Mein Freund hat einen Fetisch und wichst den ganzen Tag, was soll ich machen?

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8 Antworten

Nunja, ich war einmal in einer ähnlichen Situation. Ich war 10 Jahre lang mit einem Menschen zusammen, dem ich grenzenlos vertraut habe, mit dem ich "alles geteilt habe", mit dem ich emotional sehr stark verbunden war, aber er kam mit seiner Sexualität nicht klar. Zwar ging es hier nicht um einen "Fetisch", sondern "nur" um Homosexualität, aber ansonsten war die Situation ähnlich. Wir hatten in diesem Punkt einfach zu verschiedene Ansichten und Ziele.

Wir haben uns formal nie "getrennt", sind aber auf Distanz gegangen und gehen sexuell nun "getrennte Wege". Wenn es sexuell "nicht passt", geht es auch bei noch so viel Liebe und Vertrauen meiner Erfahrung nach langfristig nicht gut. Von daher würde ich sagen, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Und noch ein Tipp an Dich: Lass Wertungen, wie "merkwürdig", etc. lieber weg. Du musst Dich von dem Gedanken verabschieden, dass es "seine Schuld ist". Nur weil bestimmte sexuelle Vorlieben selten oder heute noch nicht gesellschaftlich akzeptiert sind, sind sie noch lange nicht falsch. Unsere Gesellschaft wird auch immer offener und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch "abwegige" Sexualpraktiken als "normale Variante der Sexualität" akzeptiert werden. In den letzten Jahrzehnten hat sich dort viel getan und das wird wohl auch immer weiter gehen. Unsere Gesellschaft wird diesbezüglich zum Glück immer liberaler. Solange der Partner einwilligungsfähig ist, der Sex einvernehmlich erfolgt und die Praktiken nicht sehr gefährlich für die eigene Gesundheit oder die des (potentiellen) Partners sind, ist meines Erachtens erst einmal alles in Ordnung. Auch wenn die Praktiken riskant sind, ist es meines Erachtens dann zumindest moralisch in Ordnung, wenn sich beide des Risikos bewusst waren und es eingehen wollten. Rechtlich gesehen können solche Fälle allerdings schwierig werden.

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Da du seinen Fetisch nicht teilst und ihn sogar "krank" und "ekelhaft" empfindest .... er dir aber mangelndes Verständnis vorwirft - sehe ich kaum eine gemeinsame Basis für ein (für beide Seiten gleichsam) erfülltes Sexualleben ...den gleichen Humor und Musikgeschmack zu haben reicht eben nicht für eine gute Partnerschaft.

Deinen Freundeskreis wirst du nicht aufgeben müssen - aber ein Umzug (Auszug) wird sich wohl kaum vermeiden lassen. Du wirst sicher jemanden anders finden, der deine Vorlieben teilt - und er vielleicht auch.

Zwar sind 7Jahre Beziehung eine lange Zeit (da sind andere schon 2mal verheiratet in dieser Zeit), aber du warst 19, als du deinen Freund kennengelernt hast .... und machst dir vielleicht später Vorwürfe: war er wirklich der richtige?

Am problematischten emfinde ich die Tatsache, dass sich dieser Fetisch erst seit 2Jahren entwickelt hat - aber eben nicht bei dir - sondern ausschliesslich bei ihm.

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Das ist schwierig, da wir nicht wissen was das für ein Fetisch ist. Für dich vielleicht undenkbar aber Objektiv betrachtet vielleicht doch nicht so schlimm.

Dass er dich drängt ist nicht in Ordnung. Das führt nur zu noch mehr Abwehr.

Wie gesagt es ist schwierig einen Rat zu geben, wenn man nicht weiß von was die Rede ist.

Fakt er läßt sich nicht abbringen und du bist nicht bereit das mit zu machen, was dein gutes Recht ist.

Es wird dann so gesehen zu keiner Einigung kommen und es ist fraglich wie lange du das noch so hin nimmst.

Um es auf den Punkt zu bringen. Er läßt nicht ab, du kannst das nicht tolerieren. Dann seh ich nur eine Trennung. Denn wenn es ein Fetisch ist läßt er nicht davon ab und irgendwann wirst du das nicht mehr ertragen. Es tut mir leid.

