Kater hat Angst vor anderen Katzen - Lösungen?

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5 Antworten

Normalerweise sollten Kitten ja frühestens mit 12 Wochen (besser älter) von ihrer Katzenmutter und den Geschwisterchen getrennt werden, um bis dahin ausreichend entwickelt und sozialisiert zu sein. Wenn Dein Kater seinerzeit bereits mit 8 Wochen zu Dir gekommen ist, dann könnte seine Angst vor anderen Katzen (eine Art soziale Phobie) u.U. diesem Umstand geschuldet sein - insbesondere dann, wenn er seither als Einzelkatze bei Dir lebt? Falls die Situation es zulässt, solltest Du mal über einen charakterlich ruhigen, passenden - und vielleicht auch etwas älteren - Kumpel für ihn nachdenken, idealerweise z.B. aus dem Tierheim.

Da Katzen durch Abgucken und Nachmachen (voneinander) lernen, könnte Deine Fellnase sich von einer "Zweitkatze" vielleicht noch etwas Selbstbewusstsein und Sozialverhalten abschauen? Und wenn die beiden dann gemeinsam auf die Piste gehen, dann sollen sich die Nachbarskatzen mal warm anziehen... ;-)

Wenn Dein Kater erst seit zwei Tagen verschwunden ist (und auch sonst viel draußen ist), kann es durchaus sein, dass er sich vor den Nachbarskatzen versteckt, oder die Gegend erkundet und dabei die Zeit vergessen hat.

Es wäre aber auch möglich, dass er in irgendeinem Versteck versehentlich eingeschlossen wurde, und nun Deine Hilfe benötigt. Du solltest Dich m.E. also zur Sicherheit mal auf die Suche nach dem Katerle begeben - die folgende Aufzählung kann Dir dabei vielleicht eine Hilfe sein?

Beispielsweise solltest Du - ggf. auch abends oder nachts, wenn die Umgebung einigermaßen ruhig ist - die Gegend absuchen, und dabei immer wieder den Namen Deines Katers rufen. Dazwischen ruhig sein und lauschen, ob Du ihn irgendwo antworten hörst - er könnte versehentlich in einer Garage, einem Schuppen, einem Keller oder anderswo eingeschlossen worden sein.

Bei Dunkelheit kannst Du mit einer Taschenlampe zudem Sträucher, Gebüsche etc. ableuchten, da Katzenaugen das Licht reflektieren und dadurch im Dunkeln "leuchten".

Schau und lausche zwischendurch auch immer mal nach oben, weil Dein Kater sich auch in einem Baum oder auf einem Dach verstiegen haben könnte.

Hilfreich könnte es auch sein, draußen immer mal wieder Geräusche mit der Futter- bzw. Leckerchenpackung zu machen - vielleicht kommt er dann ja schon angerannt?

Außerdem solltest Du in der Nachbarschaft herumfragen (am besten mit Foto), ob jemand Deinen Kater gesehen hat. Bitte die Nachbarn auch, in ihren Kellern, Garagen, Gartenhäuschen etc. nachzuschauen, ob er nicht vielleicht doch dort irgendwo sein könnte.

Zudem könntest Du Flugblätter erstellen (idealerweise mit Foto und genauer Beschreibung Deines Katers), und sie in der Gegend verteilen, z.B. - falls es Dir erlaubt wird - im Supermarkt, in der Apotheke, in der Bank, am Kiosk etc. aushängen. Darüber hinaus könntest Du eine Suchmeldung in den sozialen Medien posten.

Wenn Dein Kater gechippt oder tätowiert und z.B. bei TASSO (tasso.net) registriert ist, dann kannst Du ihn auch dort als vermisst melden. Bei TASSO kannst Du übrigens auch Suchplakate bestellen.

Außerdem solltest Du auch bei den Tierärzten, Tierkliniken und Tierheimen in Deiner Gegend nachfragen, ob dort ein Fundtier gemeldet oder behandelt wurde.

