mein 6-jähriger sohn wird in der schule ausgegrenzt, was nun?

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5 Antworten

Sprich mit dem Lehrer darüber. Es spricht für deinen Sohn, dass er schon so viel Ich-Stärke besitzt und weiß, was er nicht will, trotz der unangenehmen Konsequenz. Dies ist eine Ressource, wo man ansetzen könnte. Stärke sein Selbstbewusstsein und unterstütze diese Stärke. Wichtig ist, dass er sich nicht in die Opferrolle drängen lässt und den anderen Contra gibt. Erkläre ihm, dass manche Jungs einfach doof sind und er solche Freunde nicht nötig hat. Unterstütze deinen Sohn aktiv darin, soziale Netzwerke aufzubauen. Hat er Hobbys wo er gerne macht? Vielleicht finden sich da Freunde? Oder vielleicht sind die anderen Jungs doch nicht so schlecht? Redet viel, ladet auch mal Kinder ein wo ihr meint, es könnte passen.

genau, dass ist meine angst, dass er in diese opferrolle abrutscht. heute hat er sich schon in der pause vor den jungs versteckt und ich habe ihm klar gemacht, dass er es damit noch schlimmer macht, dass die anderen dann keinen respekt mehr vor ihm haben. seine hobbys sind eher uncool (töpfern, malen). die jungs sind nicht schlecht, wie gesagt eigentlich waren das bis vor kurzem seine besten freunde. allein spielen sie ja auch noch mit ihm, aber er wird aus dieser neuen coolen "gruppe" ausgegrenzt. deine worte haben mir sehr geholfen, es ist für mich eine ganz schlimme situation, da ich es von mir nicht kenne. aber sein vater war so ein opfer in der schule. kann das sich vererben..;o) der vater istb ja heute nicht mehr so, hat er es trotzdem so angenommen............?

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@namsi

Also genetisch kann sich das nicht vererben. Aber der Mensch lernt ja durch Modelle. Und wenn der Vater das irgendwie noch drin hat, vielleicht ja auch nur ganz unterbewusst, kann das natürlich sein, dass er sich das Verhalten aneignet. Viel reden mit deinem Sohn ist jetzt einfach wichtig, stärken wo´s geht und sein Verhalten auch belohnen (auch durch Worte kann man belohnen, dass man das gut findet). Lehrer mit einbeziehen ist auch einfach wichtig, achtet da bloß darauf, dass er nicht "das Problemkind" wird, wo die Mama gleich zum Lehrer rennt etc. Diskretion ist da schon angebracht. Wieso versteckt er sich? Welche Ängste hat er, wenn er ganz offen auf die Jungs zugeht und mit ihnen spricht?

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Ich glaube, das ist ganz normal. Jungs brauchen ihre "Hahnenkämpfe". Das gehört dazu und so lernen sie sich sozial einzufügen bzw. zu stärken. Klar ist schlagen doof. Aber sich nicht zu wehren ist auch doof! Das solltest du deinem Sohn vielleicht mal näher bringen. Erkläre ihm den Unterschied zwischen jemanden einfach schlagen und sich wehren. Alles reden mit Lehrern und Eltern bringt da gar nichts, eher das Gegenteil von dem was du damit erreichen möchtest, könnte passieren. Sobald die anderen merken, dass sie es mit ihm nicht machen können, weil er sich wehrt, dann wird er auch voll akzeptiert und dann kann er trotzdem seine Meinung vertreten und den anderen sagen das schlagen doof ist.

ich danke euch erst einmal allen, sehr lieb. ich habe am montag ein gespräch mit der lehrerin, hoffe es bringt was. kann mir vielleicht noch einer sagen, wie er sich denn wehren soll, gegen 4-5 jungs ? petzen in " macht er nicht, er ist ja nicht unselbstbewusst, er ist eben auch meiner meinung nach körperlich nicht imstande den jungs entgegen zu treten. auch habe ich ihm geraten, es verbal zu versuchen (schreien etc.) aber er ist einfach nicht der typ dafür. bringt irgendein sport etwas ? karate ?.............hilfeeeee!!!!

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@namsi

Ich habe meinem Sohn gesagt, dass er sich wehren soll. Wenn er dann sagte, der ist aber viel stärker als ich, war meine Antwort: du musst nicht stärker sein, sondern nur frecher und schneller. Nicht schneller im Wegrennen sondern schneller im Wehren. Außerdem habe ich ihm erklärt, dass es natürlich sein kann, das es mal weh tut und das er was abkriegen kann, er kann auch nicht immer "gewinnen", ABER er hat sich gewehrt. Ich glaube er hat das ganz gut verstanden und ich meine er fühlt sich damit besser, als wenn er als Feigling dastehen würde.

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habe das selbst durch... bis ende 6. klasse... danach wechselte ich auf ein spezialgymnasium mit internat (latina halle)... eine lösung kenne ich leider auch nicht... kampfsport zur selbstverteidigung wäre nicht schlecht....

ich muss jedoch betonen, dass ein gspräch mit den lehrern keinen erfolg hat... eher negativen... zwar wird er dann vielleicht in der schule von den lehrern in schutz genommen, zählt aber sofort als "weichei" "muttersöhnchen" ,ect ect... und wird somit zum noch beliebteren opfer, was sich bemerkbar macht, sobald mal kein lehrer in der nähe ist...

bei mir wirkte es sich so aus, dass ich während der busfahrt zur schule abgedrängt, geschubst, beleidigt und geschlagen wurde.... während der pausen (wenn mal kein lehrer in der nähe war) mich ein büschen wiederfand, dort bespuckt und beleidigt, geschlagen und absolut ausgegrenzt wurde, sowie nachmittags mich fast nur im haus aufhielt, da mir draußen nachmittags das selbe drohte wie während der schulzeit....

Das problem muss er selber lösen... und zwar möglichst bald.... bei mir fing es auch in der grndschule an und zog sich bis zu meinem wechsel ende der 6. klasse fort...

meine idee (wie schon erwähnt): kampfsport, damit er sich zu verteidigen weiß....

ansonsten fällt mir (leider) nichts ein

Ich würde mit dem/der Klassenleiter/in reden und sagen, was Sache ist. Auch würde ich den/die Vertrauenslehrer/in mit einbeziehen. Du kannst auch deinem Sohn Mut zusprechen und sagen, dass er sich wehren soll. Hoffe, das hilft.

ich habe ihm gesagt, er soll sich wehren, aber wie denn ? er wurde erstens so erzogen, das schlagen dumm und böse ist und zweitens liegt es nicht in seinem wesen sich zu wehren.....er hat sich ja auch schon verbal geäussert, aber dass sind doch keine erwachsenen, denen man mit argumenten kommen kann.

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Ich denke hier ist, die Lehrerin gefordert.Sowie auch die Eltern von den anderen Jungs.

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