mein Computer Arbeitsplatz wird heimlich überwacht. Hilfe

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5 Antworten

Also das war so: wir sind ein Team von IT Supporter und wir werden von unserem Arbeitgeber bei diesem sehr großen Kunden eingesetzt. Dann sagte irgendwann die Projektleiter die bei dem Kunden festangestellte sind, dass die bei sich eine Software haben, wo unsere Support Telefone ausgewertet werden, wie viel Prozent die line in den servicezeiten erreichbar wäre. Dann ging es weiter damit, dass die Überwachungs SoftwAre personbezogen genutzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon bei meinem Arbeitgeber gefragt, ob die es wohl prüfen würden, ob das so rechtens sei. Ich kann mich daran noch erinnern, dass es darüber schon mehrere Urteile gebe, wo eine personbezogene Auswertung ohne Zustimmung des Betriebsrates und Unterzeichnung unseres Arbeitgebers sowie unsere Unterschriften nicht gehe. Dann vor ca. 2,5 Wochen kam eine Email von einem Leiter, dass wir unseren Telefonen allen zu gleich, das gleiche Passwort zu setzen haben. Dann haben wir unter uns Kollegen das getestet und gesehen, dass jeder das Telefonjournal der anderen abcheken kann, ohne dass man was davon mitkriegen würde. Man könnte sich auch dann in das Apparat anderer Kollegen einloggen und mithören. Dann eine Woche später, hat ein Kollege uns gewarnt, dass unsere Bildschirme ohne unser wissen überwacht werden würden, da ein Projektleiter ihm in dem Moment wo er was im Internet gesurft hat über das Chat Fenster ihm gesagt hat, dass er ihn sehen kann. Dazu muss ich sagen, dass bei diesem Kunde, alles was “verboten“ ist ist eh gesperrt. Also hat der Kollege nichts “bösartiges“ getan. Wir bekommen auch viel Lob von den Anwendern, dann kann es in unserer Arbeitsweise nicht liegen. Letzte Woche gab es schon unsererseits beim Projektchef Beschwerden, wegen der Art und Weise, wie wir behandelt wurden. Dann das.

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Etwas muss ich klar stellen: dort wo diese Überwachung angefangen hat, ist nicht mein Arbeitgeber sondern der Kunde. Ich werde von meinem Arbeitgeber dort eingesetzt. Auch andere Kollegen von mir. Davon weißt mein Arbeitgeber noch gar nichts. Weil mir noch Beweise fehlen. Um das beweisen zu können muss ich wissen wie man ohne Adminrechte vorgehen kann, damit man merkt das einer sein Thin Client schnüffelt. Wenn ich das festhalten kann, dann kann ich das Thema angehen. Ich weiß auch das der Nutzer Marco7 stGt Antwort weißt. Und warte darauf. Wer vom Fach kann weiter helfen?

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Hallo @Johannes j54 das stimmt so nicht. Nichts dergleichen steht in meinem Arbeitsvertrag und in Deutschland, damit Überwachung gestattet wird muss das Unternehmen etliche Hürden überwinden, etc. Und von Betriebsrat wurde niemals etwas zugestimmt, noch dazu müsste der Betriebsrat meines Arbeitgebers zusätzlich zustimmen, wenn dafür Gründe vorhanden wären.

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Ansprechpartner wäre Dein Arbeitgeber bzw. Dein Betriebsrat. Der Betriebsrat kann das auch anonym behandeln, wenn Du Angst um den Job hast. Wie habt Ihr denn von der Überwachung erfahren? Was wird denn überwacht? Über den Weg ließen sich ja Beweise sammeln. Außerdem kann der Betriebsrat oder zumindest der Betriebsrat des Kunden Einblick in die Konfiguration von Arbeitsplatzrechnern und Servern fordern und ggf. eine Fachfirma mit einem Gutachten beauftragen, um den Verdacht zu evaluieren. Selbst würde ich unter keinen Umständen an der Konfiguration etwas ändern oder zusätzliche Soft- oder Hardware installieren, das wäre ein Kündigungsgrund.

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Schau mal in deinen Arbeitsvertrag.

Vermutlich steht da drin, dass die Rechnereingaben und die Telephongespräche weiterverarbeitet werden. Z.b. sollen die Telefongespräche bei der Störungsannahme maximal 3 Minuten dauern. Das Ein- bzw. Abschalten deines PCs erzeugt einen Zeitstempel, der mit deinem Arbeitszeitkonto verglichen wird usw.

Deine Zugriffe auf das Internet werden ebenfalls protokolliert, wer bei ebay reinschaut, fliegt!

Das ist alles mit dem Betriebsrat abgesprochen, also nicht "heimlich".

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Kommentar von casilein
27.01.2013, 21:45

Was auch immer im Arbeitsvertrag steht, hat datenschutzrechtlich keinen Bestand, da der Arbeitsvertrag nicht den strengen Richtlinien von Einverständniserklärungen standhält: Die Unterschrift ist nicht wirklich freiwillig und kann auch nicht widerrufen werden, ohne die Existenzgrundlage zu gefährden. Daher muss der Arbeitgeber schon gesetzliche Vorschriften finden, die ihm einen Eingriff in den Datenschutz explizit erlauben.

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