Mein Arbeitgeber hat mir keinen Vertrag gegeben. Welche Rechte habe ich?

7 Antworten

Selbstverständlich hast Du ein Recht auf Freizeitausgleich oder Abgeltung der Überstunden. Gibt es Aufzeichnungen über die Stunden?

Wenn Du keinen schriftlichen Arbeitsvertrag hast, gelten die gesetzlichen Bestimmungen und/oder ein anwendbarer Tarifvertrag.

Resturlaub und Überstunden die vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden können müssen dann abgegolten werden. Wenn der AG dies nicht automatisch tut, sollte man ihm eine Frist zur Zahlung setzen und ihm mitteilen, dass man die Ansprüche bei Nichtzahlung vor dem Arbeitsgericht einklagen wird.

Der Arbeitsvertrag selbst muss nicht schriftlich fixiert sein.

Schriftlich festgehalten und vom Arbeitgeber unterschrieben werden müssen aber die wesentlichen Vereinbarungen eines Arbeitsverhältnisses bis spätestens 1 Monat nach Beginn. Grundlage für diese zwingende Muss ist das Nachweisgesetz NachwG, das in § 2 die wesentlichen Vertragsbedingungen auch nennt.

Auf die Bezahlung der Überstunden - die du unbedingt dokumentieren solltest, weil Du beweispflichtig bist - hast Du ein Recht, das sich (wenn Dein mündlicher Arbeitsvertrag oder ein Tarifvertrag dazu nichts hergeben) aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 612 "Vergütung" Abs. 1 ergibt:

Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

Wenn der Arbeitgeber Ansprüche nicht erfüllt, solltest Du ihn (wie schon von Hexle2 empfohlen) schriftlich mit Fristsetzung zur Zahlung auffordern unter Androhung einer Klage beim Arbeitsgericht. Sofern keine kurzen Ausschlussfristen zu beachten sind, gibt es für Deine Forderungen eine Verjährungsfrist von 3 Jahren ab Ende des Jahres, in dem ein Anspruch entstanden ist (BGB § 195).

sofort vertrag verlangen!ich spreche aus erfahrung. mein letzter arbeitgeber hat es auch wochenlang hinausgezögert mir einen arbeitsvertrag vorzulegen. am ende bekam ich ein schriftstück wor d´rinstand: die ersten 2 wochen gelten als "seminar" und werden nicht vergütet. davon war beim vorstellungsgespräch nie die rede. ich habe 2 wochen umsonst für ihn gearbeitet.

Da hast du dich leider an der Nase herumführen lassen. Das ist eine überraschende, nachträgliche Klausel, die so nicht gültig ist. Aber vermutlich kannst du nicht nachweisen, dass es nicht vereinbart war. Abgesehen davon, selbst zwei Wochen "Seminar" (= Anlernzeit) muss dir der Arbeitgeber bezahlen. Wenn die Sache nicht schon verjährt ist, könntest du das aus meiner Sicht immer noch einklagen - auch ohne Beweis.

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Muss ich das Geld meinem Arbeitgeber zurückzahlen?

Hallo Leute,

ich habe mal eine Frage zu einem Sachverhalt.

Folgendes: Überstunden werden generell bei meinem alten Arbeitgeber immer erst im Folgemonat ausbezahlt. Die Überstunden aus Januar 15, würden mir also im Februar 15 ausbezahlt werden.

Nun ist es aber so: Ich habe zum 31.01.15 bei meinem früheren Arbeitgeber (Nebenjob) gekündigt.

Den Monat Januar habe ich nicht mehr gearbeitet (geleistet), da mir gesagt wurde, dass die Überstunden aus Dezember 14 und der Urlaub aus Januar (ca. 6 Arbeitsstunden) meine 20 Arbeitsstunden (lt. Vertrag) decken würde. (Aussage laut Abteilungsleiterin und Personalleiterin). Somit hätten sich Soll-und Ist ausgeglichen. --> Gehalt im Januar müssten von daher 20 Arbeitsstunden sein

Im Januar habe ich dann aber komischerweise 20 Stunden (Januar) UND die Überstunden aus Dezember überwiesen bekommen. (Eigentlich hätte ich nur 20 Stunden erhalten dürfen)

Nun habe ich im Februar Post aus der Hauptzentrale erhalten. In dem Brief stand, dass ich nachzahlen müsse, da ich den Januar nicht geleistet hätte. Ich würde Minusstunden von insgesamt 14 Stunden haben. (20-6)

Fazit: Ich habe 14 Stunden mehr ausbezahlt bekommen, als ich eigentlich hätte kriegen dürfen. Im Brief steht aber, dass ich Minusstunden haben würde, was ja faktisch nicht stimmt.

