Mein Bruder und ich haben Arger mit unseren Eltern weil wir Organspende und Maschienen abschalten ablehnen?

18 Antworten

Hi,

du hast schon viele Antworten und ich finde viele auch sehr gut, trotzdem habe ich mich dazu entschieden dir zu antworten.

Als erstes habt ihr meine Anerkennung, dass ihr euch mit dem Thema auseinander gesetzt habt und für euch eine Entscheidung getroffen habt.

Da eure Mutter anderer Meinung ist und eure Entscheidung nicht respektieren möchte, ist eure Situation nicht einfach. Ich glaube, das sie eine Art Verlustangst hat. Dabei spielt es eine große Rolle, das sie Menschen kennt, die lebensnotwendige Implantate kennt, da es nie leicht ist Menschen gehen zu lassen. Wenn sie an Organspende denkt, hat sie nur vor Augen, dass diese Leute nicht mehr am Leben wären ohne Organspende, jedoch hat sie glaube ich noch nicht so viel über die Spendenden nachgedacht. Daher kommt auch ihre moralische Verpflichtung. Sie hat das Leben dieser Bekannter geschenkt bekommen und nun erwartet sie, das jeder in ihrem Umfeld, das gleiche für jemand anderes tut.

Ich sage nicht im Ansatz, dass ich ihre Ansicht teile, aber ihr solltet euch (falls ihr noch nicht über das Thema gesprochen habt) mal in Ruhe hinsetzen. Sagt ihr sie soll es als euren letzten Willen ansehen, falls es tatsächlich nämlich mal zu so einer Situation kommen würde, wäre es das nämlich. Auch wenn sie es dann nicht mag, soll sie es respektieren, denn keinem Menschen soll man den letzten Willen abschlagen.

Die Abschaltung der Geräte ist eine andere Sache. Du und dein Bruder scheint sie abzulehnen. Dies ist verständlich und auch das sollte eure Mutter respektieren. Hier ist jedoch aus meiner Sicht nicht mal der Patient am schlechtesten dran. Natürlich erlöst man ihn etc... Die Seite betrachtet jeder. Doch was ist mit den Nahestehenden? Rede mit deinem Bruder nochmal darüber. Eure Mutter würde es vermutlich nicht aushalten Tag für Tag oder ein Mal in der Woche in ein Krankenhaus zu kommen um ihren Sohn zu besuchen, zu hoffen das ein Wunder geschieht und das ewig. Sie ist der Auffassung das man einen Schlussstrich ziehen muss, dass das Leben irgendwann vorbei ist und man es dann lieber an dieser als an späterer Stelle beenden sollte. Das Leben ist endlich, das ihr es verlängern wollt ist verständlich, ich glaube auch die andere Sicht. Als letztes sollte euch auch klar sein, das eine Person, wenn sie aus dem Koma erwacht meistens ein Schwerpflegefall ist.

Ich hoffe ihr überlegt das alles gut und auch mal objektiv. Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft!

hi,

dein letzter satz... 

ja - das kann damit zusammenhängen.

du bist 14. und damit hast du das recht, das für dich zu entscheiden.

ob ich das jetzt gut finde oder nicht ist dabei völlig gleichgültig. das hat man einfach zu respektieren. auch als eltern.

du kannst mit 14 übrigens auch eine patientenverfügung machen und diese bei deinem hausarzt hinterlegen. infos und erklärungen dafür bekommst du zum beispiel kostenlos bei der DAK. das heft ist sehr ausführlich.

die patientenverfügung kannst du selber schreiben. sie muss von zwei zeugen unterschrieben werden und ist dann gültig.

