Mein Arbeitgeber hat aus privaten Gründen(Urlaub) die Praxis für 2 Tage geschlossen. Da ich keinen

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1 Antwort

Eine klare Antwort ist in diesem Fall schwierig. Am besten wäre wohl einen Ausgleich mit dem Arbeitgeber zu finden und ihm anzubieten, die Stunden zu einem anderen Zeitpunkt nachzuarbeiten. Streng genommen sind die 2 Tage erstmal unbezahlter Urlaub. Allein dadurch, dass man während der Zeit, die ein nacharbeiten vereinbart war, krank ist, sind die Stunden noch nicht erbracht, da die Krankheit doch wohl an sonst arbeitsfreien tagen gewesen wäre. Nochmal: Gütliche Einigung mit dem Arbeitgeber wäre das beste für ein langfristig gutes Arbeitsverhältnis, also z.B. einen Tag nacharbeiten und einen Tag geschenkt bekommen :-)

Eine klare Antwort ist nur für Leute schwierig, die keinerlei Ahnung von der Materie haben.

Der ArbG kann die Praxis schließen aus welchen Gründen er möchte. Wenn der ArbN keinen Urlaub mehr hat, kann er die Zeit aber keinesfalls zur Nacharbeit heraus verlangen oder von Gehalt abziehen. Es handelt sich nämlich un einen sog. Annahmeverzug § 615 BGB, der den ArbG trotzdem zur Lohnfortzahlung verpflichtet. Dies includiert, dass auch keine Nacharbeit gefordert werden kann.

Im Falle der vereinbarten Nacharbeit und Erkrankung, ist die Krankheitszeit dann gem. EntGFG so zu vergüten, als ob die Leistung erbracht worden wäre. Die geplanten Stunden gelten also als geleistet. Lohnausfallprinzip.

Abgesehen davon erwartet hier keiner mehr eine Antwort auf eine 2 Monate alte Frage - schon gar keine Falsche.

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