Nun meine Frage:

Muss ich diese nun zurückzahlen? Meine Vorgesetzten haben mir gesagt das mit dem Januargehalt damit alles endet.

Ich hoffe mein Sachverhalt ist verständlich geschrieben :D

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Gehalt und alte Überstunden ausbezahlen lassen.

Hallo Community!

Ich habe bei meinem Arbeitgeber selbst gekündigt. Mein Arbeitsvertrag endet somit zum 31.10. Während meiner Arbeitszeit habe ich ungefähr 150 Überstunden angesammelt, die mein Arbeitgeber mir auch ausbezahlt.

Nun zum Problem: Ich werde am 01.11 bei meinem neuen Arbeitgeber anfangen und mein ALTER Arbeitgeber wird mir die Überstunden am 31.11 ausbezahlen. Werde ich Probleme mit dem Finanzamt bekommen, wenn ich gleichzeitig mein neues Gehalt und meine Überstunden vom alten Arbeitgeber ausbezahlt kriege?

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Ausbildung / Kündigung/ Arbeitsrecht?

Hallo zusammen,

Ich hab folgendes

Ich hab eine Ausbildung angefangen im Dezember zum Bäcker und habe meinen Vertrag immer noch nicht erhalten. Ich habe anschließend gefragt und ich hab keine konkrete Antwort erhalten. Ich hab dann eine Lohn Abrechnung bekommen in der Stand, dass ich am 15.12.17 angeblich in Beschäftigung gewesen wäre obwohl ich am 9.12.17 angefangen habe. Ich hab auch an Weihnachten gearbeitet und tagtäglich Überstunden machen müssen mal war ich da 12 / 10 Stunden da.

Er hat mir eine Bestätigung gegeben das ich da angeblich seit 01.11- 14.12 ein Praktikum mache mit anschluss Ausbildung (für Behörden)

Auf meiner Lohnabbrechnung stand dann nur 217 Euro drauf. Das haben die mit weiteren Azubis gemacht und wenn die nachgefragt hatten was dassoll haben die nur Stress mit denen gemacht und meinten Überstunden gibt's hier nicht gezahlt. Dieses Problem haben auch die Areitsnehmer ohne Ausbildung da. Ich hab da echt geschuftet und dann mitzubekommen das mein Ausbilder zu anderen Arbeitnehmer sagt dass die mich Beschäftigen soll weil ich nur rum stehen würde fand ich richtig dreist

Ich durfe dann nachts wenn die Möchte gerne Bäcker fertig waren deren dreck hinzusätzlich aufräumen und dann diese undankbarkeit ich kam dann nachts um 3 nachhause mit dieses mal 5 Überstunden und hab das nicht mehr eingesehen so ein scheiss zu machen weil das einfach pure Ausnutzung mit meinen zeiten und mit meinem geld ist.

Ich bin ja noch in der Probezeit und bin seit der Nacht nicht mehr zu Arbeit war das richtig und wann bekommt man eine Kündigung

Seit dem 31.01 geh ich da nicht mehr hin und muss er mir meine gearbeiten tage weiter zahlen.

Danke im voraus

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Lohnfortzahlung bei Teilzeit?

Hallöchen!
Hier erstmal der Sachverhalt:

Ich war letzten Monat an einer schweren Infektion erkrankt, einmal am Anfang des Monats für ca 10 Tage, dann am Ende des Monats nochmal für 5.

Die Tage dazwischen war ich freigegeben zum Arbeiten, aber ich sollte viele Pausen machen, bzw 1 Tag arbeiten, 1 Tag frei machen, was ich dann auch gemacht hatte, nur konnte ich körperlich nicht soviel machen wie ich wollte, obwohl ich "durfte". gearbeitet habe ich also in den 2 Wochen ca 30h.

