mehrere Fragen zur Musterung und Wehr-, bzw. Zivildienst

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5 Antworten

Vorsicht! "Man entscheidet sich nicht für Zivi." Das klingt so wie eine Entscheidung zwischen Marine und Heer. Zivildienst ist aber etwas ganz anderes.

Man entscheidet sich aus Gewissensgründen(!) den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern. Das ist ein Grundrecht (Grundgesetz Artikel 4, Absatz 3: Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz. )

Diese Entscheidung, von seinem Grundrecht Gebrauch zu machen, sollte man VOR (!) der Musterung treffen. VOR der Musterung sollte man schriftlich einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer stellen. Diesen Antrag kann man jederzeit beim zuständigen Kreiswehrersatzamt schriftlich stellen.

Bei der Musterung wird Deine Tauglichkeit festgestellt. Diese Feststellung gilt sowohl für den Wehrdienst als auch den Zivildienst. Wer untauglich ist, muss keinen von beiden leisten.

Dein Antrag wird vom Kreiswehrersatzamt an das Bundesamt für den Zivildienst weitergeleitet. Bitte lese unbedingt die Website des Zivildienstamtes: http://www.zivildienst.de (dort findest Du auf der linken Seite unter dem Bundesadler rote Stichwörter - klicke auf "Kriegsdienst verweigern", dort steht auch etwas über Musterung und Antragsverfahren.

Wirst Du als Kriegsdienstverweigerer anerkannt (weil Du Deine Gewissensgründe gut formuliert und plausibel dargestellt hast...), musst Du keinen Dienst an der Waffe mehr leisten. Allerdings kannst Du (wie übrigens alle anderen Deutschen auch, Männer wie Frauen) im Kriegsfall zum Kriegsdienst OHNE Waffe eingezogen werden.

Als anerkannter Kriegsdienstverweigerer muss man einen Ersatzdienst in einer sozialen oder Umweltschutz-Einrichtung leisten.

Du solltest Dich aber vorrangig mit Deinem Antrag auf Kriegsdienstverweigerung beschäftigen. Den Aufsatz über Deine Gewissensgründe solltest Du nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern gut überlegen und Dein Gewissen, Deine Einstellung zum Töten genau erforschen und formulieren.

Im Internet ist für Dich vielleicht auch das Beratungsangebot von zivi.net interessant. Letzter Tipp: Alle Schreiben vom Kreiswehrersatzamt oder Zivildienstamt genau lesen.

Hey,

also ich hab mir vor 2 Monaten den Anti-Wehrdienst-Report von Peter Zickenrott geholt und wurd jetzt vor nem Monat ausgemustert. Deshalb kann ich diesen auch nur empfehlen da die in seinem Buch detaillierten Tipps mir sofort zur Ausmusterung verholfen haben :-) Dort steht zum Beispiel auch das man erstmal sagen soll man möchte zur Bundeswehr, eine Kriegdienstverweigerung kann man nämlich auch noch schreiben wenn man schon die Einzugsbenachrichtigung gekriegt hat.

Ich versteigere meinen Anti-Wehrdienst-Report momentan bei Ebay: http://cgi.ebay.de/Anti-Wehrdienst-Report-Peter-Zickenrott-/150477770744?pt=SachFachbücher#ht500wt_1154

Nähere Infos gibts auf zickenrott.de

Mit freundlichen Grüßen, Tobi

also mein mann wurde gemusstert (mit 2) und dann wollsten sie ihn 3 monate später einziehen! da wir aber in der zwischenzeit geheiratet haben, wurde er dann doch nicht eingezogen (weil er an seiner arbeit mehr verdient, und somit die fmilie unterhalten kann, was er beim bund nicht könnte). aber generell ist das meiner meinung nach verschieden, sie ziehen jemanden ein wenn sie jemanden brauchen!!!

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