Mein Chef hat mich fristlos gekündigt, obwohl ich vorab schon gekündigt habe. Ist das rechtens?

8 Antworten

Ohne Klage innerhalb von 3 Wochen nach Zugang wird diese Kündigung (wie jede Kündigung, wie fehlerhaft oder unberechtigt sie auch sein mag) rechtswirksam.

Spätestens im Verfahren muss der Arbeitgeber die Kündigungsgründe darlegen, von denen - sollte sie es tatsächlich geben - der Arbeitgeber nicht schon länger als 2 Wochen Kenntnis haben darf, da sie sonst für eine fristlose Kündigung nicht mehr heran gezogen werden dürfen. Mit seinem Vorgehen setzt sich der Arbeitgeber dem Gericht gegenüber schon einmal nicht in ein gutes Licht ...

Für die Klage (auf Feststellung, dass durch diese Kündigung das Arbeitsverhältnis nicht beendet wurde) brauchst Du - sofern Du Dir das selbst zutraust - in dieser Instanz keinen Anwalt, den Du ohnehin, unabhängig vom Verfahrensausgang, selbst bezahlen musst. Die Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts nimmt die Klage entgegen - auch zur Niederschrift, wobei sie kostenlos bei der Formulierung hilft.

Übrigens hast Du (sofern das Arbeitsverhältnis bei seinem Ende bereits länger als 6 Monate besteht und da es in der 2. Jahreshälfte endet) Anspruch auf Entgeltung Deines gesamten oder restlichen Jahresurlaubs, zumindest aber (sofern arbeits- oder tarifvertraglich eine anteilige Regelung vorgesehen ist) des gesetzlichen Mindesturlaubs. In dem Fall hast Du allerdings keinen Urlaubsanspruch mehr gegen einen neuen Arbeitgeber - es sei denn, der Anspruch dort wäre höher.

Die Kündigung ist auf jeden Fall hinfällig.Es steht kein Grund drin und dazu bist du noch krank geschrieben.Da darfst du gar nicht gekündigt werden,außer mit wichtigen Gründen die ja offenbar nicht drin stehen. Und eine Kündigung muss meines Wissens per Einschreiben oder Einwurf Einschreiben geschickt werden. Du hast sie zwar von einer Kollegin ausgehändigt bekommen,aber woher soll sie wissen das es deine Kündigung ist?Dein Chef darf ihr nicht sagen was in dem Brief ist.Es kann ein X-beliebiger Brief gewesen sein den du von deiner Kollegin bekommen hast. Auf jeden Fall morgen gleich einen Anwalt beauftragen.

Die Kündigung ist auf jeden Fall hinfällig.

Falsch!

dazu bist du noch krank geschrieben.Da darfst du gar nicht gekündigt werden

Falsch!

Und eine Kündigung muss meines Wissens per Einschreiben oder Einwurf Einschreiben geschickt werden.

Falsch!

Du hast sie zwar von einer Kollegin ausgehändigt bekommen,aber woher soll sie wissen das es deine Kündigung ist? Dein Chef darf ihr nicht sagen was in dem Brief ist.

Falsch!

Au weia! :-((

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Wenn dir die Kündigung heute von der Kollegin übergeben wurde, kann nicht das Datum 22.05.2014 sein - das ist nicht zulässig. Es gibt ja sie als Zeugin dafür, daß die Kündigung dir heute erst übermittelt wurde.

Wenn es verzwickt ist oder um Geld geht, würde ich einen Anwalt für Arbeitsrecht einschalten. Es geht ja dann auch um ein anständiges Zeugnis, oder?

Andererseits wenn du keinen Wert drauf legst, und sowieso eine neue Arbeit hast, kannst du dir den Ärger ja sparen.

Kommentar des Fragestellers:

Mist hatte mich beim Datum verschrieben, tut mir leid ich meinte 22.08.14.

;)

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