Mehrere Tagen wenige Stunden Schlaf, was kann ich tun?

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5 Antworten

Mal eine Idee: Könntest Du einen anderen Verwandten oder ein Kindermädchen etc. vorübergehend ins Haus holen, bis Du Dich überzeugt hast, dass nachts jemand da ist, der nach den Kindern sehen würde?

Ich würde das Thema unbedingt mit dem Therapeuten besprechen, da es ja mit dem Tod Deiner Schwester zusammenzuhängen scheint.

Meine Mutter hat seit dem Tod meines Bruders auch Schlafstörungen, sie kann allerdings tagsüber etwas schlafen. Sie schläft nur noch mit laufendem Fernseher oder youtube-Videos ein und wacht nach spätestens 4 Stunden auf, dann macht sie sich etwas zu essen oder auch Hausarbeit.

Gibt es die Möglichkeit, vorerst in einem Zimmer mit Deinen Kindern oder Geschwistern zu schlafen (bei denen, denen es nicht so viel ausmachen würde)? Oder in der Nähe, mit offenen Türen, so dass Du weißt, dass alles okay ist?

Ich würde mal Hypnose in Betracht ziehen: Lass Dir einreden, dass Du schlafen darfst und dass Deinen Kindern und Deinen Geschwistern nachts nicht passieren wird.

Mein Bruder hatte vor mehreren Jahren eine Krise, ausgelöst durch größere Familienprobleme, die dazu führte, dass er längere Zeit im Bett meiner Mutter schlafen musste (weil er nachts sonst Angstzustände bekam). Das wurde nach und nach aufgelöst, indem er in seinem Bett einschlafen sollte, aber beim Aufwachen zu meiner Mutter kommen durfte (das Aufwachen fand immer vor Mitternacht statt), später nur kurz bleiben, aber in seinem Bett wieder einschlafen sollte und am Ende mussten beide Türen offen stehen und er rief hin und wider, ob noch alles okay war (die Zimmer lagen dich beieinander). Am Schluss konnte sie die Tür auch schließen, aber wenn sie zu lange abends alleine im Zimmer war, kam er nachsehen, ob noch alles okay war.

Vielleicht kannst Du einen Plan dieser Art für Dich auch machen; Dich langsam darin bestärken, dass nachts alles okay ist. Ggf. auch mit Webcam (auf dem Flur), falls das hilft (Webcam im Zimmer der Kinder fände ich etwas übergriffig und würde mich als Kind wohl auch unwohl fühlen, wenn mich ständig jemand beobachten könnte).

Was ich auch in Absprache mit dem Therapeuten empfehlen würde, ist ein gestaffelter Plan, wann die nachsehen DARFST: Anfangs vielleicht alle 10 min, dann nur noch alle 15 min, alle 20 min, einmal alle halbe Stunde, einmal in einer dreiviertel Stunde, Stunde, anderthalb Stunden, 2 Stunden, 3 Stunden, 5 Stunden, einmal pro Nacht. Wie viele Tage man jeweils ein Intervall zulässt, bis das nächste angegangen werden muss, müsstest Du mit dem Therapeuten besprechen. Man könnte mit 14 Tagen anfangen oder auch weniger, wenn Du Dich so schnell steigern kannst.Bei 3 Stunden könntest Du Dir z.B. schon den Wecker stellen und wenigstens 2 bis 2 1/2 Stunden am Stück schlafen.

Das würde ich unbedingt einbauen: Stelle Dir den Wecker!!!

Statt Dich wachzuhalten mit Aktivitäten, erlaube Dir zu schlafen. 

Du darfst dann immer noch nachsehen, bekommst aber wenigstens etwas Schlaf. Fange doch mal an mit einer Zeit in der Nacht, in der Du schlafen darfst, weil nicht mehr viel passieren kann oder Deine Kinder/ Geschwister in ihren Zimmern noch wach sind. Also entweder von 20 bis 22 Uhr oder von 4 bzw- 5 bis 6 Uhr (wenn sie um 6 aufstehen müssen). Steigere das dann auch langsam, also 5-6 Uhr, 4:30 bis 6 Uhr, 4 bis 6 Uhr usw.Führe eine Tabelle, wie oft Du nachgesehen hast, ob alles okay war und versuche, schrittweise die Kontorollgänge pro Nacht zu reduzieren. Schreibe dazu, wie Du Dich vor und nach der Kontrolle gefühlt hast, also bspw. vorher Sorgen, hinterher Erleichterung oder das Gefühl, dass der Kontrollgang doch unnötig war etc.Du könntest mit dieser Kontrolle auch den Kindern eine schöne Schlafstörung anerziehen...