Da Fundtiere mitunter auch dem Ordnungsamt oder der Polizei gemeldet werden, könntest Du ggf. auch dort mal nachfragen.

Falls Ihr in jüngerer Vergangenheit umgezogen seid, solltest Du auch mal am alten Wohnort nachforschen. Viele Katzen haben nach einem Umzug das Bestreben, zu ihrem alten Wohnort "nach Hause" zu laufen.

Sollte die Suche erfolglos bleiben, kannst Du die o.g. Schritte sukzessive wiederholen bzw. ausweiten, also z.B. den Suchradius vergrößern, oder nochmals mit den Nachbarn sprechen (vielleicht hast Du bislang ja noch nicht alle erreicht?).

Und nicht vergessen: Ruhe bewahren und besonnen reagieren, Angst und Panik sind in solch einer ungewissen Situation keine guten Berater!

Kopf hoch! Ich drücke die Daumen, dass sich Dein Katerle möglichst bald und wohlbehalten wieder einfindet.

Alles Gute Dir und Deiner Fellnase!

P.S.: Melde Dich doch hier nochmal, wenn sich Dein Kater wieder eingefunden hat. Die hier mitleidenden Ratgeber - da schließe ich mich selbst mit ein - würden es Dir danken! 

Er war schon mal für einige Tage verschwunden. Auch damals haben wir nach ihm gerufen, zu diversen Uhrzeiten und eines Tages kam er ganz selbstverständlich wieder bei der Tür hereinspaziert. Kann es aber rein theoretisch auch möglich sein, dass er weggelaufen ist weil ihm die Situation zu hektisch ist? Davor hab ich nämlich Angst. Dass er einfach nicht mehr wieder kommt weil er sich nicht wohl fühlt. Zwar ist er gerne draußen und jetzt im Sommer auch erstaunlich viel, was durch die Anwesenheit der anderen Katzen zu meiner Verwunderung führt, aber dass er wirklich weg bleibt, das ist meine größte Sorge. 

Ich werde mich wieder melden, sobald er wieder da ist, was hoffentlich bald der Fall ist. 

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@noraH123

Ich habe hier schon von Katzen gelesen, die nach 14 Tagen plötzlich wieder vor der Tür standen (und natürlich auch nicht verraten haben, wo sie in der Zwischenzeit waren...).

Wenn sein Fernbleiben bislang noch im üblichen Rahmen ist, dann ist Dein Kater vielleicht wirklich nur auf Tour, oder er hat sich vor den Nachbarskatzen versteckt "bis die Luft rein ist", und taucht bald wieder auf. Scheinbar hat er ja auch eine gewisse Übung darin, und wird (hoffentlich) wissen, wo er sich sicher verbergen kann. Meine Sorge wäre nur, dass er dabei versehentlich mal in irgendeinem Schuppen, Keller, Gartenhäuschen o.ä. eingesperrt werden könnte.

Ich gehe davon aus, dass die Bindung zu Dir deutlich stärker ausgeprägt ist, als die Angst vor den Nachbarskatzen. Von daher sollte er eigentlich auch wieder zu Dir zurückkommen, und nicht gleich "ausgewandert" sein.

Solange die Raufereien bislang unblutig und ohne ernsthafte Verletzungen verlaufen, könnte es sich aber u.U. auch um ganz "normale" Prügeleien unter Katzen handeln? Beispielsweise im Falle sich überschneidender Reviere dienen Harn-Markierungen der Katzen normalerweise auch dazu, sich bei Bedarf gegenseitig aus dem Weg gehen zu können. Von daher ist Deine Fellnase vielleicht gar nicht so ängstlich (wie Du befürchtest), sondern stellt sich mutig dem Kräftemessen mit den Nachbarskatzen? Auch sein öfters tage- und nächtelanges Fortbleiben spricht eigentlich nicht gerade für ein Angsthäschen.