übrigens - du kannst dich, was organspende, maschinen oder auch die patientenverfügung betrifft, jederzeit wieder umentscheiden.

vielleicht kannst du mit einem gespräch, das in diese richtung zielt, deine mutter wieder runterbringen. wichtig zu sein scheint dir das ja schon, dass wieder frieden zuhause ist.

dass du um des lieben friedens willen aber nicht deine meinung ändern wirst, find ich absolut okay. in den nächsten jahren wirst du nach und nach immer mehr entscheidungen, die dich selbst betreffen, selber fällen müssen. und du wirst noch oft auf menschen treffen, die dich beeinflussen wollen in dem, was für dich das richtige ist (wart erst mal ab, bis du die erste längere beziehung hast.... ;-)) )

erstens: du wirst selbst auch kein blatt vor den mund genommen haben (wenn du so drauf warst, wie teilweise in deinen kommentaren und diskussionen hier, bist du daheim sicher eine "harte nuss"). 

zweitens: deine mum liebt dich trotz allem. und du liebst deine mum. das ist jedenfalls schon mal eine gute voraussetzung.

das wäre eben die zweite möglichkeit , die du hast. nämlich deiner mum zu sagen, wie sehr du sie magst - und ihr vielleicht mit einem grinsen zu sagen, du seist ihr dankbar, dass sie euch zur eigenständigkeit erzieht.

ach ja - ich denk, du bist n netter kerl und gehst in die richtige richtung... ausserdem hast du pubertät. das ist das alter, wo die eltern schwierig werden ;-)

versuche in nächster zeit einfach, daheim etwas weniger zu provozieren und vermeide solche themen.

Danke :)

Also meine Meinung, die werde ich behalten, die tipps mit der Verfügung sind echt gut aber was ist die DAK ?

Und es stimmt, ich bin schon eine harte Nuss, aber eine total knuffige Harte Nuss :)

Und den Spruch war schon etwas hart, aber unprovoziert hätte ich sowas niemals gesagt.

Ich meine sie hat auch auf meinen Gefühlen rumgetrampelt, indem sie mich nicht ernst genommen hat.

Ich werds mal versuchen, mit dem grinsen und so :)

Danke :)

3
@Xboythehidden

DAK ist ne krankenkasse. genauer gesagt, deutsche angestellten krankenkasse. die haben überall geschäftsstellen. wo eine in deiner nähe ist, kannst du googlen.

glaube mir, für eltern ist es manchmal nicht leicht, ihre kinder in dem alter ernst zu nehmen. einmal seid ihr schon fast erwachsen und im nächten moment führt ihr euch auf, wie trotzige dreijährige. ;-)) das ist innerhalb der familie oft nicht ganz leicht.

hast du eventuell grosseltern, die du um den finger wickeln kannst und die für dich intervenieren? das wäre am einfachsten.

2
@ponyfliege

Ok, danke :)

Ja, wir haben Großeltern, aber die wohnen etwas weg.

Aber das mit dem um den Finger wickeln ist ne super Idee.

Wir müssen nur unseren "wir sind doch totaaal knuffig Blick" aufsetzen und schon sind wir wieder die lieben Enkelchen, die nieeeeemals etwas böses machen :)

1

Wer gegen die Organspende argumentiert, muss mit Konflikten rechnen. Andere sind auf die Schönrederei reingefallen - und nun greift man ihre heile Welt an !

Ich gehe mal davon aus, dass ihr euch mehr mit der Problematik beschäftigt habt als die Eltern - und einen besseren Durchblick habt.

Ihr habt euch sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt,  habt ein Referat erarbeitet, das auch noch sehr gut benotet wurde.

Cyracus und ich haben es uns nicht leicht gemacht, sondern beide Seiten genau angeschaut, bis wir uns unsere Meinung gebildet haben.

in unseren Antworten findest du viele stichhaltige Argumente, die deutlich gegen die Organspende sprechen, u.a. über die Leiden von Spendern und auch Empfängern, über die Umstrittenheit des Hirntod-Konzeptes, das Recht des Menschen auf einen friedlichen Tod bzw. ein Sterben in Würde, und dass Patienten, bei denen die Eltern die Zustimmung verweigerten, sich wieder voll erholt haben und heute noch munter weiter leben usw..

Das wär nicht möglich gewesen, wenn die Eltern rigide einer Entnahme der Organe zugestimmt hätte. Es kommen Eltern zu Wort, denen es hinterher sehr leid tat, weil sie erst da begriffen, was eigentlich geschehen war.

Ausserdem gibt es genug Beispiele von Skandalen, die mit der Organspende zusammen hängen. 

Das alles ist NICHT akzeptabel !

An deiner Stelle würde ich das alles mal ausdrucken und die Mutter bzw. die Eltern auffordern, sich das alles mal genau anzuschauen und auch die entsprechenden Videos zur Kenntnis zu nehmen.