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Kommentar von Mytrylive
15.05.2016, 13:19

Vielen dank für deine Hilfreiche und lange Antwort. :) wird mir bestimmt helfen. :)

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Erst einmal mein Beileid. So einen tragischen Verlusst steckt man nicht so einfach weg.Jeder reagiert dann auch darauf und jeder Mensch anders.

Du solltest das Thema aber schnellstens bei deiner Therapeutin ansprechen, bevor sich eine richtige Schlafstörung entwickelt. Scheinbar hälst du dich selbst wach , aus Angst das etwas geschieht und du nicht handeln konntest weil du geschlafen hast(Ich laufe sicher 10 Mal in das Zimmer meiner Kinder oder Geschwister und gucke ob es allen gut geht).

Du hast aber nicht dauerhaft Kräfte, diese brauchst du aber , denn es nutzt niemanden was wenn du zusammenbrichst und irgendwann wird dein Körper darauf reagieren, ausserdem hat deine Psyche ja schon mit diesen grossen Verlusst zu kämpfen.Natürlich kann das erstmal eine normale Reaktion sein, nur darf es kein Dauerzustand werden.Und deine Kinder und Geschwister brauchen dich ja.Schlafmedikamente können für den Moment gut sein , aber sind auf Dauer auch keine Lösung, wg. der Nebenwirkungen.

Ich wünsche dir das du den Verlust verarbeiten kannst, im Herzen bleiben die geliebten Menschen immer, so eine Lücke kann man nicht schliessen.Aber die Zeit wird wieder etwas den Schmerz lindern, dafür ganz viel Kraft.


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Kommentar von Mytrylive
15.05.2016, 13:14

Ich nimm die Schlafmedikamenten schon seid Herbst 2014. und es ist nicht nur ein Schlafmittel sondern ein Neuroleptika da shilft auch gegen andere dinge und eben fürs schlafen.

Aber ja du hast recht es ist halt so das ich angst hab das wem anderes auch noch was passiert. 😁 :(

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Hast du vielleicht jemanden, der zumindest für ein paar Tage die Verantwortung für deine kinder/Geschwister übernehmen könnte, damit du dich mal frei von Verantwortung ausruhen kannst?

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Kommentar von Mytrylive
15.05.2016, 13:12

Ja schon, aber bei meiner einen Tochter ist das nicht so praktisch, weil sie verlustängste hat mich zu verlieren, und dadurch kann ich nicht lange weg sein (sie ist aber bei einem Traumatherapeuten)
Aber sonst werde ich meinenTante fragen ob sie mir einfsch ein bisschen beistehen kann und im Haushalt ubd so helfen kann. :)

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Mein herzliches Beileid. Es ist unglaublich schlimm einen Menschen gehen lassen zu müssen , vorallem wenn es viel zu früh war. Ich kann dich gut verstehen, meine Schwester hatte gestern ihren 5.Todestag.

Du musst mit jemanden darüber reden, es ist wichtig deine Ängste, die du gerade hast jemandem mitzuteilen, sich ihrer bewusst zu werden, nur so wirst du sie in den Griff bekommen. Ich kann das verstehen, das du Angst hast, das wieder was passiert. Aber es wird nichts passieren.

Du machst dich damit nur fertig und wirst irgendwann zusammenbrechen.

Nimm deinen Mut zusammen und rede mit deiner Therapeutin darüber, es wird dir helfen !

Ich wünsche dir alle Kraft der Welt, um diese schwere Zeit durchzustehen.

Bella

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Kommentar von Mytrylive
15.05.2016, 13:16

Okay danke

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Du solltest mit Deiner Therapeutin unbedingt darüber sprechen. 

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