privater (und ggfs. beruflicher Ebene) auf   der SEELE liegt und ihn innerlich (noch) belastet.

Meistens sind das (versteckte) Dinge und erlebte negative Geschehnisse im näheren Umfeld - oftmals auch verbunden noch mit der früheren Kindheit.

Nur so kann der "seelische Knoten" ihn ihm gelöst werden und innerlich - durchaus möglich - bereits stark befreiend auf ihn einwirken.

Man sollte Deinem Freund vor allem die Zeit dafür geben, welche es vermutlich zur Gesundung benötigt.

Ich wünsche Euch beiden Alles Gute und Liebe !

(sprich mich bei evtl. Rückfragen ggfs. gerne wieder an)

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clinomania9 18.06.2017, 17:24

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich habe nun einen Termin für ein Beratungsgespräch für Angehörige. Ich hoffe, dass ich dort Hilfe finden werde.

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Du kannst da leider nicht viel tun.

Das einzige, was mir einfällt ist ihn zu beobachten und sobald er akut suizidgefährdet ist, solltest du einen RWT oder die Polizei informieren.

Eventuell wäre es auch hilfreich ihm von diesem Plan zu erzählen. Denn eventuell lässt er sich so eher zu einer freiwilligen Therapie überreden. Es besteht allerdings auch die Gefahr, dass er dann unter Druck gerät und es versucht, wenn du nicht da bist.

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Das wollte ich auch gerade vorschlagen.
Es geht aber einfach nicht ohne Therapie...weiß, dass du nicht gegen ihn an kommst und wüsste auch nicht,wie ich ihm helfen könnte,bevor es zu spät ist.Obwohl...im Moment schießt mir durch den Kopf,dass man das sogar irgendwo melden muss,wenn jemand vorhat,sich umzubringen...rufe doch mal in einer psychiatrischen Klinik in eurer Nähe an und frage,wie du dich verhalten kannst,damit deinem Freund geholfen wird.
Ich wünsche dir so viel Glück und Kraft.

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Vielleicht hilft es ihm ja auch, ihm immer wieder zu sagen, dass du ihn sehr liebst und auch ohne ihn nicht leben könntest. Versuche ihm klar zu machen, dass das Leben lebenswert ist und zeige ihm deine Liebe und Traurigkeit, die du gegenüber den Suizid Gedanken hast. Ich wünsche dir Viel Glück. 🍀

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Sirius66 18.06.2017, 16:16

Es könnte aber sein, dass genau DAS ihm immer wieder Futter gibt. Vielleicht sollte man mal genau das Gegenteil tun/sagen.

Gruß S.

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Twihard2002 21.06.2017, 22:44

So einfach ist das nicht

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An deiner Stelle würde ich bei der Telefonseelsorge anrufen und dein Problem schildern, die haben vielleicht eine gute Idee.

http://www.telefonseelsorge.de/?q=node/11

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Setze dich mit seinem Arzt (ich hoffe, er hat einen), oder der Polizei in Verbindung!

so wie ich das sehe, sollte man ihn einweisen, da er eine Gefahr für Leib u. Leben besteht!

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depressivekunst 18.06.2017, 16:01

eine Zwangseinweisung erfolgt immer nur bei AKUTER Gefahr. die ist in dieser Situation nicht gegeben.

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Wonnepoppen 18.06.2017, 16:04
@depressivekunst

Deswegen ja mein Tipp mit dem Arzt, bzw. der Polizei!

was verstehst du unter "akuter Gefahr"?

wenn er sich schon was angetan hat, erübrigt sich die Einweisung!

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depressivekunst 18.06.2017, 16:28

@Wonneproppen, was ich als akut ansehe ist irrelevant, weil ich das nicht zu entscheiden habe. die Polizei ist allerdings auch machtlos, wenn ein Mensch den Suizid lediglich androht. Da muss schon mehr kommen.

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Wonnepoppen 18.06.2017, 16:34
@depressivekunst

Wenn du es nicht zu entscheiden hast, bzw. kannst, solltest du nicht davon schreiben, daß es das in dieser Situation nicht ist, ok?

Ich hab auch nur von "Verbindung" geschrieben, damit meinte ich Rat holen, oder aufmerksam darauf machen.

Danke übrigens für dein "Wonneproppen"!

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depressivekunst 18.06.2017, 16:44

natürlich kann ich es schreiben, da ich habe weiß, dass der Verantwortliche für diese Entscheidung nichts machen kann, da es sich in geschilderten Fall eben nicht, um eine akute Gefahr handelt. das mit dem Namen tut mir leid.

