Mein Bruder ist Kontrollsüchtig! Hilfe!

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6 Antworten

Das hört sich in meinen Ohren stark nach einer Zwangserkrankung oder zumindest einer Vorstufe selbiger an, welche deinen Bruder (sowie offensichtlich auch sein näheres Umfeld) in bestimmten Lebensbereichen bereits zu beeinträchtigen scheint. Ich würde ihm in jedem Fall raten, sich in psychologische Behandlung zu begeben, insbesondere, da sich die Symptome ohne Therapie und Ergründung der möglichen Ursachen noch verschlimmern können.

An deiner Stelle würde ich das Gespräch mit ihm suchen, ihn auf seine in deinen Augen existente Problematik ansprechen. Informiere dich vorab ein wenig über das oben genannte Krankheitsbild und vermittle ihm, dass dir gewisse Parallelen zu seinem momentanen Verhalten nicht entgangen sind. Bring deine Besorgnis zum Ausdruck, werde dabei aber wenn möglich nicht fordernd. Biete ihm deine Hilfe an, mehr kannst du im Grunde auch nicht tun.

Vergiß indess bitte nicht, dass es sich hierbei um kein einfaches Thema handelt. Sei nicht gekränkt, wenn dein Bruder zunächst abweisend reagiert - das ist bei psychischen Erkrankungen häufig der Fall, wenn Betroffene von ihren Mitmenschen mit derartigen 'Unterstellungen' konfrontiert werden. Die Entscheidung bleibt ihm überlassen und muss seinem freien Willen entspringen; ein solcher Schritt fordert häufig seine Zeit.

Ganz wichtig: Fokusiere dich bitte nicht zu sehr auf das Ganze. So löblich ich es auch finde, dass du dich um ihn sorgst und ihm helfen möchtest: Du hast dein eigenes Leben, vermutlich deine eigenen Probleme. Du kannst nicht mehr tun, als ihm zu signalisieren, dass du ihm Hilfe bietest, wenn er sie einfordert. Steigere dich bitte nicht mehr in die Sache hinein, als dir gut tut.

Und wieder mal eine super Antwort von supdns =) DH!

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Dein Bruder ist 18. Wahrscheinlich bildet er sich ein nun erwachsen zu sein, Verantwortung zu tragen zu haben und das will er ganz genau machen. So fängt es gerne an. Tatsache ist: Unsere Pubertät endet erst mit 22. Als Familie habt Ihr manche Möglichkeiten ihm zu helfen und selbst davon zu profitieren:

Ihr könnt gemeinsam beschließen dass ihm die Nutzung dieser elektrischen Geschichten wie Handy, PC und TV eingeschränkt werden. Als Ausgleich bekommt er einen Ausweis einer öffentlichen Bibliothek. Den soll er fleißig nutzen. Es wird seinen Horizont enorm erweitern,

Ihr könnt feste Zeiten einplanen in welchen die Familie und gerne auch andere Menschen Gesellschaftsspiele spielen.- Wichtig ist dass die ganze Familie daran teilnimmt.

Es wird ihm sehr nützlich sein gewöhnt er sich an regelmäßig von Hand auf Papier Tagebuch zu schreiben. BEVOR er kontrollert. Es sollten mindestens fünf positive Dinge in einem separaten Positivtagebuch jeden Abend rein geschrieben werden.

Die Zuständigkeit bei Abwesenheit der Eltern kann aufgeteilt werden. Probiert aus was Sinn macht: ob fest eingeteilt wird oder gewechselt wird.

Kontakt zu Natur und Musik hilft von so einem Trip runter zu kommen.

Funktioniert all das nach einem mindestens halben Jahr nicht kann an eine Therapie gedacht werden. Dann hat er eine Diagnose, einen Stempel. Nur falls er sich sträubt an eine Veränderung zu arbeiten.

Schön wie Du für Deinen Bruder sorgen möchtest. Und sehr erwachsen. -:)))

Hätte ich fast vergessen. Tage nur mit dem Vater können sehr hilfreich sein.

Mein Vater ist sehr häufig nicht da,dann geht das immer schlecht mit ihm was zu machen.Wenn mein vater da ist arbeitet er draußen.

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@Tierfreund97

Wenn Ihr zu Dritt draußen arbeitet seid Ihr zusammen, Ihr Jungen könnt lernen um was es geht und es können auch andere Themen besprochen werden. Es wird Zeit für die Arbeit gespart welche dann anders genutzt werden kann. Besonders Jungs brauchen ihre Väter um sich gesund entwickeln zu können. Euer Vater hat auch von Jemand gelernt was er draußen macht.

Nun gut. Ein Lernpate, ein Ausbildungspate kann sinnvoll sein als Ersatz. Früher waren das die Opas, die Onkel. Familie ist ja heute nur noch der Runpf. Die Familie im alten Sinn ist in alle Winde verstreut. Also werden Wahlverwandtschaften gesucht, gefunden, gelebt, genossen.

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Du kannst da leider gar nichts machen, er muss das Problem selbst erkennen. Das klingt nach einer Zwangshandlung. Wie verhält er sich denn, wenn deine Eltern da sind? Normal oder macht er das dann heimlich? Schau mal hier:

http://www.schoen-kliniken.de/ptp/medizin/psyche/angststoerung/zwang/einfuehrung/art/02165/?gclid=CMbZpJeGg7ICFQbwzAodNwoA9Q

ne wenn meine Eltern da sind,macht er es eigendlich genauso wie wenn wir alleine sind,nur meine Eltern nerven dann immer in dem sie sagen "Bist du jetzt fertig?" und " Kommst du jetzt endlich?" das mache ich halt nicht und dann werden meine Eltern auch einfach strenger.

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@Tierfreund97

Wenn er das wirklich immer so macht, dann scheint mit eine Zwangserkrankung sehr wahrscheinlich. Und das muss behandelt werden, weil das sonst immer schlimmer wird, oft gehen betroffene Menschen irgendwann gar nicht mehr aus dem Haus, sprich sie können kein normales Leben führen.

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Dreh doch die sicherungen raus und schließ alle türen ab, dann hat sich das mit der kontrolle erledigt.

Ich glaub der hat ein psychisches Problem (keine Ironie) Wenn er das dauerhaft macht, glaube ich, hat er panische Angst vor dem Alleinsein und Angst vor Einbrechern.

Rede mit deinen Eltern darüber.

Meine Eltern sagen das auch immer mit der Sicherung,aber das sind auch (leider ) nur leere Versprechungen..

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soll er sich doch drum kümmern wenn er will

psychologen sind schon ne feine sache,was?

du bist auch so ne feine sache

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Ja schon..Aber muss es immer gleich ein psychologe sein?

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@Tierfreund97

Ja, in dem Fall schon, das ist ein neuropsychiatrischer Deffekt, da kommt man alleine nicht raus. Und die Hilfe eines Psychologen anzunehmen ist nicht ehrenrührig sondern völlig legitim. Bleibt der Zwang unbehandelt, kann das bis zur völligen Arbeitsunfähigkeit führen.

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