Alles Gute für dich

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Kommentar von flunra39
05.11.2016, 13:30

@Wuestenamazone  du hast eine unzutreffende Vorstellung v on Sex/Fetischen.

Die können niemals "objektiv" betrachtet/beurteilt werden, sondern immer nur als subjektive individuelle Vorlieben .

Also war es richrig, dass flower123 hier keinen bestimmten Fetisch geannt hat/ nennen musste.

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Kommentar von NoHumanBeing
08.11.2016, 18:21

Dass er dich drängt ist nicht in Ordnung. Das führt nur zu noch mehr Abwehr.

Dass sie es ihm vorenthält, ist genau so wenig "in Ordnung". Bitte keine Partei ergreifen. Bei zwei abweichenden Ansichten hinsichtlich Sexualität ist nie jemand "im Recht", auch nicht derjenige, dessen Neigungen denen "der Mehrheit" entsprechen.

Fakt er läßt sich nicht abbringen und du bist nicht bereit das mit zu machen, was dein gutes Recht ist.

Seines aber eigentlich auch. Wenn sie (ich vermute einfach mal, Flowers123 ist eine Frau) ihm nicht entgegenkommt, wird er auch nicht glücklich werden. Auch unterdrückte Sexualität führt zu psychischem Leid.

Es wird dann so gesehen zu keiner Einigung kommen und es ist fraglich wie lange du das noch so hin nimmst.

Ja, oder wie lange er das noch so hinnimmt.

Um es auf den Punkt zu bringen. Er läßt nicht ab, du kannst das nicht tolerieren. Dann seh ich nur eine Trennung.

Genau. Wenn beide auf ihrem Standpunkt beharren, ist das die einzig sinnvolle Möglichkeit. Man kann auch nicht erwarten, dass er sich ihr vollkommen "unterwirft".

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Auch ohne den Fetisch zu kennen, sehe ich -ehrlich gesagt- schwarz, gerade weil er deine Grenzen nicht akzeptiert, weil es dich mehr und mehr belastet, weil ihr nicht darüber reden könnt.

Ich würde dir raten, zu gehen und hoffe, du findest einen Weg und den Mut dazu!

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Also schwierig. Da hier um Ratschläge gebeten wird, gebe ich dir einen: entweder ihr einigt euch darauf die Sexualität aus der Beziehung auszuklammern und diese mit anderen Partnern zu leben oder du trennst dich

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Er sollte deine grenzen akzeptieren, er kann seinen fetisch ja alleine ausleben aber wenn du das nicht teilst sollte er das akzeptieren, wenn er wirklich keine einsicht für dich zeigt und du damit so unglücklich bist solltet ihr euch auf jeden fall trennen, auch wenn das natürlich blöd ist.. grade wegen dem freundeskreis..
aber auf die dauer ist es für euch beide besser, weil ihr beide glücklicher werden könnt

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Kommentar von NoHumanBeing
08.11.2016, 18:30

Lustig, wie alle erst einmal meinen, dass er "zurückstecken" und "Einsicht zeigen" und sich nach ihr richten soll, aber umgekehrt nicht.

Und sie soll dann auch noch diejenige sein, die unglücklich ist. Er ist das natürlich nicht, wenn er seine Sexualität mit ihr offenbar nicht ausleben kann/darf.

Hier ist zunächst einmal niemand "im Recht" und deswegen gibt es auch niemanden, der von seinem Standpunkt abrücken "muss". Gerade deswegen wird eventuell nur die Trennung bleiben, sofern kein Kompromiss geschlossen werden kann. Das ganze klingt für mich nicht so, als würde er glücklich werden, wenn er seine eigenen Vorlieben vollkommen aufgibt und sich zu 100 % ihren Vorstellungen unterordnet.

Ja, wir wissen nicht, worum es geht, aber selbst wenn ich es wüsste, würde ich mich sehr wahrscheinlich hüten, über einen anderen Menschen zu urteilen, nur weil er "abweichende Vorstellungen" hat.

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Geht mal zum Sexualtherapeuten/Paartherapeuten. Bzw. Psychotherapeuten, der auch Paartherapie anbietet.

Eure Beziehung scheint ja sehr gewachsen zu sein und es wäre schade, wenn sie wegen so einem Fetisch scheitern würde.

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Vielleicht lässt sich ein Kompromiss finden?

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