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1. Ich würde niemanden überzeugen das er Depressiv ist! Eine Diagnose sollte ein Arzt stellen!

2. Zeige ihm den folgenden Link: http://www.psychenet.de/

Schaut euch den folgenden an wenn ihr mögt:

3. Wenn er einen Suizid Versuch ankündigt rufe die Polizei und die 112 an.

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Googlefanx 18.06.2017, 18:23

Es geht ja nicht ums überzeugen,dass er depressiv ist,sondern dass er Hilfe braucht. Abgesehen davon bin ich mir ziemlich sicher,dass es sich um eine Depression handelt.Die beschriebenen Symptome und Äußerungen kenne ich leider auch von einer mir sehr nahestehenden Person.

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Juergen125 18.06.2017, 20:56
@Googlefanx

Nimm es mir nicht übel das ich das so geschrieben habe!

Du magst Recht haben oder auch nicht! Wie du merkst geht dein Mann nicht zum Arzt weil er wie viele wegen einer solchen Erkrankung Blockaden im Kopf hat oder befürchtet Diskriminiert zu werden! Eine Depression hat meist mehrere Ursachen: Bei deinem Mann sind schon mal zwei festzustellen Erziehungsfehler und die Arbeit! Die Mutter nimmt es nicht ernst lass mich raten mein Sohn nie im Leben! Auf der Arbeit ist vielleicht eine Art Mobbing Situation entstanden - beides trifft zusammen und schon ist die Depression da! Schau dir den Film mal an! Kann sein kann aber nicht sein!

Eine Depression ist eine Lebensgefährliche Erkrankung selbst das nimmt dein Mann nicht mehr wahr!

Würde er es ablehnen zum Arzt zu gehen wenn er etwas am Herzen hat? Wahrscheinlich Nein das ist Gesellschaftlich akzeptiert!

Meine Familie hat mich damals als ich eine schwere Depression bekommen hatte im Stich gelassen sowie mein Soziales Umfeld! Von meiner Familie kamen auch Diagnosen!-( Ich wäre Bipolar! Sie haben wahrscheinlich irgend etwas gelesen! Das entspricht nicht meiner Diagnose und ist verkehrt! Du siehst wie schnell eigen Diagnosen von Angehörigen gegen einen Gerichtet werden können ob er das hat oder nicht und wenn er das nicht hat kann es einen Ruinieren und einen in eine Depression bringen! Meine Familie hatte einen nicht unerheblich Beitragt dazu geleistet! Die Gründe würde man niedere Gründe nennen nur kann man das ganze noch nicht ein mal vor Gericht bringen da ich ja die Diagnose Schwere Depression bekam am Ende! Ich hatte eine ganze Menge von Menschen die mich in der Krise ausbeuten wollten! Wie man sieht man kann einen Menschen Psychiatrisieren!

Hier ein Beispiel, was ich heute lesen musste:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-frau-soll-freund-per-sms-in-den-tod-getrieben-haben-a-1151002.html

Ich bin und bleibe vorsichtig wenn ich von Angehörigen oder anderen eigen Diagnosen über einem anderen Menschen höre bzw. lese und das aus guten Grund! Ich habe aber auch nicht das recht dir irgend etwas verwerfliches vorzuwerfen was ich auch nicht tue! Aber bedenke das Angehörige auch Dinge falsch machen!

Übrigens es gibt auch körperliche Gründe für eine Depression zum Beispiel eine Schilddrüsen Funktionsstörung vielleicht hilft das das dein Mann zum Arzt geht? Ist vielleicht Akzeptabler für Ihn?

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Schau mal hier, die sind echt super : www.nummergegenkummer.de

wenn es telefonisch nicht klappt, dann per E - Mail oder Chat !

Geht auch anonym und kostenlos !

Hier noch eine Alternative :  https://www.frnd.de/hilfe/

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Du solltest dich auch mal fragen, ob du nicht SEIN (sehr leichtes) Opfer bist. Viele Menschen agieren sehr subtil in dieser Form, um andere emotional zu erpressen.

Sag ihm, wenn er nicht mit dir zum Arzt geht, verlässt du ihn. Anders wird er - so oder so - nicht wach.

Gruß S.

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also wenn du den Eindruck hast das Er kurz davor ist sich etwas Anzutuhen Ruf die 110 oder 112

desweiteren Gilt es wird ernst wenn er sagt "wie wann und wo" er sich Umbringen möchte dann Höchste Eisenbahn

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