Denn nur wer die vollständige Information hat, kann das Thema wirklich beurteilen. Wer sich nur mit der PRO-Seite beschäftigt und der KONTRA-Seite ausweicht, ist kein ernst zu nehmender Diskussionspartner.

In einer solchen Angelegenheit ist es besser , ruhig zu bleiben, anstatt auszurasten. Lasst die (schriftlichen) Fakten für euch sprechen.

Ich würde von den Eltern fordern, sich das alles genau anzuschauen - und vorher jede weitere Diskussion ablehnen.

Alles Gute !





Die Organspende basiert auf dem sog. Hirntod-Konzept ! Das dürfte ethisch aber weder haltbar noch einwandfrei sein.

Wenn ca. 30% der Hirntod-Diagnosen nachweislich falsch sind - und
wenn Patienten sich trotz dieser Diagnose wieder voll regenerieren
konnten und z.T. noch heute munter unter uns leben, dann müsste man doch
allmählich ins Grübeln kommen und verstehen, warum das Konzept bei
Experten so umstrittenn ist - und erkennen,dass es nichts taugt !


Was sagen Experten zur Organspende ?


Hirntote sind meistens sterbende Menschen, denn der menschliche Körper stirbt langsam.

"Unstrittig" ist dabei, "dass der Stoffwechsel in den Körperzellen
nocheine Weile weiterläuft, wenn der Mensch eigentlich schon tot ist"
(DerSpiegel Nr. 38/2005); d.h., wenn er schon für "tot" erklärt
wurde,während er aber immer noch stirbt und sich die Seele nun
unterentsetzlichsten Schmerzen vom Körper lösen muss.

                      


Mancher für "hirntot"Erklärte ist jedoch auch wieder aufgewacht und wurde gesund.

"Den Hirntod gibt es überhaupt nicht. Er ist eine Erfindung der Transplantationsmedizin." (Prof. Dr. Franco Rest, zit. nach Die Wurzel Nr. 3/2012, S. 36)

"Ich konnte ihnen die Hoffnung nicht zerstören, aber nun habe ich keine mehr, weil ich nicht auf ein falsches Leben setzen kann."        
     
(Ein Jugendlicher mit einem fremden Organ, der keine Kraft
hatte, seinen Eltern klarzumachen, dass er lieber sterben als fremde
Organe erhalten will; aus dem Buch "Herzloser Tod" von Ulrike Baureithel
und Anna Bergmann, Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 1999; siehe hier)


"Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr." (Prof.
Dr. Rudolf Pichlmayr, Pionier der Transplantationsmedizin, "Mediziner
des Jahres" 1990, zit. nach Zeitenschrift Nr. 74, 2013)


"Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne
und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an seiner Seele."

(Jesus von Nazareth, Lukasevangelium 9, 25; Matthäusevangelium 16, 26)


2
@Mucker

Offener Brief einer Krankenschwester über die dunkle Seite der Organspende.

Der Patient ist nicht hirntot, sondern nur tot definiert.

“Mit diesem offenen Brief möchte ich der aktuellen
Organspendekampagne 2013 etwas entgegensetzen.Ihr fehlt nämlich etwas
ganz Wesentliches: die GANZE Wahrheit zum Thema. Die sollte man jedoch
wissen, BEVOR man den Organspendeausweis ausfüllt!”
Erlebnisse mit hirntoten Patienten.
zur Organspende.

Erlebnisse mit hirntoten Patienten.



Interview mit einer ehemaligen Krankenschwester
Die Soziologieprofessorin A. Manzei berichtet aus ihrer Erfahrung
alsKrankenschwester über die Themen Hirntod, Sterben und Alternativen
zurTransplantation.

15 Jahre hat sie auf einer Intensivstation mitKomapatientin gearbeitet und weiß wovon sie spricht.

Sie bereitete in ihrem Team u.a. auch Hirntote auf die Organentnahme vor.

Warum sie der aktuell laufenden Initiative zur Organspende kritisch
gegenübersteht, erläutert sie in einem hoch interessanten Interview:

https://hirntoddebatte.wordpress.com/tag/krankenschwester/r

2

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