Mein Eindruck: Jeder der früher einfach als Unfreundlich oder A-Loch bezeichnet worden wäre ist Heute gleich Ausländerfeindlich/Rassist/Chauvinist?

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8 Antworten

Bitte "Ausländer,  "ausländerfeindlich" usw beim nächsten Mal richtig schreiben.

Und ja: Die Wörter "Rassismus", rassistisch" usw. werden zurzeit inflationär verwendet.

Ob aber das "A-loch" eine viel bessere Form der Kritik ist, wage ich sehr zu bezweifeln.

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Kommentar von Flohrianus
14.07.2016, 12:35

sagen wir es so, ein A-Loch ist einfach nur unfreundlich, aber seine Argumente in einer Diskussion werden noch immer berücksicht. Die Argumente eine Rassisten müssen aber gar nicht mehr berücksichtigt werden.

Bezeichne deinen Gegner als A-Loch und du musst dich weiterhin mit Ihm beschäftigen. Steck ihn in eine Kategorie wie Rassist und du hast die Auseinandersetzung bereits gewonnen.


p.s. danke

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Kommentar von rudelmoinmoin
14.07.2016, 12:47

@Bswss

so fängt schon das Schikanieren an 

Bitte "Ausländer,  "ausländerfeindlich" usw beim nächsten Mal richtig schreiben.
aber lesen konntest du es schon ? was er meinte 

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Ja das passiert sicherlich viel zu oft. Es ist gefährlich, bestimmten Gruppen ein Monopol der Opferposition zuzusprechen. Die meisten Menschen denken sehr selektiv und so etwas kann dann passieren. 

Auf der anderen Seite gibt es natürlich realen Rassismus. Der beste Ansatz wäre wohl: Maßnahmen ergreifen, statt Geschichten erzählen.

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Kommentar von Flohrianus
14.07.2016, 16:24

Welche Maßnahmen?

Einem Rassisten kann man gegenübertreten und wiedersprechen.

Gegen das andere kenne ich aber keine Maßnahmen. Vorschläge gerne gesehen.

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Es kommt auch auf das WIE an! 

Wenn zb 2 Deutsche sich über einen Araber lustig machen, dann kann das durchaus rassistisch aufgefasst werden. Die Körpersprache kann außerdem auch vieles unbewusst, deutlich machen.

Allgemein muss ich sagen, dass ich es gut finde wenn das Thema Rassismus sensibel behandelt wird! Den es ist eine Schande, dass Rassismus im 21. Jahrhundert immer noch nicht der Vergangenheit angehört! (Ein Armutszeugnis für die Intelligenz unserer Spezies!)

Wenn dann Rassismus sehr sensibel und penibel ausgelegt wird, so hat das meiner Meinung nach, einen Erzieherischen Charakter. Welcher in diesem Zusammenhang aber auch seine Berechtigung hat! Den wie gesagt! Wir leben im 21. Jahrhundert! Und da sollten Dinge wie Rassismus, langsam aber sicher der Vergangenheit angehören!

Also jammert nicht! Sondern lernt endlich moderne, Weltoffene Menschen zu sein! 

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Kommentar von Flohrianus
14.07.2016, 12:56

Und da sollten Dinge wie Rassismus, langsam aber sicher der Vergangenheit angehören!

Da stimmen wir hoffentlich alle zu. Aber deine andere Aussage empfinde ich absolut gefährlich:

Wenn dann Rassismus sehr sensibel und penibel ausgelegt wird, so hat das
meiner Meinung nach, einen Erzieherischen Charakter. Welcher in diesem
Zusammenhang aber auch seine Berechtigung hat!

Wenn dann Rassismus sehr sensibel und penibel ausgelegt wird, so hat das
meiner Meinung nach, einen Erzieherischen Charakter. Welcher in diesem
Zusammenhang aber auch seine Berechtigung hat!

Gerade das inflationäre Benutzen des Begriffs Rassismus bewirkt dass dieser einerseits verharmlost wird und andererseits wird hierdurch Rassismus erzeugt wo früher keiner war.

Genauso dein Beispiel. Wenn ich mit und über einem Teil meiner Freunde scherzen kann wie ich will, über die andere Hälfte meiner Freunde aber nicht, da ich mir jedes mal überlegen muss ob ein dritter dies als rassistisch oder sonstwie versteht entsteht Spaltung.
Gerade in unserer Deutschen Geschichte hat dieser Begriff eine absolute Abstemplung zur persona non grata.

Mit anderen Worten, genau diese "erzieherische Wirkung" wie du es nennst erzieht die Leute (uns) dazu dass es zwei Gruppen gibt. Deutsche über die wir reden dürfen wie wir wollen. Alle anderen bei denen mann überlegen muss, wie man etwas formuliert. Das ist die wahre Auswirkung dieser Handhabung.

 

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Kommentar von WeicheBirne
14.07.2016, 16:00

Wenn dann Rassismus sehr sensibel und penibel ausgelegt wird, so hat das meiner Meinung nach, einen Erzieherischen Charakter.

Genau wie Flohrianus sehe ich solche Äußerungen mit großen Bedenken. Am Beispiel der USA siehst Du wo so etwas hinführen kann.

Dort gibt es inzwischen den Begriff "cultural appropriation". "Cultural appropriation" bezieht sich darauf, daß sich eine Person kulturelle Elemente "aneignet" die nicht zu ihrer Kultur/Ethnie/Rasse gehören.

Das klingt vielleicht erst einmal abstrakt, aber ich möchte Dir einige Beispiele bringen, die ich relativ absurd finde.