Oder wäre es eventuell möglich, dass ihn andere Menschen in der Umgebung angefüttert haben, und er die Zeit der Abwesenheit bei einer "Zweitfamilie" verbringt, von der Du nichts ahnst?

Alles Gute und *ganzfestdaumendrück*

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@Katzenkumpel

Hallo und auch dir danke für die Antwort.
Leider ist mein Kater immer noch nicht aufgetaucht. Wir glauben ihn in einer Ortschaft ca. einen Kilometer weiter entdeckt zu haben, spazieren bzw. radeln dort auch hin und wieder vorbei um einfach nach ihm zu rufen und nachzusehen, jedoch ist er irgendwie doch nie da, wenn wir bewusst nach ihm suchen.
Demnach können wir nicht mehr wirklich was machen außer zu warten und zu hoffen.
Die Nachbarn wurden schon verständigt die Augen offen zu halten, in der Ortschaft wurden Flyer aufgehängt und auf FB wurde der Beitrag auch oft geteilt...

Mal sehen, was da raus kommt. Ich hoffe nur, dass es ihm gut geht.

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@noraH123

Vielen Dank für Deine Rückmeldung - und schade, dass es leider keine besseren Neuigkeiten über Deinen Kater gibt.

Mehr als bislang könnt Ihr im Moment vermutlich wirklich nicht unternehmen. Bleibt dran und habt Geduld, viele Katzen sind - wie bereits gesagt - nach einigen Wochen plötzlich wieder bei ihren Menschen aufgetaucht.

Ich drücke beide Daumen, dass sich alles noch zum Guten entwickelt, und Du Dein Katerle bald wieder gesund in die Arme schließen kannst.

Alles Gute!

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Lass den Kater erst mal älter und stärker werden, nennt man natürliches Wachstum. Dann kannst du wieder anfangen ihn rauszulassen. Dann erst mal nur Tagsüber.
Der braucht kein Stärkungsmittel, sondern einen Spielkameraden, der mit ihm das kämpfen spielerisch übt.

Der Kater ist bereits 2 Jahre... Die Zeit, in der er sich durch Geschwister bzw. "Spielkameraden" sozialisieren lässt, ist längst vorbei ;)

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Revierkämpfe können bei Katzen ziemlich heftig werden!

Bei meinem Kater, der ziemlich groß und kräftig ist, hat es über ein Jahr gedauert, bis er sich seinen Platz in seinem Revier erkämpft hat. Trotzdem kommt es ab und an noch vor, dass ich ihn nachts schreien höre, wenn er mit anderen kämpft.

Lass ihm einfach Zeit. Die anderen beiden Katzen weisen ihn zurecht, wo sein Platz ist. Denn auch bei Katzen gibt es innerhalb eines Revierbezirks Rangordnungen. Revierneuankömmlinge sind immer erst mal die Prügelknaben der Alteingesessenen. Er muss sich seinen Platz erst erarbeiten. Einfluss hast du da nicht drauf. Die machen das unter sich aus.

Ja, das dachte ich mir bereits, dass ich da eigentlich wenig machen kann. Ich hab nur Angst, dass mein Katerchen gar nicht mehr kommt, da sein Zuhause eben mitten im Revier der anderen ist und er einfach so sehr Angst hat.. Weißt du, ob es möglich ist, dass er sich deshalb gar nicht mehr blicken lässt? :/ 

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@noraH123

Ja, es kann schon sein, dass er sich erst mal verkrochen hat, weil ihm die anderen auf den Keks gehen ;)

Aber eine Frage: Ist dein Kater denn schon länger Freigänger oder erst seit kurzem bzw. wie hast du ihn an den Freigang gewöhnt? Es brauch ein paar Wochen, bis sich Katzen mit ihrem Freigang zurecht finden. Daher sollte man sich für die Zeit der Eingewöhnung am besten Urlaub nehmen.

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