Mein Bruder/Mutter und mein Vater haben sich ein Kangal gekauft , wie verhalten etc, brauche Tipps /Rat?

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3 Antworten

Ich hatte jahrelang einen Kangal, das sind türkische Herdenschutzhunde die sehr dominant sind und seit Ewigkeiten auf absolut eigenständiges Handeln gezüchtet sind. Sie verteidigen ihr Territorium extrem. Der Halter sollte dem Hund gegenüber keinen Zweifel daran lassen, wer das Sagen hat. Der Hund sieht seine Aufgabe im Schutz " des Rudels", und wenn der Anführer (der Halter) ihm signalisiert, dass es ok ist wenn jemand das Territorium betritt, kann dieser Jemand sich ohne Angst frei bewegen. Kangals neigen überhaupt nicht zum beißen, sie warnen deutlich, und sie rempeln den Störenfried eher um, als dass sie etwas tun. Der Hundehalter ist gefordert, damit der Hund niemals auf die Idee kommt, der Boss zu sein, dann ist alles gut. Sollte das nicht gelingen, gibst allerdings Probleme und es könnte passieren, dass der Halter das eigene Haus nicht mehr betreten kann.

Hallo Jessy, auch wir haben, nach reiflicher Überlegung und ausführlicher Information über Herdenschutzhunde im allgemeinen und Kangals im besonderen, eine Kangalhündin (jetzt 21 Monate alt)aus dem Tierschutz übernommen. Ich hoffe auch deine Familie hat sich gut informiert worauf sie sich einlässt. Herdenschutzhunde beschützen ihre Herde vor allem und jeden und kennen keine Angst. Genau dieses Verhalten habt Ihr wohl erlebt. Sie bellt weil sich jemand fremdes nähert. Jetzt könnte man das Bellen beenden indem man als Führer ihren Platz einnimmt. Funktioniert bei uns einwandfrei. Greift man hier nicht ein und der, die, das fremde nähert sich weiter folgt Stufe 2, das Knurren. Solltest Du diese fremde Person sein, wäre es jetzt angebracht stehen zu bleiben, da sie dich als potentielle Gefahr einstuft. Danach würde Stufe 3 folgen, schnelles hecktisches lautes bellen. Wenn man dieses auch ignoriert.....? Soweit ist es bei uns zum Glück noch nicht gekommen. Aber einen Kangal von Stufe 3 runterzuholen war nicht ganz einfach, klappt mittlerweile aber durch reine Präsenz. Ein erstes kennenlernen sollte so erfolgen. Ihr Bruder, wenn er der Führer ist, öffnet dieTür. Er begrüsst Sie herzlich. Sie ignorieren die Hündin, nicht ansehen, nicht ansprechen, einfach stehenbleiben. Nach der Begrüssung durch Deinen Bruder, kann sich jetzt die Hündin nähern und an euch schnuppern. In der Regel gibt sie jetzt den Weg frei und Ihr könnt euch frei bewegen. Herdenschutzhunde sind Fremden gegenüber eher distanziert, deswegen sollte man sie auch nicht ohne Erlaubnis (der Hündin) anfassen. Nicht von hinten nähern, nicht über den Hund beugen, keine hecktischen Bewegungen, nur die Brust streicheln. Klappt bei uns alles wunderbar, kein Gast wurde bis jetzt angeknurrt oder angebellt. Alle wurden auf diese Art freundlich oder desinteressiert begrüßt, und konnten sich anschließend frei bewegen. Wenn sie jemanden mag lehnt sie sich an ihn und lässt sich streicheln. Wenn Ihr eure Familie häufiger besucht wird sie euch bestimmt als Teil Ihrer Herde sehen, womit Ihr dann auch unter ihrem Schutz steht.
Deine Kinder solltest Du nicht mit einer 18 Monate alten Kangalhündin spielen lassen, dafür ist das Spiel der Hündin viel zu Körperbetont. ( Unsere 21 Monate, 67cm, 48kg). Ihr solltet nicht vergessen das eure Hündin gerade erst in die Pubertät gekommen ist und die noch ein Jahr dauert. Erst dann ist sie voll ausgewachsen und Ihr Schutztrieb, der übrigens angeboren ist, voll entwickelt. Das heisst, das Ihr in den nächsten 12 Monaten eine starke Wesensänderung feststellen werdet. Deshalb ist es umso wichtiger, das ein starker Führer die Erziehung, die sowieso nur bedingt möglich ist, übernimmt. Heißt liebevoll, konsequent, absolut gewaltfrei (geht nach hinten los), extrem geduldig (wenn sie stur ist mußt du sturer sein, sonst verlierst du) Fazit: Ein Kangal ist ein Herdenschutzhund, kein Wachhund, kein Schoßhund, kein Apportierhund, kein Sportler, sondern ein selbstständig arbeitender Hund, der eine konsequente Führung und eine Aufgabe braucht, sonst sucht er sich eine. Kennt die Hündin Sie haben Sie nichts zu befürchten. Mag die Hündin Sie haben Sie einen Freund, der für Sie durch Dick und Dünn gehen. Kinder stehen bei Herdenschutzhunden unter besonderen Schutz, deshalb sollten sich Fremde Ihren Kindern nicht nähern wenn die Hündin aufpasst. Solch einen Fall haben wir life erlebt. Unserer ersten Hündin (Hütehund-Herdenschutzhund-Mix) stellten wir einmal ein Baby im Korb auf den Boden. Unsere Hündin kam, schnupperte und legte sich neben den Korb. Von diesen Augenblick an durften sich außer uns und der Mutter des Kindes niemand den Korb nähern. Auch der eigene Vater hielt es für besser dem Kind nicht zu Nahe zu Kommen, da unsere Hündin ihn nicht kannte. Dieses Verhalten ist angeboren, deshalb ist es wichtig das der Hund nicht die Führung übernimmt. Lies doch mal die Seite http://www.sivas-kangal.de/dkkarabash.html, MfG M.N.