1) Einige soziale Aktivisten behaupten, daß "cultural appropriation" Kostüme für Halloweenfeiern miteinbezieht. Hier mal beispielsweise ein Beitrag von so einem Aktivisten

http://www.bustle.com/articles/114814-7-culturally-appropriative-halloween-costumes-to-avoid-this-year

Du willst als Indianer gehen? Nicht ok. Als Zigeuner? Nicht ok. Geisha? Nicht ok. Im Sari? Nicht ok. Ägyptische Gottheit? Nicht ok.

Wenn wir das bald in Deutschland haben dürfen wir zum Karneval weder als Rabbiner noch als türkischer Sultan gehen -es sei denn natürlich Du hast jüdische oder türkische Wurzeln.


2) Für einige bezieht "cultural appropriation" die Verwendung der Symbole aus anderen Kulturen mit ein. Hier eine Frau, die sich schämt, daß sie sich einen Traumfänger auf die Haut tätowieren lassen hat.

http://www.xojane.com/it-happened-to-me/cultural-appropriation-tattoo

Darfst Du Dir in Deutschland dann bald kein Tatoo aus arabischen Schriftzeichen auf die Haut tätowieren lassen wenn Du keine arabischen Wurzeln hast? Und was ist mit einem Doppelkreuz wenn Du nicht christlich orthodox bist?


3) Wehe Du trägst mal ein Kleidungsstück aus einer anderen Kultur. Das Museum of Fine Arts in Boston hatte eine Ausstellung über Kimonos, in der Besucher auch mal einen Kimono anprobieren konnten. Dagegen gab es so viele Proteste, daß das Museum die Austellung schloß.

http://www.wbur.org/artery/2016/02/08/mfa-kimono-controversy

Darfst Du in Deutschland dann bald keinen Kaftan tragen wenn Du keine arabischen Wurzeln hast?


4) Einige soziale Aktivisten finden es nicht ok wenn ein Restaurantbetreiber Gerichte aus einer anderen Kultur anbietet.

http://www.npr.org/sections/thesalt/2016/03/22/471309991/when-chefs-become-famous-cooking-other-cultures-food

Darfst Du dann in Deutschland keine Dönerbude aufmachen wenn Du keine türkischen Wurzeln hast.



Eine extrem penible Auslegung von Rassismus wird irgendwann in eine Verhaltensdiktatur umschlagen. Das entzweit uns als Gesellschaft statt uns zu vereinen und macht uns gerade weniger weltoffen.

Rassismus bekämpft man nicht indem man Menschen unter rassistischen Generalverdacht stellt (Dein Kommentar klingt ein wenig danach). Rassismus bekämpft man am besten wenn man offen mit gegenseitigen Unterschieden umgehen und diese angstfrei erforschen kann. 

Dazu gehört auch, daß man mal gemeinsam über Stereotypen lachen kann oder auch mal Fragen stellen darf, die auf den ersten Blick unangebracht scheinen. Wenn Du all das penibel als rassistisch brandmarkst wirst Du die Verständigung unterbinden und Rassismus fördern.

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Vielleicht hat sich ja das Problemverständnis und die Kompetenz zu sprachlicher Präzision erhöht und du hinkst halt noch etwas hinterher...?

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Kommentar von Flohrianus
14.07.2016, 16:57

Möglich.

Insbesondere dein Punkt "sprachliche Präzision" könnte richtig sein. Ich versuche immer meinem Gegenüber als guten Menschen zu betrachten und suche nicht nach einer Möglichkeit wie ich das Gesagte möglichst bösartig deuten kann.

Deinen Beitrag könnte ein gehässiger Mensch auch als persöhnlichen Angriff falsch verstehen und nicht als konstruktiven Beitrag.

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Bei der ganzen ausländerfeindlichen Hetze, die z.Zt. in De abgeht, muß man sich nicht wundern, wenn sich Ausländer betroffen fühlen.

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Sehr richtig. Willkommen in der Welt der "political correctness"...

Jemanden als A-loch zu bezeichnen, unabhängig von seiner Religion, Hautfarbe oder Herkunft ist das unrassistischste und gleichberechtigste auf der ganzen Welt! ;) Menschen die Unfreundlichkeit direkt auf ihre Herkunft beziehen, sind in Wirklichkeit selber Rassisten.

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Kommentar von atzef
14.07.2016, 13:46

Dummes Zeug. Rassismus kann ja gerade die entscheidende Ursache dafür sein, jemanden als A-Loch zu beleidigen! Insofern ist das automatisch weder das "unrassistischste" noch "gleichberechtigste", sondern in einer zivilisierten Gesellschaft zunächst immer eine strafbare Beleidigung. Scheinbar möchtest du die Strafbarkeit von Beleidigungen abschaffen...?

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Das ist schon so. 

Heute darf man überhaupt keine Kritik mehr äußern. 

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Kommentar von koten
14.07.2016, 12:17

Der letzte Satz ist reiner Schwachsinn.

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Kommentar von Bitterkraut
14.07.2016, 13:45

Ich glaub, du hast die Frage nicht verstanden.

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Nein, wenn jemand einfach einen anderen beleidigt ist er unfreundlich. Wenn das jemand wegen rassistischen Hintergedanken macht, ist er rassistisch/ausländerfeindlich. Habe noch nie mitbekommen, das sich 2 Autofahrer als rassistisch beleidigt haben, weil der eine den anderen geschnitten hat.

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Kommentar von Flohrianus
14.07.2016, 12:16

Das sehe ich ja genauso. Aber ich habe schon mitbekommen dass die Zuschauer eines solchen Streits die Teilnehmer in eine Kategorie einteilen.

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Kommentar von woflx
14.07.2016, 12:17

Wenn der Geschädigte bzw. Benachteiligte bzw. sich benachteiligt Fühlende aber zufällig ein Türke ist, kann genau dieser Vorwurf sehr schnell im Raum stehen.

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