Mein ehemaliger Arbeitgeber hat mit für Monat den April nochmal Gehalt überwiesen, obwohl ich nicht mehr dort arbeite, kann er sich das Geld zurück holen?

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6 Antworten

Wenn das irrtümlich überweisen wurde, kannst du das natürlich nicht einfach behalten. Du solltest das Geld also KEINESFALLS einfach ausgeben.

Ist es nicht so dass man das Gehalt rückwirkend für den Monat bekommt?

Daisy82 17.05.2017, 18:31

Im Vertrag stand zum 15.des Folgemonats. Aber bin zum 15.3 gekündigt worden, im April war ich nicht mehr beschäftigt, deswegen hat mich das gewundert 

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Das musst Du selber zurück überweisen.

Familiengerd 17.05.2017, 20:04

Nein, sie ist nicht verpflichtet, von sich aus tätig zu werden.

Sie muss das zuviel gezahlte Geld erst zurück überweisen, wenn der Arbeitgeber es zurück verlangt. 

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Daisy82 17.05.2017, 22:21
@Familiengerd

Und was wenn er es nicht zurück fordert?z.b wenn 4 Wochen vergangen sind,kann man das Geld dann einfach behalten? 

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Familiengerd 18.05.2017, 12:59
@Daisy82

Der Arbeitgeber kann sich auf die gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB 195 "Regelmäßige Verjährungsfrist" berufen und das Geld bis zum 31.12.2020 zurückfordern.

Du musst es nur dann nicht zurückzahlen, wenn Du das Geld im guten Glauben, es rechtmäßig erhalten zu haben, ausgegeben hast und es für diese Ausgabe keinen materiellen Gegenwert gibt (sogenannte "Entreicherung" nach dem BGB § 818 "Umfang des Bereicherungsanspruchs" Abs. 3) - also z.B. für eine Reise, nicht aber z.B. für eine Kamera, da diese ja den materiellen Gegenwert des Geldes darstellt.

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Familiengerd 18.05.2017, 13:05
@Familiengerd

Ergänzung zur Frist für eine Rückzahlung:

Die gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren gilt nur dann nicht, wenn es eine vertragliche vereinbarte Ausschlussfrist - arbeitsvertraglich mindestens 3 Monate, tarifvertraglich mindestens 1 Monat.

Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem der Arbeitgeber das überzahlte Entgelt ausgezahlt hat. Nach Verstreichen der Ausschlussfrist ist seine Forderung auf Rückzahlung verwirkt.

Ohne solche Ausschlussfristen gilt die bereits erwähnte gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren.

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GenLeutnant 18.05.2017, 13:48
@Familiengerd

Arbeitgeber es zurück verlangt. 

Davon bin ich ausgegangen.Das wird der AG ganz bestimmt zurück verlangen.

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Vllt hast du es rückwirkend bekommen.

Wenn dir das Geld NICHT zusteht, solltest du es auch nicht ausgeben,

da das Geld sicherlich zurückgefordert wird !

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