Ich hatte dann bei meinem Arbeitgeber nachgefragt wie das bei denen läuft bzgl. der Lohnfortzahlung, erst hieß es es wird bei einem längeren Zeitraum aufgestockt zu dem was im Vertrag steht (80h), heißt wenn ich 30h habe, bekomme ich 50h, wenn ich aber schon 80h habe und dann krank werde, dann habe ich Pech gehabt.

Als ich dann aber krank wurde hieß es dass ich das alles falsch verstanden hätte, es ist ein 80h Vertrag, d.h. 20h die Woche (die aber nicht immer gegeben sind, da wir nach Aufträgen arbeiten, heißt es kann sein dass ich mal ne Woche 40h arbeite, die nächste dann 20h, usw, also sehr flexibel (auch an Sonn-/Feiertagen) und die Möglichkeit mehr zu arbeiten als das was im Vertrag steht ist immer drinne. (Zählt dann aber nicht als Überstunden.)), wo ich dann dachte "Gut, habe ich ja Glück gehabt, 30h habe ich, 2 1/2 Wochen wären dann 50h, dann komme ich trotzdem noch auf mein Geld (brauche min.80h im Monat).".

Dann kam die Lohnabrechnung, auf der ich dann aber 21h Lohnfortzahlung bekommen habe. Als ich nachfragte wie das sein kann hieß es dann dass ich Teilzeitbeschäftigt bin und mir deshalb nur die hälfte an Stunden pro krankgeschriebenem Tag zusteht. (Und es wurde gesagt dass ich ja gewusst hätte dass ich krank bin und hätte mir in dem Zeitraum zwischen den Krankschreibungen ja meinen bezahlten Urlaub nehmen können dass ich auf mein Geld komme.)

Nun die Frage:
Müsste ich aber nicht eig. min. 33h bekommen, wie ich durch's googlen erfahren habe? (70% des Bruttogehaltes das man normalerweise hat, d.h. 20h die Woche normalerweise, wären dann also 14h die bezahlt werden müssten, oder verstehe ich das falsch?)

Hoffe dass das verständlich genug erklärt ist und sorry für den Riesenroman! Und schonmal danke für eure Antworten!

Ps.: Die im Büro wussten eig. auch alle ganz genau was ich habe, da man sich auch etwas besser kennt, und ich die Situation erklärt habe warum ich in den Tagen dazwischen nicht konnte wie ich wollte und mir wurde dann auch kurz vor der 2. Krankschreibung gesagt dass sie mir am liebsten den Vertrag runtersetzen wollen, weil wenn ich krank bin würde ich ja eh nicht auf meine 80h kommen in den nächsten Monaten.

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Überstunden einfach ausbezahlen ohne Fragen?

Hallo,

ich hatte bis Dezember über den Zeitraum von 3 Monaten in meiner neuen Firma 140 Überstunden gemacht welche ich auf der Jahresabrechnung auch gesehen habe.

Nun bin ich derzeit ( Stand März ) bei 300 Überstunden inkl. der 140 vom letzten Jahr .

Darf der Arbeitgeber mir meine Überstunden einfach so auszahlen?

Habe diesen Monat mehr Netto bekommen , fände es allerdings eine Frechheit wenn die Firma mir das Geld einfach ausbezahlt und ich nichtmal die Möglichkeit hatte Frei zu machen für die Überstunden

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Darf mein Arbeitgeber bei Kündigung entscheiden ob mir meine Überstunden ausbezahlt werden oder in Freizeit gegeben werden?

Ich bin in der Altenpflege tätig und möchte unter Einhaltung der Kündigungsfrist zum 31.10. kündigen. Ich habe noch 59 Überstunden und noch 9 Tage Urlaub.

In meinem Arbeitsvertrag steht das mir der gesetzliche Urlaub von 20 Tagen gewährt wird. Und mir der Arbeitgeber 8 zusätzliche Tage gibt. Im falle einer Kündigung verfallen die 8 Tage vom AG allerdings. Ist das rechtlich okay?

Kann der Arbeitgeber sagen das er mir meine Überstunden ausbezahlt und nicht in frei gibt? Denn wenn man die 9 tage urlaub und die Überstunden nimmt dann müsste ich theoretisch im Oktober nicht mehr kommen(arbeite Teilzeit).

Ist vielleicht etwas durcheinander aber ich hoffe mir kann jemand helfen.

LG

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