Mein Enkelsohn will in einen Hip Hop Tanzkurs! Ist das überhaupt was für Jungs?

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11 Antworten

Meine Tochter tanzt auch Hip-Hop und ich finde es vollkommen ok, wenn Jungs das tanzen möchten. Ihre Tanzlehrerin sucht dringend Jungs für ihre Gruppen. Leider ist es für Jungs immer noch ein Problem anderen gegenüber zuzugeben, daß sie tanzen. Oft werden sie dann noch gehänselt, weil immer noch das Vorurteil besteht, Tanzen wäre "unmännlich", was totaler Quatsch ist. Wenn´s ihm Spaß macht, dann sollte dein Enkel auf jeden Fall Hip-Hop tanzen. Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum manche Leute hier sich negativ über diese Musik äußern müssen! Wir leben heute im Jahr 2007 und nicht in den 50ern, als Rock ´n Roll als Teufelszeug verflucht wurde! Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden.

Also ob für Buben oder Mädchen ... schön ist es doch, wenn Dein Enkel Interessen hat .. noch besser, wenn er Interesse hat sich zu Bewegen, an Musik, an Gemeinschaft.
Warum Fussball? Zeiten, in denen Jungs Fussball spielten und Mädchen Reiten gingen sind längst vorbei ... und das ist auch gut so. Auch wenn Dein Enkel gern zum Ballett wöllte, sollte man das meines Erachtens nicht unterbinden ... tut man dies, greift man unwillkürlich in die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ein ... und ich muss wohl nicht anmerken, dass Kinder ebenso wie Erwachsene Individualitäten sind mit eigenen Rechten auf Entwicklung und Entfaltung! Also was ist das Problem daran?

Tanzen und Bewegung ist für jedes Kind eine gute Idee - egal zu welcher Musik und zu welchen Texten: Die Jugend wird schon nicht verderben, weil jemand Wörter über Dinge sagt, die so alltäglich sind, dass alle rot werden, wenn sie an sie denken! Hip-Hop wird oft in der Gruppe getanzt und macht jungen und alten Kindern (und Nichtkindern) Spaß; der Tanz und die Musik ist etwas für Mädchen und Jungs (die Sexismusdebatte ist doch wohl vorbei, oder?)!

Auch wenn der Thread schon älter ist möchte ich mal ein paar Sachen sagen. Denn ich bin selbst per Google hier drauf gestoßen und es regt mich auf was einige hier schreiben.

Erst einmal für die, die sich selbst diese Frage stellen: Natürlich ist das was für Jungs. Ich mache es selber seit 9 Jahren und ich kenne ganz viele Gruppen die nur aus Jungs bestehen. Außerdem gehört Breakdance auch zum HipHop und da gab es früher fast nur Jungs.

So und jetzt mal mein Kommentar zu einigen Aussagen hier.

  1. Ist HipHop nicht nur gehopse und gespringe. Wenn man sich zum Beispiel Popping an guckt.

  2. Und auch für Kinder ist HipHop eine gute Möglichkeit die motorischen Fähigkeiten zu verbessern und ein Taktgefühl zu bekommen. Ich unterrichte selber seit mehreren Jahren 3 Kinderkurse in meinem Verein. Auch gibt es unterschiedliche Musikarten. Mit den Kindern würd man eher zu etwas langesameren Lieder tanzen. Außerdem braucht niemand Angst haben das man irgendwelche Lieder mit sexistischen Rap-Texten oder änlichem beim Training hört. Denn echte HipHop Gruppen setzen sich mit dem Ursprung der Szene auseinander und wissen das es etwas ganz anderes ist als halbnackte Frauen die ständig mit Ihrem Hintern wackeln oder wo es immer nur um Sex, Alkohol und Drogen geht. Ganz im Gegenteil: HipHop distanziert sich von jeder Form von Rassenhass und Gewalt. Doch leider wissen dies viele Personen die sich als "HipHopper" bezeichnen nicht.

Ich möchte alle bitten die keine Ahnung haben einfach mal sich ein Kommentar zu klemmen. Denn das ist es warum HipHop in den Medien meistens so schlecht dargestellt wird.

So für alle die gern mehr drüber erfahren möchten, hier noch ein paar Infos:

HipHop ist mehr als nur ein Tanz. Es ist mehr so eine Lebenseinstellung. Er entstand in den 80er Jahren in der Bronx in NewYork. Dort wo es viele Bandenkriege gab. Doch die Jugend hatte keine Lust sich Gegenseitig abzustechen. Darum fingen sie an zu tanzen. Sie entwickelten eine vöölig neue Art des tanzen. Sie verknüpften Kampfsportarten mit Accrobatik. So entstand das B-Boying. Jeder Konflikt wurde statt mit Gewalt in Battles gelöst. Die "Feinde" traten in einem Wettstreit gegen einander an und haben geguckt wer die besseren Moves drauf hat. Dannach feierten sie friedlich miteinander auf sogenannten Blockpartys wo die 1. DJs auftraten. Alles lief ganz friedlich ab...

