mein freund hat schluß gemacht wegen autismus

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7 Antworten

Hallo Sandkuchen92,

Deinen Freund empfinde ich nicht als abwertend. Sondern vielleicht als .... ungeschickt. Dich aber auch. Zu einer Trennung gehören immer 2. Und Autismus ist auch niemals eine Begründung, weswegen zum Beispiel geschrien oder gestoßen oder zerstört wird. Autismus ist "Arbeit". Richtig viel Arbeit. Für beide Menschen in einer Beziehung. Autismus heißt auch Rücksicht nehmen. Ein wenig mehr, als in anderen Beziehungen. Wobei ich mir hier nicht sicher bin.

Was ich aber aus Deinem Bericht nicht interpretieren konnte, sondern von den Antworten interprieren ließ: hast Du diese Anfälle auch vor der Trennung bekommen und sind die Anfälle gewesen, was ihm so genervt hat? Oder haben ihm ganz andere Sachen genervt? Für mich ist das nicht ersichtlich. Ebenso, was das für Anfälle sind.

Denn wenn zum Beispiel sich aus vollem Herzen plötzlich im Kreise gedreht wird, geklatscht, getanzt... um die Spannung abzubauen, welche die Freude zum Beispiel angerichtet hat, dann finde ich es sympathisch. Also nur, wenn es wirklich aus ganz tiefstem Herzen ist. Aus der Intuition heraus. Auch das wäre ein Anfall. Was in manchen Momenten bestimmt unpassend ist. Ja, dies ist eine Werteinstellung des Partners.

Und noch eine Frage habe ich: was hast Du getan, um dann weniger zu nerven? Auch wenn man nichts machen kann, dann ist reden und Gründe erklären auch schon eine Handlung. Und vielleicht Alternativen finden. Wo das Ziel das Gleiche ist, aber die Handlung weniger "nervt".

Ein Beispiel: wenn ein Mensch, wo sich selbst verletzt aus dem Affekt heraus, auch erst nicht anders handeln kann, dann ist es noch immer schädigend. Und es gibt Strategien (Frühwarnsysteme zum Beispiel und Nachbesprechungen der Gründe, als anderes Beispiel), um das Verhalten doch anders zu regeln. Und wenn eine Verhaltensweise eine Beziehung zerstört, obwohl immer wieder gesagt wird, dass es "nervt", dann finde ich es schon auch als schädigend.

Ja, auch Autismus braucht nicht einfach so gewährt bekommen. Auch Autisten sind Menschen. Auch, wenn es einige Autisten anders sehen wollen. Aber auch Autisten haben einen Kopf zum Denken, ein Herz zum Spüren, einen Instinkt, Affekte, .... Bedürfnisse, Sehnsüchte, Wünsche, Grenzen, Hoffnungen, Streben,..... und auch, wenn einige Menschen es nicht glauben: Autisten haben auch Gefühle. Alles, was ein Mensch auch hat. Die Ebenen sind nur verschwommen. Aber auch Autisten haben Entwicklungspotential. Denn jeder Autist, der das hier lesen kann, konnte einst nicht lesen. Nicht schreiben. Sich nicht artikulieren. Dabei ist es vollkommen uninteressant, ob jemand sprechen kann oder nicht. Auch Nicht-Autisten sind manchmal stumm. Aus anderen Gründen. körperlich oder anderes (Mutismus zum Beispiel). Und Autismus kommt auch selten allein.

Alles Gute für Dich und ich denke, am Wichtigsten für Dich, Sandkuchen ist zu wissen, ob Du versuchen möchtest, die Beziehung hinzubekommen, oder ob Du einen anderen Weg gehen magst. Ohne Verbitterung. Denn Verbitterung zerstört. Menschen um Dich herum und Dich selbst auch.

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Was sind das für Anfälle, die du bekommst?
Autismus ist kein Anfallsleiden. Hast du eine weitere Störung, die diese Anfälle auslöst, oder meinst du damit Overloads/Shutdowns/Meltdowns?

Wenn jemand nicht mehr liebt, kann man das allerdings nur akzeptieren. Dagegen gibt es kein Mittel.
Liebe lässt sich nicht erzwingen.

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WTF. Ich leugne nicht, dass man als Autist auch eine Beziehung führen kann, aber das ist natürlich immer mit extra Arbeit verbunden. Es ist nun mal eine Art "Mutation" der Gene, das kann man nicht ändern.

Sei froh, ihn los zu sein, wenn er wirklich so ein A*sch ist und dir sagt, du solltest deine Gene für ihn ändern, hat er dich nicht verstanden und richtig geliebt wohl auch nicht...

Oder er hat dies nur als Vorwand für eine Trennung genommen.

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Er hat also nach 3 Jahren noch nicht verstanden, dass du deine für ihn "nervigen" Eigenarten nicht ändern kannst? So ein Blöder hat dich nicht verdient. Sei froh, dass du ihn los bist.

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Du solltest deine Probleme angehen und Hilfe suchen.Arzte,Medikamente ,Therapie. Werde aktiv,je mehr du dich um dich kümmerst, je mehr spürt er das du es ernst meinst.

So kannst du die gesamte Sutuation entlasten.Trage die Verantwortung so gut es geht für deine Gesundheit-und deine Anfälle werden sicher weniger. das wünsche ich Dir.

Es belastet ihn zu sehr.Er wird sich hilflos fühlen und keine Hoffnung haben,dass sich was ändert.

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Kommentar von Rechercheur
03.07.2014, 19:13

Es gibt keine Medikamente gegen Autismus.

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Ja gut ich versteh nicht ganz wie er es 3 Jahre " ausgehalten" hat. bist du dir sicher das es nichts anderes ist. Vielleicht doch eine andere oder er ist einfach nicht mehr interessiert in dich

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Wenn er damit nicht klar kommt da liebt er dich nicht, er hat dich nicht verdient :)

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Kommentar von SamuelR
03.07.2014, 18:06

Das stimmt, wenn er dich wirklich lieben würde, wäre er niemals von deiner Seite gewichen!

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