Mehrheitswahl vs. Verhältniswahl?

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3 Antworten

Dabei ist es doch recht einfach.

Mehrheit: A bekommt 53%, B 17% und C 30%. A gewinnt die Wahl und alle anderen Stimmen werden berücksichtigt, sind also dann wertlos. Bei der Wahl zum US Präsidenten ist das der Fall

Verhältnis: Wieder die Prozentzahlen von oben. Aber nehmen wir an, dass Parlament hat genau 100 Sitze, so bekommt jeder nach seiner Prozentzahl Sitze, also 53, 17 und 30.  Jede Stimme findet im Bundestag wieder. Die Zweitstimmen bei der Bundestagswahl werden so berücksichtigt.

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Kommentar von Koschi2511
30.01.2016, 10:24

Also das heißt, dass es bei einer Mehrheitswahl nur einen "Gewinner" geben kann, während bei einer Verhältniswahl alle Stimmen berücksichtigt werden, oder?

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Kommentar von zehnvorzwei
30.01.2016, 10:26

das ist korrekt so. Außer: Vor "berücksichtigt" müsste "nicht" stehen. Grüße!

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Das Mehrheitswahlrecht zum Parlament, gibt es z. B. in Großbritannien.

Jeder Wahlkreis entsendet einen Kandidaten. Der Kandidat mit den meisten Stimmen hat den Sitz.

Das führt im Verhältnis zum Verhältnis Wahlrecht, wo die Sitze im Verhältnis zur Anzahl der Stimmen für das gesamte Land vergeben werden dazu, dass eine Partei die viele Wahlkreise mit geringem Vorsprung gewinnt, viel mehr Sitze im Parlament hat, als beim Verhältnis Wahlrecht.

Es gibt für beide Verfahren gute Begründungen. 

Verhältniswahlrecht bildet die Gesamtzahl der Wähler genau ab.

Mehrheitswahlrecht sorgt meist für klarere Wahlergebnisse.

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Bei einer Verhältniswahl werden die Sitze in einem Parlament nach dem Verhältnis der erhaltenen Stimmen verteilt.

Bei einer Mehrheitswahl werden die Sitze an diejenigen verteilt, die in ihren jeweiligen Wahlkreisen / Bundesstatten etc die Mehrheit bekommen haben.

Bei Verhältniswahlrecht werden also die gesamten Stimmen im ganzen Land zusammengezählt und dann das Verhältnis ausgerechnet. Wenn zum Beispiel 100 Sitze zu verteilen sind und hat A 40% und B 50% und C 10% der Stimmen, dann werden die Sitze im Parlament auch so verteilt, nämlich 40 A zu 50 B zu 10 C.

Bei einem Mehrheitswahlrecht würde man das Land in 100 Wahlkreise aufteilen und in jedem Wahlkreis würden A und B und C gegeneinander antreten. Für jeden Wahlkreis, den eine Partei gewinnt, würden sie dann einen Sitz im Parlament bekommen. Das könnte in diesem Beispiel bedeuten, dass Partei C dann keinen einzigen Sitz im parlament hat, weil sie in keinem einzigen Wahlkreis die Mehrheit der Stimmen bekommen haben.

Ein Mehrheitswahlrecht führt daher auch oft zu einem Zwei-Parteien-System. Hat aber den Vorteil, das es direkter ist, weil man ganz genau weiss, welchen Politiker man in die Regierung gewählt hat und dieser Politiker dann auch sehr stark von der Zustimmung seines Wahlkreises abhängt.

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