...ich könnten Stunden lang darüber schreiben. Aber es wird warscheinlich eh kaum einer durchlesen. Schade eigentlich.

Nagut . Ich hoffe aber das mein Beitrag geholfen hat einigen hier die Augen zu öffnen und zu zeigen dass HipHop nicht so ist wie er immer dargestellt wird.

HipHop ist natürlich was für Jung's. Denn da braucht man Kraft, Ausdauer und Koordinationsfähigkeit. Auch wenn dieser Tanz von uns Omas oft belächelt und gar nicht so recht als Tanz anerkannt wird, die Jungs sind da voll bei der Sache und haben viel Spaß dran!

wie alt ist denn dein enkel sohn? wahrscheinlich sowieso noch klein. meine kinder haben alle bewegungsspiele mit musik gemacht. ist bestimmt nichts anderes. ich finde auch, die kinder sollten viel mehr tanzen, macht eine super körperhaltung. und gerade hiphop ist doch toll für jungs.

Liebe Irmie,

hast Du das Gefühl, Tanzen sei unmännlich?

Wir setzen uns seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung der Mädchen und Frauen ein. Genau so müßten wir uns für die Gleichberechtigung von Jungen und Männern einsetzen - eine These, die ich seit 20 Jahren vertrete.

Wenn Du gerne ins Theater gehst, wirst Du begeistert sein, wenn Du einen tollen Tenor hörst, oder einen wunderbaren Ballettänzer siehst. Irgendwann - und zwar schon sehr früh - haben diese Menschen mit Singen und Tanzen angefangen.

Mein Sohn wollte damals auch unbedingt mit 12 in einen Tanzkurs - Standardtanz. Ich habe damals überlegt, daß er vielleicht noch ein bißchen jung sei. Andererseits: wenn ich da nein gesagt hätte, hätte er vielleicht später (mit 16 oder so) nicht mehr gewollt. Und das wäre doch schade gewesen! Er ist tatsächlich jahrelang zur Tanzschule gegangen. (Nebenbei hat er dort auch noch gute Umgangsformen gelernt, die ihm heute im Beruf zugute kommen.)

Es ist doch prima, daß die Interessen der Kinder sehr unterschiedlich sind. Und gerade Musik und Bewegung zur Musik kann dazu beitragen, daß Kinder sehr ausgeglichen sind. Betrachte es als etwas Wunderbares! Und wenn Dein Enkel dann mal eine Tanzvorführung hat: geh hin und sei stolz auf ihn!

Du hast aber schon mitbekommen, dass es sich hier um Hüpfhopf handelt, ja?

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@Kabark

Schon - aber ist das ohne Musik? Oder machen die keine Vorführungen?

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Ich würde es ihm erlauben, daer nur seinen Interessen nachgeht.Vielleicht ist er sogar ein richtiges naturtallent. Sag ihm aber, dass es nicht leicht wird und dass er hart üben muss.

Hip Hop ist eine Stilrichtung für Jungs. Es ist auch kein Tanzkurs im Tütü sondern er lernt dort die Tanzschritte für den Hip Hop das ist mehr ein gehopse und gespringe. Ist eher eine sehr unruhige laute Musik.

unruhige Laute - ja - da ist was dran ! ;) durch die immerwiederkehrende Montonie der D(r)ummaschine und der zackigen Tonart Sruchaufsager - hat irgenwie was soldatisches - also für kleinere Kinder eher nicht soo empfehlenswert.

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@thehop

Für größere auch nicht. ^^

http://www.stophiphop.de

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Meine Güte, es handelt sich um einen Hip Hop - Tanzkurs ... der Junge zieht nicht nach Amerika, schließt sich einer der hiesigen Gangs an und knallt mit dicken Kanonen wild drauf los ... !!
Ein wenig mehr Offenheit und Vertrauen in das Rechtsempfinden eines Kindes sollte man schon haben. Und über (Musik)Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten ...

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Super! Ich finde, Jungs sollten viel mehr tanzen! Ich wäre froh, wenn sich meine Jungs (9 und 7) das trauten bzw. wenn das ihr Wunsch wäre. Viel lieber als Fussballplatz und so. Ich glaube nicht, dass das irgend jemandem schadet.

Am besten sollte der Junge das machen, was ihm Spaß macht. Und nicht das, was Oma für richtig hält. Wenn´s ihm nicht gefällt, hört er schon von alleine wieder auf.

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