Mein Bruder wird bevorzugt, was soll ich machen?

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3 Antworten

Bei Deinem Bruder bricht mit Gewalt die Pubertät aus und offensichtlich ist Dein familiäres Umfeld der Meinung in diesem Staat bestünde noch ein Recht ein Geschlecht zu benachteiligen. Dieses Recht besteht aber seit 1949 nicht mehr. - Nun gut. Ist nicht Deine Sache. Es macht nur Sinn dass Du davon weißt.

Tatsächlich wird es für Dich schwierig anzuerkennen dass Du eben NICHT seine Mutter bist sondern seine Schwester. Darin übe Dich aber unbedingt. Auch in seinem Interesse. Denn wenn er weiter so gefördert wird wird er sich zu einem auffälligen Pubertierenden entwickeln der sich noch manche Probleme einhandeln kann. 

Übe Dich darin absolut Nichts mehr für ihn zu tun wenn es nicht gerade darum geht für die ganze Familie tätig zu sein. 

Viele Familien haben gute Erfahrungen damit gemacht dass die Tätigkeiten im Haushalt unter allen Familienmitgliedern gerecht aufgeteilt werden. Die Zuständigkeiten werden in einer Liste festgehalten. Diese macht sich gut auf der Kühlschranktür. Es wird eine feste Strafe festgelegt für den Fall dass eine Tätigkeit nicht erledigt wird. - Versuche diese Regel bei Euch einzuführen. Das schafft Klarheit und fördert bei beiden Kindern die Vorbereitung auf das Erwachsenenleben.

Gewöhne Dir an täglich von Hand auf Papier Tagebuch zu führen. So hältst Du einerseits solche Eskalationssituationen fest und reflektierst auf bestmögliche Weise Deine Rolle darin. Von da ausgehend kannst Du den für Dich bestmöglichen Weg finden ihn auflaufen zu lassen.

Um mal auf die geschilderte Situation während des Essens einzugehen:

Ich hätte das Kissen einfach da liegen gelassen wo es gelandet ist sofern es nicht beim weiteressen störte. Hätte er weiter gemacht hätte ich mir mein Abendbrot genommen und wäre damit in mein Zimmer. Meinen Vater hätte ich in ruhigem aber bestimmten Ton dann aufgefordert in Zukunft dafür zu sorgen dass am Esstisch auch für Dich normale Essensaufnahme möglich ist. Jeder Diskussion dazu würde ich aus dem Weg gehen. 

Deine Lebenssituation ist sicherlich in der Schule zumindest grob bekannt. Ich würde das möglichst regelmäßige Gespräch mit einer Lehrkraft des Vertrauens suchen oder - falls vorhanden - dem Schulpsychologen. Auf diese Weise gibt es eine erwachsene Person die den Verlauf bei Euch kennt. Sie kann Dir mit Rat zur Seite stehen. Sollte sich die Situation verschlechtern kann sie auch Möglichkeiten aufzeigen / anstoßen die Dir dienlich sind. 

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Du solltest mal mit einer Vertauensperson ausserhalb der Famiie reden.

Und lass Deinen Bruder auflaufen - reagiere überhaupt nicht mehr auf seine Stänkereien.

Woanders kannst Du wohl nicht leben?

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Kommentar von pastellsilber
04.03.2016, 20:22

Nein, ich kann nicht woander leben. Das ist leider alles sehr schwierig und kompliziert bei uns in der Familie.

Wie meinst du das mit nicht darauf eingehen? Soll ich nichteinmal sagen, dass er aufhören soll? Und wie soll ich reagieren, wenn er mich etwas fragt? Freundlich, nicht beachten?

Danke für deine schnelle Antwort.

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Geht zu einem arzt und lasst mal deinen Bruder aif ADHS prüfen

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