Ich bedanke mich für die schnellen Antworten und entschuldige mich das ich erst jetzt mich zurück melde, aber war sehr krank gewesen und musste erstmal wieder Fit werden allein auch wegen mein Kids.

Also beim nächsten Treffen lief es so ab wir sind zu mein Eltern (muss anmerken der Geburtstag wurde nachgefeiert von meiner Mutter)und wir sind rein Bonni hat wieder geknurrt, mein Bruder hat uns begrüßt. Wir sind den langsam ins Wohnzimmer meine Tochter blieb bei mir (sie meinte zu mir das Bonni ein Riesenbär ist ^^) zumindest haben meine Kids und ich Bonni was zum Knabbern gegeben war alles gut und schön nur dann musste meine Tochter auf Toilette ich bin mittgegangen weil was war ist ja auch egal, in der zwischen zeit war aber mein Bruder mit Bonni rausgegangen damit sie ihren Auslauf etc bekommt. Mein Bruder war gerade wieder mit ihr da auch meine Tochter war fertig, wir sind Richtung Wohnzimmer da fing Bonni das Knurrenan an, ich bin stehen geblieben mit meiner Tochter und alle meinten komm rein in den moment kam bonni auf mich zu und Bellte mich an hat mich aber nicht gebissen nur angebellt und angeknurrt. Ich hab mich erschrocken meine kleine Maus auch und mein Bruder ist mit Bonni erstmal wieder raus. (wir haben denn gemerkt das es Bonni zu viel war die ganze Aufregung mit den Besuchern etc) wir sind denn auch nach Hause da ich auch noch dazu Krank wurde naja.

Ich bin denn fast über Zwei Wochen nicht mehr zu mein Eltern da ich Krank war, zumindest war ich gestern ohne Kinder ganz alleine zu mein Eltern zu besuch und wie es der zufalll will hat sie nur ein leisen laut von sich gegeben und mich angeknurrt. Ich habe denn in den moment mit sehr ernster Stimme das sie merkt ok die gehört dazu gesagt Aus Bonni denn war sie ganz Still, wir denn ins Wohnzimmer ich hab mich denn hingesetzt und Bonni kam völlig entspannt zu mir und mein Bruder gab mir für sie so komische Knabberstangen, sie hat sich hingesetzt vor mir und die extrem vorsichtig und genüsslich aus meiner hand gefuttert. Ja ich war und bin Stolz wie Oska das es so gut funktioniert das ich mich so lansamg an den Hund wegen der Größe annähere/ befreunde was auch immer.

Nur hab da eine frage vll könnt ihr sie mir beantworten.

Als ich Bonni gekrauelt habe und denn aufhörte weil ich was trinken wollte hat sie an mein Arm leicht Geknabbert was soll mir das sagen bzw ich kenne das nicht das hat ein Hund im allgemein das allererste mal bei mir gemacht.

Ich danke euch rudikassi und 1manu für eure Antworten und sorry für den langen Text.

Liebe Grüße

Jessy

 

Hallo Jessy,

keine Panik, der Griff nach deiner Hand bedeutet nur das du nicht aufhören sollst.
Zu unserer Kangalhündin haben wir auch noch einen Harzer Fuchs Rüden. Der führt die Hand sogar zu der Stelle ander er gekrabbelt werden will.

 

MfG

manu

 

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